(openPR) Ein Wein, der keiner ist, und eine Weinfarbe, die dazwischen ist
Erik und Carolin Riffel bringen mit ihrem alkoholfreien Riesling und einem Pinot Noir Rosé auf Ortswein-Niveau zwei Neuheiten heraus, die für das Familienweingut kühn und vielversprechend zugleich sind. Als traditionelles Weingut einen alkoholfreien Wein oder einen gehobenen Roséwein zu produzieren, mag mutig erscheinen, wenn man lediglich den klassischen Weintrinker im Blick hat. Gerade Roséweine werden häufig auf Sommerwein reduziert und als zu leicht betrachtet. Bei alkoholfreien Getränken scheiden sich nicht erst seit alkoholfreiem Bier die Geister.
Riffels eigene Wege erfordern Vision und Ausdauer
„Wir nehmen uns die Freiheit, Neues auszuprobieren, auch wenn es nicht in den Mainstream passt.“ so Erik Riffel. „Als wir damals auf Bio umgestellt haben, haben wir zu ganz Wenigen gehört. Eine richtige Entscheidung, aber zäh und intensiv in der Umsetzung.“ Als das Weingut seinen ersten PetNat und Orange Wein produzierte, war es schwierig, die Stammkundschaft von den Naturweinen zu überzeugen. Letztlich hat Riffel aber neue Kunden erreicht und der Erfolg gibt ihm recht: Für den Vinum-Weinguide ist Riffels PetNat „einer der wenigen gelungenen Exemplare in Deutschland“.
Zero alkoholfreier Riesling: nur eine gute Basis führt zu einem guten Produkt
Anfragen von internationalen Kunden stellten Carolin und Erik Riffel vor die Entscheidung, einen alkoholfreien Wein als Ergänzung zu ihrer Weinkollektion anzubieten. Einerseits waren sie von der Idee begeistert, andererseits war das unternehmerische Risiko für das Familienweingut gut abzuwägen. Für einen sehr guten Basiswein muss eine größere Partie hochwertiger Riesling dementsprechend angebaut, von Hand gelesen und vinifiziert werden. Bei einem Partnerbetrieb wird der Wein dann durch schonende Vakuumdestillation entalkoholisiert. Dabei wird der Wein moderat erhitzt und der Alkohol entzogen – die Aromen verbleiben im Wein.
Der alkoholfreie Riesling Zero ist wie ein typischer Rieslingwein erfrischend und knackig, mit feiner Frucht nach duftigem Apfel, frischer Zitrone und Limette. Der Quarzitboden gibt ihm einen mineralischen Touch. Der Verkauf startet positiv. Viele Kunden sind froh, für spezielle Anlässe eine Alternative zum Wein in Bioqualität und vegan zertifiziert zu haben. Riffel kommt zugute, dass sich das Konsumverhalten in einer gesundheitsbewussteren Gesellschaft verändert und alkoholfreie Getränke auch im Handel und in der Gastronomie unverzichtbar sind.
Binger Pinot Noir Rosé trocken 2020: inspiriert von großen Weinen aus der Provence
Mit seinem ersten Roséwein auf Ortswein-Niveau will Erik Riffel zeigen, welche Klasse Rosés haben können. Oft waren Rosés nur ein Nebenprodukt der Rotweinerzeugung, wodurch sie zu ihrem minderwertigen Image kamen: weder rot, noch weiß, sondern irgendwo dazwischen. Dabei bringen Rosés die Frucht und Substanz von Rotweinen und gleichzeitig die Eleganz und Frische von Weißweinen mit.
Riffel hat seinen Spätburgundertrauben vor der Gärung 12 Stunden Maischestandzeit für eine höhere Farb- und Geschmackskonzentration gegönnt. Der Saft wurde temperaturkontrolliert im Edelstahltank spontan vergoren und reifte ein halbes Jahr auf der Feinhefe. Dezente Farbpigmente und Gerbstoffe verleihen dem Wein seine zartrosa Farbe, elegante Textur und druckvollen, mineralischem Charakter mit langem Nachhall. Aromen von Himbeeren, Erdbeeren, Pfirsich, Cassis und Orangenblüten zeigen sich in der Nase. Er ist auf Quarzit und Lehm gewachsen, direkt an der Grenze zum legendären Scharlachberg. Der Wein harmoniert perfekt zu mediterranen Gerichten, Meeresfrüchten, Gemüse oder als Aperitif.













