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Selbstständig machen als Coach – wie geht das?

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Dagmar Schulz
Dagmar Schulz

(openPR) Das Berufsfeld des Coaches erfreut sich stark zunehmender Beliebtheit. Laut Einschätzung des „Coaching Newsletter“ gibt es aktuell in Deutschland über 10000 seriöse selbstständige Coaches und Berater und es kommen täglich weitere hinzu. Viele bieten neben Coachings für Privatpersonen und Firmen auch Mediation, Supervision und psychologische Beratung an. Wir fassen für Sie einmal zusammen, was ein Coach eigentlich genau macht und für wen dieser Beruf überhaupt geeignet ist. 

Was macht ein Coach eigentlich genau?  

Coaching könnte man frei mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ übersetzen. Ein Coach oder Trainer versucht, seine Kunden mit gezielten Fragen dazu zu bringen, selbst die Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden. Stressmanagement, (Selbst-)Organisation, Identitätsfindung, Aufbau und Festigung des eigenen Selbstvertrauens, Entdecken der eigenen Stärken und Umgang mit Schwächen, (Wieder-)finden von Intuition, Suche nach einem neuen Betätigungsfeld, Sparringspartner – es gibt viele Gründe, warum Menschen einen Coach aufsuchen. Oftmals stecken Sie an irgendeinem Punkt fest oder drehen sich im Kreis, weil sie das Gefühl haben, bereits alles probiert zu haben und trotzdem nichts verändern zu können.

Aufgaben eines Coaches

Als Coach ist es nicht Ihre Aufgabe, für Ihre Kunden Lösungen für ihr Anliegen zu finden, sondern sie so zu unterstützen, dass sie selbst die Lösung erkennen. Gerade bei notwendigen Verhaltensänderungen ist die Chance, dass ein Mensch neue Wege konsequent geht, höher, wenn er selbst die Lösung gefunden hat. Ein Aufstülpen von außen führt häufig zu Frust, Trotz bzw. es fehlt der eigene Wille zur Veränderung. Erst, wenn es bei einem selbst „klick“ macht, können neue Prozesse angeschoben und dauerhaft beibehalten werden.
Coaches werden von Unternehmen gebucht, etwa weil die interne Zusammenarbeit nicht so richtig klappt oder weil Veränderungen anstehen, die mit Einschnitten oder Neuerung verbunden sind. Privatpersonen suchen bei Trainern z. B. Rat, wenn sie in ihrem alten Job nicht mehr glücklich sind, aber die Idee fehlt, was danach kommen könnte. Oder wenn Menschen immer wieder in gleiche Muster verfallen, sich etwa immer wieder ausnutzen lassen oder die Beziehung zu anderen Menschen oft im Streit endet. 

Gerade in Zeiten von Corona sieht man auf Social Media verstärkt Angebote von Coaches, aber auch vorher schon übernehmen Trainer und psychologische Berater immer mehr die Aufgaben, die früher ausschließlich von Psychologen bzw. Psychotherapeuten „behandelt“ wurden.
Vorsicht ist allerdings gerade im Bereich der psychologischen Beratung geboten, der sich nicht selten mit dem Begriff Coaching vermischt. Vor allem bei psychischen Erkrankungen sind Sie als Coach nicht der richtige Ansprechpartner. Sollte Ihnen jemand begegnen, der ärztliche Hilfe benötigt, sollten Sie sofort einschreiten und die Person an einen Fachmann weiterleiten.

Wer kann sich als Coach selbstständig machen?

Grundsätzlich ist der Beruf nicht gesetzlich geschützt und es gibt keinen einheitlichen Ausbildungsweg, um sich mit Coaching selbstständig zu machen. Das heißt, dass im Prinzip jeder Coach werden kann. Allerdings macht das nur Sinn, wenn man durch eine passende Aus- oder Weiterbildung die notwendige fachliche Qualifikation erwirbt und danach regelmäßig an Fortbildungen teilnimmt. Vorteilhaft ist auch eine ausgebreitete Expertise auf einem bestimmten Gebiet, z. B. zum Thema Teambuilding, Umgang mit Stress und Konflikten, Lerncoach, Coaching für bestimmte Branchen oder Personengruppen. Nur so schafft man sich eine Nische und einen USP (Alleinstellungsmerkmal), um aus der Masse herauszustechen.

Wer eignet sich zum Coach?

Sie sollten in jedem Fall über eine ausgeprägte Empathie und Menschenkenntnis verfügen und Menschen gerne helfen. Es sollte Ihnen Spaß machen, Lösungen zu finden und Ihre Kunden auf dem Weg zum Finden dieser Lösung zurückhaltend, aber dennoch konsequent unterstützen. Zudem sollten Sie sich eine gewisse emotionale Distanz zu Ihren Kunden zulegen, denn Sie werden es häufig mit Problemen, Sorgen, Ängsten und Nöten zu tun bekommen. Ein kompetentes, ruhiges, professionelles Auftreten sowie Souveränität, Freude am Umgang mit verschiedenen Persönlichkeiten und Durchsetzungsfähigkeit zeichnen einen guten Coach ebenfalls aus. Sie sollten einen Blick für das große Ganze haben, ziel- und lösungsorientiert denken und handeln und sich selbst gut kennen und beobachten können.

Wer beauftragt einen Coach?

Als Coach werden Sie selten hinzugezogen, wenn alles glattläuft. Man wird Sie eher aufsuchen, wenn es „brennt“ oder wenn jemand Hilfe beim Erreichen seiner Ziele benötigt. Das heißt für Sie, dass man Sie stark an Erfolgen Ihrer Kunden messen wird – eine nicht zu vernachlässigende Verantwortung. Sie sollten in der Lage sein, Ihre Schritte immer erklären zu können und sich selbst während eines Coachings mit all Ihren Vorstellungen zurücknehmen zu können. Es geht schließlich um die Wünsche, Ziele und Einstellungen Ihres Gegenübers und die können sich z. T. erheblich von Ihren eigenen unterscheiden. Das darf bei Ihrer Beratung keine Rolle spielen, auch wenn es Ihnen manchmal sicher schwerfallen wird, Ihre eigene Meinung zurückzuhalten. 
Je mehr unterschiedliche Erfahrungen Sie selbst gesammelt haben, privat und beruflich, desto besser können Sie Ihre Kunden beraten und unterstützen. Sie müssen sich in unterschiedliche Typen und Situationen hineinversetzen können, um bei der Suche nach der passenden Lösung helfen zu können. Geduld, Verständnis und Weitblick sind gefragt, wenn Sie ein guter Coach sein wollen. Und nur so können Sie einen echten Mehrwert gegenüber Ihrer Konkurrenz bieten, der sich schnell herumsprechen wird, wenn Ihre Kunden begeistert sind. 

Rechtliche Rahmenbedingungen und Vorabüberlegungen

Wenn Sie sich entschließen, eine Ausbildung zum Coach zu machen und eine Selbstständigkeit beim Finanzamt anmelden möchten, gibt es einige Dinge vorab zu bedenken.

Sind Sie freiberuflich tätig oder ist das Coaching bei Ihnen ein Gewerbe? Die genaue Einstufung muss für jede Tätigkeit betrachtet und eingestuft werden. Die Tätigkeit als Coach kann als freiberuflich im einkommensteuerlichen Sinne einzustufen sein, wenn es sich um eine sog. „unterrichtende Tätigkeit“ im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG handelt (sog. Tätigkeitsberuf). Welche Unternehmensform ist für Sie die beste? Wie berechnen Sie Ihre Preise? Benötigen Sie ein Büro oder bietet Ihr Zuhause ausreichend Ruhe und ein professionelles Ambiente? Welche Ausbildung ist gut, welche eher weniger? Es gibt unzählige Anbieter, z. B. Fernakademien, die die Ausbildung zum Coach ausschließlich online anbieten. Wie sieht es mit der Praxiserfahrung aus? Wie viel Konkurrenz werden Sie als Coach in Ihrer Umgebung haben? Welche Nische können Sie besetzen? Wie wollen Sie auf sich aufmerksam machen? Fragen über Fragen … haben Sie schon alle Antworten?
Idealerweise beantworten Sie die relevanten Fragen frühzeitig und legen alle Rahmenbedingungen in Ihrem Businessplan fest.

Stichwort Businessplan für einen Coach

In Ihrem Businessplan halten Sie die wichtigsten Eckdaten, Strategien und Ziele für Ihr Unternehmen fest, egal in welcher Branche Sie gründen möchten. Ihr Businessplan ist immer der erste Schritt hin zu einer Selbstständigkeit, das gilt auch für den Beruf des Coaches. Ein solider, aussagekräftiger Businessplan enthält z. B. eine Analyse des Marktes und beleuchtet die Konkurrenzsituation in Ihrem Umkreis. In ihm finden sich auch Angaben zu Ihrer Zielgruppe und natürlich dürfen auch finanzielle Aspekte nicht fehlen. Während Ihres gesamten Unternehmerlebens ist Ihr Businessplan ein ganz wichtiges Hilfsmittel, auf das Sie immer wieder zurückgreifen können. Je gründlicher Sie ihn vor der Gründung mit Inhalt „füttern“, desto weniger Gefahr laufen Sie, auf unvorhergesehene Hürden zu stoßen und Ihr Ziel aus dem Augen zu verlieren.
Mehr Informationen zum Thema Businessplan können Sie hier finden: Businessplan Vorlage.

1a-STARTUP hilft angehenden Coaches kompetent weiter!

Dagmar Schulz hat schon so einige Coaches auf ihrem Weg in die berufliche Selbstständigkeit begleitet. Zudem bietet sie selber eigene Coachings und Beratung an, z. B. für angehende Existenzgründer. Daher weiß sie ganz genau, worauf es ankommt und welche Fehler man mit der richtigen Planung und Vorbereitung vermeiden kann. Erfahren Sie im Video, warum aus ihrer Sicht gerade jetzt ein sehr guter Zeitpunkt ist, zu gründen.
Wenn Sie über einen Neustart als selbstständiger Coach nachdenken, nehmen Sie gerne Kontakt auf und lassen Sie sich umfassend beraten. Das erhöht Ihre Chance, direkt erfolgreich durchzustarten mit Ihrem neuen Traumjob! Mit einem AVGS Aktivierungsgutschein der Arbeitsagentur kann die Beratung sogar vollständig gefördert werden.

Video:
Brauche ich einen Businessplan wenn ich mich selbstständig mache?

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