(openPR) Seit Silvester haben bereits fünf obdachlose Menschen den Tod auf Hamburgs Straßen gefunden. Stimmen aus der Öffentlichkeit sowohl LINKS Fraktion und CDU fordern sofortigen Schutz in Hotelzimmern. Der Senat jedoch schweigt.
Bereits kurz nach Beginn der Corona-Pandemie ist die rasche Verelendung der obdachlosen Menschen auf den Straßen sichtbar geworden. Mangelnde Versorgung, fehlende Hygienemöglichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten führen zu desolaten Zuständen der obdachlosen Menschen.
Auf der Straße sterben die obdachlosen Menschen. Sie sterben nicht an Corona, sondern mangels angemessener und annehmbarer Unterkunft und Versorgung. Die Stadt Hamburg verweist auf ein ausreichendes Winternotprogramm in Massenunterkünften. Diese Unterkünfte werden von vielen obdachlosen Menschen nicht genutzt, weil auch sie Angst vor einer Infektion mit dem Corona Virus haben.
„Wenn es uns nicht gelingt, annehmbare Schutzräume für alle obdachlosen Menschen zur Verfügung zu stellen, wird die Verwahrlosung und Verelendung sowie die Zahl der Todesfälle weiter zunehmen“, sagt Susanne Groth vom Verein Leben im Abseits e.V.
„Wir müssen uns gesellschaftlich und politisch darauf einigen, dass jede auf der Straße verstorbene Person als ein Ausdruck der Handlungsunfähigkeit und des Versagens des Hilfesystems angesehen werden muss“.
Der Verein Leben im Abseits e. V. hat vergangenen Freitag den Sozialausschuss der Hamburger Bürgerschaft, den Bürgermeister Peter Tschentscher sowie die Sozialsenatorin Frau Dr. Melanie Leonhardt mit einer Mail um eine Stellungnahme und Mitteilung gebeten, welche Schritte nunmehr die Stadt Hamburg andenkt bzw. einleiten wird.
Zwar unterstützen die LINKS Fraktion sowie die CDU die Aufforderung, obdachlosen Menschen sofortigen Schutz in Hotelzimmern zu gewähren, der Hamburger Senat beantwortete die Anfrage jedoch bis zum heutigen Tage nicht.
Heute wollen Hinz&Kunzt und Straßensozialarbeiter*innen ab 15 Uhr eine Mahnwache auf der Reesedammbrücke in Sichtweite des Rathauses abhalten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass noch mehr Menschen auf der Straße sterben“, sagt Stephan Karrenbauer, Hinz und Kuntz.












