(openPR) Rohkaffee-Preise zogen zu Jahresende 2006 kräftig an – ICO-Durchschnittspreis überstieg im Dezember 2006 erneut die Ein-Dollar-Marke – Fortsetzung des hohen Preisniveaus wahrscheinlich
Die Preise für Rohkaffee an den internationalen Börsen klettern von einem Höchststand zum nächsten. Nach einer leichten Entspannung in den Monaten Mai bis Juli 2006 zogen die Preise zu Jahresende 2006 wieder kräftig an und überstiegen im November mit 103,48 US-Cent die Ein-Dollar-Marke. Im Dezember 2006 betrug der Durchschnittspreis für Rohkaffee laut International Coffee Organisation (ICO) bereits 108,01 US-Cent/Pfund, das ist der höchste Wert seit Juni 1998. Vor allem die Arabica-Sorten sind für die spürbare Erhöhung verantwortlich. Die Robusta-Preise zogen nur schwach an, was allgemein mit der Ankunft der vietnamesischen Robusta-Kaffeeernte auf dem Weltmarkt erklärt wird. Das hohe Preisniveau setzte sich auch in den ersten Jännertagen 2007 fort: Aktuell kostet ein Pfund Rohkaffee 105,5 US-Cent (22. Jänner 2007).
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen die Experten der ICO davon aus, dass die Preise mittelfristig auf diesem hohen Niveau bleiben werden. Der Hauptgrund für die prognostizierte Stabilität liegt in einem für das Erntejahr 2007/2008 erwarteten Rückgang der Kaffeeernte in Brasilien, dem größten Kaffeeproduzenten der Welt. Die globale Nachfrage steigt hingegen kontinuierlich an. Im Jahr 2005 wurden weltweit 115 Millionen Sack Kaffee verbraucht, 2006 stieg die Konsumation auf 116 Millionen und wird aller Voraussicht nach im Folgejahr erneut auf 118 bis 120 Millionen Sack ansteigen.
Des Österreichers liebstes Heißgetränk
Der österreichische Kaffee- und Tee-Verband belegt die heimische Vorliebe für das aromatische Getränk mit eindrucksvollen Zahlen. Pro Jahr verbraucht jeder Österreicher im Schnitt rund 8 Kilogramm Rohkaffee. Traditionell liegt Österreich damit im europäischen Spitzenfeld und schlägt sogar Länder mit bekannt hohem Kaffeekonsum wie Deutschland (6,4 kg) und Italien (5,6 kg). Auf den weiteren Plätzen folgen Frankreich mit rund 5 kg, die Schweiz (5,8 kg) und Slowenien (5,9 kg). Beim Import von Grünkaffee nach Österreich war im Vorjahr erstmals nicht Brasilien, sondern Vietnam das bedeutendste Ursprungsland.
* ICO Composit Indicator Price; ein nach Kaffeesorten und Kaffeehandelsplätzen gewichteter Durchschnittspreis, der von der International Coffee Organization täglich berechnet wird. Detail-Informationen zur Berechnungsmethode: www.ico.org/coffee_prices.asp
Gestiegene Rohkaffeepreise in Verbindung mit hohen Energiekosten verteuern den Kaffee letztendlich auch für den Konsumenten. Die café+co International ist laut Geschäftsführer Mag. Gerald Steger bemüht, den Kostendruck für ihre Kunden bestmöglich abzufedern und wird daher erst bei tatsächlichem Fortbestand der Hochpreis-Situation über das nächste Quartal hinaus eine teilweise Weitergabe des Kostenanstieges prüfen.
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