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Pharmakotherapie im Alter

13.01.200716:58 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Dosierungen häufig zu hoch - Symposium der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

„Bei der Arzneitherapie im Alter sollten bestimmte Arzneimittel nicht zur Anwendung kommen, da sie den Patienten mehr schaden als nützen. Entsprechende Empfehlungen will nun die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) erarbeiten, kündigten Arzneimittel¬experten heute auf einem Symposium der AkdÄ im Rahmen des 31. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer in Berlin an.“

Quelle: Pressemitteilung der Bundesärztekammer v. 13.01.07
http://www.bundesaerztekammer.de/25/10Pressemitteilungen/M200701/200711131.html

Kurze Anmerkung (L. Barth):
Die Ankündigung der Arzneimittelexperten ist begrüßenswert, auch wenn spezielle Empfehlungen zur Pharmakotherapie des multimorbiden Alterspatienten mehr als überfällig sind. Die mit der Pharmakotherapie des Alterspatienten verbundenen Probleme sind keineswegs neu, zumal mit Blick auf den gerontopsychiatrisch veränderten Patienten. Nimmt man das Recht zur Arzneimitteltherapie ernst, sind hier dringend Empfehlungen geboten. In erster Linie gilt es, ein pharmakologisches Therapiekonzept für den geriatrischen Patienten zu entwickeln, dass vornehmlich den individuellen Gegebenheiten und Bedürfnissen des Alterspatienten entspricht. Auch wenn und soweit in absehbarer Zeit entsprechende Empfehlungen erarbeitet werden, entbinden diese in der Folge den ärztlichen Therapeuten nicht von der Verpflichtung, eine individuelle Pharmakotherapie für den Patienten zu entwickeln. Pharmakologische Therapieleitlinien oder Empfehlungen sind zuvörderst Orientierungshilfen und eröffnen so dem Therapeuten einen Entscheidungskorridor, mit Blick auf seinen Patienten eine Pharmakotherapie lege artis zu verordnen. Bei der allgemeinen Leitlinieneuphorie erwachsen u.a. auch Gefahren für den Alterspatienten aus einer allzu schematischen Anwendung von evidenzbasierten Leitlinien, da hierbei nicht selten die individuellen Gegebenheiten des konkret von der Medikation betroffenen Patienten vernachlässigt werden.

Vgl. auch den instruktiven Beitrag von P. Landendörfer, in Der Allgemeinarzt 15/2006 (pdf.) >>> Pharmakotherapie: Im Alter gelten andere Regelungen
http://www.aerztekammer-bw.de/25/10praxis/90allgemeinmedizin/0615.pdf

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