(openPR) Trotz Pisa: Die deutsche Jugend kennt sich beim Thema Herzinfarkt bestens aus. Dieses überraschende Ergebnis zeigt eine Umfrage des Instituts für Gesundheitsförderung und Prävention medual gGmbH aus Karlsruhe. In einer repräsentativen Umfrage konnten über 80% der befragten Jugendliche (18,4 Jahre) alle Symptome eines Herzinfarkts aufzählen.
„Wir führen das auf die mittlerweile gute Informationskampagnen und Aufklärungsarbeit, wie die der Deutschen Herzstiftung zurück“, so Oliver Nöltner vom Institut, „aber auch die Medien haben hier Präventionsarbeit geleistet“. So geben 63% der Jugendlichen an, über Medien wie Internet und Fernsehen schon Informationen zum Thema Herzinfarkt gesehen oder gelesen zu haben. Jeder vierte wurde schon aus dem familiären Umfeld mit dem Thema konfrontiert.
Doch das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist in der Bevölkerung noch lange nicht verankert. Gerade mal 20% gaben an, den Herzinfarkt als tödliches Ereignis zu bezeichnen. Erschreckend, wenn man bedenkt das jeder zweite Herzinfarkt trotz medizinischer Fortschritte und beispielhafter Notfallrettung tödlich endet. „Hier müssen wir wieder etwas mehr sensibilisieren“, erklärt Oliver Nöltner „Zeit ist die Variable beim Herzinfarkt, die über Leben und Tod entscheidend sein kann“. Doch vom Herzinfarkt betroffene Menschen reagieren oftmals uneinsichtig und wollen nicht den Ernst der Lage erkennen. Das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention medual gGmbH fordert deshalb eine Fortführung der Präventionskampagnen.
Integration der Herzinfarkt-Präventiven in Erste Hilfe-Seminare
Eine erweiterte Implementierung und Integration des Themas Herzinfarkts in bestehende Gesundheitsförderungen oder der Erste Hilfe wäre ein weiterer Baustein der Präventionsmaßnahmen. „Wenn wir schon über die Symptome und das Erkennen eines Herzinfarkt in Erste Hilfe-Seminare reden“, so Oliver Nöltner „steht einem Satz über Risikofaktoren und ihre Vermeidung eigentlich nichts im Wege“. Über Erste-Hilfe-Seminare für Führerscheinbewerber wird fast jeder Jugendliche in Deutschland erreicht. Damit wäre genau die Zielgruppe angesprochen, die in 20 bis 30 Jahren vom Herzinfarkt betroffen sein könnten und vielleicht heute schon darüber nachdenken möchten.
Institut für Gesundheitsförderung
und Prävention - medual gGmbH
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