(openPR) Oppenheim / Rhein. Die Würfel sind gefallen. Nachdem heute Nacht die letzten Störungsreste mit einzelnen Schauern nach Südosten gezogen sind, ist aller Voraussicht nach für die nächsten 10 Tage kein Niederschlag mehr in Sichtweite - abgesehen von letzten leichten Schneefällen im Südosten im morgigen Dienstag.
Hoch Zeno ist der Verantwortliche für die Misere. Immerhin nähern sich wenigstens die Temperaturen winterlichen Verhältnissen an und bleiben auch an Weihnachten tagsüber um oder nur wenig über dem Gefrierpunkt hängen. Dabei herrscht in den Tälern oft Dauernebel oder Hochnebel vor. Dort, wo es nachts längere Zeit klar bleibt, bildet sich eine weiße Reifschicht aus und versöhnt ein klein wenig für den fehlenden Schnee.
Wer garantiert Sonne und milde Temperaturen nahe 10 Grad genießen möchte, der muss an Weihnachten auf die Höhen der Mittelgebirge. Ab einer Höhe von rund 800 Metern, der Inversionsgrenze, können wir hier Weihnachten genießen. Schnee ist hingegen nur auf den Alpengletschern anzutreffen. Nur sporadisch liegt bis morgen in den Mittelgebirgen im Süden und Osten unseres Landes eine dünne "Puderzuckerschicht", die sich in Schattenlagen bis in die Weihnachtsfeiertage hinein mit einigen Lücken mühevoll halten könnte. Das sagen die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd voraus.
Immerhin fällt die letzte Dezemberdekade gegenüber den 14 Wochen zuvor relativ zu kalt aus (objektiv aber eher normal gegenüber dem langjährigen Mittel), Der Winter hat allerdings leider die Sparversion gewählt, so dass der Schnee auch für den Rest des Jahres wohl ausbleibt. Und sollten wieder Erwarten vor Sylvester doch noch Störungen über Deutschland hinweg ziehen, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um abgeschwächte Niederschläge in Form von Regen, die am ehesten den Norden, Nordwesten und äußersten Westen betreffen.
Ob der Winter seine schwerwiegenden Versäumnisse im Neuen Jahr nachholt, ist fraglich. Es lässt sich nur schwer abschätzen, ob uns nun ein verspäteter Winter in der zweiten Januarhälfte und im Februar bis in den März erwartet oder ob dieser - abgesehen von einzelnen wenigen Tagen, die auch im Flachland mal weiß beginnen - ganz ausfällt.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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