(openPR) Weltweit erste Recyclinganlage für innovatives BELLAND®Material in Betrieb genommen
Rudolstadt, 14.12.2006 – Im Rahmen einer Feierstunde bei der Firma Innocycling GmbH & Co. KG wurde heute im thüringischen Rudolstadt die weltweit erste Anlage in Betrieb genommen, auf der das innovative BELLAND®Material im industriellen Maßstab recycelt wird. Die Einzigartigkeit von BELLAND®Material ist darin begründet, dass es während des Gebrauchs die hervorragenden Anwendungseigenschaften eines Kunststoffes mit den bewährten Recyclingeigenschaften von Papier nach Gebrauch kombiniert. Durch diese technologische Besonderheit kann BELLAND®Material – anders als herkömmliche Kunststoffe – auf der gleichen Wertschöpfungsstufe immer wieder eingesetzt werden.
„Mit dem Start dieser Anlage“, so der Gründer und Geschäftsführende Gesellschafter der BellandVision, Roland Belz, „hat BellandVision einen Quantensprung beim Recycling von Kunststoff geschafft und sich als Innovationsunternehmen von Weltrang positioniert. Darauf sind wir stolz, denn wir haben den Beweis angetreten, dass ökologisch und ökonomisch sinnvolles Recycling von Kunststoffen auch aus gemischten und verschmutzten Abfällen machbar ist – um unsere Umwelt zu schützen und die begrenzte Ressource Erdöl zu schonen.“
Nach langjähriger und kostenintensiver Entwicklungsarbeit steht mit dem BELLAND®Material nunmehr ein Kunststoff zur Verfügung, der einen tatsächlichen Materialkreislauf ermöglicht. Entwickelt wurde die Technologie von der Schweizerischen Belland AG – einem Schwesterunternehmen der BellandVision GmbH. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising konnte das BELLAND®Material erfolgreich für den Einsatz als Lebensmittelverpackung – und hier besonders im Bereich der Molkereiprodukte – weiterentwickelt werden. Auch konnte beim Fraunhofer-Institut bereits vor Jahren die Funktionstüchtigkeit des Verfahrens im Technikumsmaßstab bewiesen werden.
Die neue Recyclinganlage in Rudolstadt wird von der Firma Innocycling GmbH & Co. KG betrieben, die mit der BELLAND-Gruppe gesellschaftsrechtich verbunden ist. Deren Geschäftsführer Werner Fieder erläuterte die Funktionsweise und Anlagenkonfiguration: Mittels einfacher, energiesparender und daher kostengünstiger Schritte – ähnlich der Verwertung von Altpapier – wird das BELLAND®Material sortenrein zurückgewonnen, auch aus den normalerweise anfallenden gemischten und verschmutzten Abfällen. Am Ende des innovativen Prozesses fallen exakt jene chemischen Bausteine – sprich Polymerketten – an, aus denen wieder das BELLAND®Material hergestellt werden kann.
Diese sogenannte BELLAND-Flocke ist nicht nur 100% sortenrein, sondern auch molekular gereinigt. Das ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass gebrauchtes BELLAND®Material mehrfach auf der gleichen Wertschöpfungsstufe eingesetzt werden kann. „Bislang“, so Fieder, „wurden die meisten gebrauchten Kunststoffverpackungen allenfalls zu dickwandigen Substituten von Holz oder Beton „down-gecycelt“. Jetzt können wir erstmals von einem echten Recycling sprechen.“ Der Durchsatz der Anlage in Rudolstadt beträgt je nach gefahrenen Schichten 250 bis 500 Jahrestonnen.
Das BELLAND®Material verfügt über eine hervorragende Umwelttauglichkeit. So kommt ein Gutachten des renommierten Umweltinstituts Carbotech AG, Basel, zu dem Ergebnis, dass die Umweltauswirkungen des BELLAND®Materials bei Großveranstaltungen deutlich geringer sind als bei Catering-Geschirr aus herkömmlichem Einweg oder aus kompostierbaren Rohstoffen. Sie sind sogar besser als Kunststoff-Mehrweggeschirr, wenn dieses bedruckt ist. Mehrweg-Trinkbecher sind also keineswegs zwangsläufig ökologisch vorteilhafter als Trinkbecher aus BELLAND®Material.
Den Praxistest hat das Material bereits millionenfach bestanden: Heute trinken während der Bundesligasaison allwöchentlich die Fans in den Stadien von München, Hamburg sowie in Frankfurt und Nürnberg ihre Getränke aus Bechern, die aus BELLAND®Material bestehen. Auch Teilnehmer an großen Laufwettbewerben in Köln, Bonn oder Stuttgart sowie zahllose Gäste vieler Festivals und Messen kennen Catering-Geschirr aus BELLAND®Material.
Angesichts von Klimaveränderung und zu Ende gehender Erdöl-Ressourcen gewinnt dieses technische Know-how nicht nur ökologisch, sondern auch volkswirtschaftlich immer mehr eine besondere Bedeutung: „Jeder Becher aus BELLAND®Material, der hochwertig wiederverwertet wird, trägt zum Klimaschutz bei, wenn er nicht wie viele andere Kunststoffverpackungen am Ende doch nur verbrannt wird. Gleichzeitig wird mit der BELLAND-Technologie“, so Belz, „ein Beitrag zur Verringerung der Abhängigkeit von den Rohstoffimporten geleistet.“
Die Vorteile dieser zukunftsträchtigen Kombination aus Ökologie und Ökonomie werden immer mehr auch in anderen Ländern erkannt. „Uns liegen bereits mehrere konkrete Anfragen aus den verschiedensten Regionen der Welt vor, welche sich mit der BELLAND-Technologie ein Höchstmaß an Öko-Effizienz beim Kunststoffrecycling ins Land holen wollen. Deshalb sehen wir unseren Markt in der nahen Zukunft gerade auch in den neuen Schwellenländern“ stellt Hubertus Bahlsen fest, der als Hauptgesellschafter sein Investment heute bestätigt sieht.
Im Rahmen der Feierstunde in Rudolstadt dankte Roland Belz allen jenen, die in der Vergangenheit ideell und materiell Entwicklung, Produktion und Recycling von BELLAND®Material ermöglichten. „Sie alle haben die Zukunftsfähigkeit dieses Kunststoffes und seine hervorragenden Recyclingeigenschaften erkannt, unbeirrt an die technische Machbarkeit geglaubt und können sich jetzt in ihrem Bemühen um nachhaltige Ressourcenschonung bestätigt sehen. Sie sind Teil unseres heutigen Erfolgs, ich danke ihnen allen“, so Roland Belz.
Bereits im Jahr 2004 wurde das im oberfränkischen Pegnitz ansässige Unternehmen vom Freistaat Bayern mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Umwelt und Gesundheit ausgezeichnet.
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BellandVision GmbH Büro Berlin
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