(openPR) Kassel, 12.12.2006. Am morgigen Mittwoch, den 13. Dezember um 14:00 Uhr informiert Dr. med. Ralf Bade die Schüler der neunten und zehnten Klassen des Kasseler Wilhelmsgymnasiums über die Gefahren von Hepatitis B Erkrankungen. Als Initiator eines Impfwettbewerbs bemängelt der Mediziner eine Impflücke bei Schülern im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Gemeinsam wollen Arzt und Schule jetzt den Impfschutz der Jugendlichen vor einer Hepatitis B Erkrankung verbessern.
Kaum den Kinderkrankheiten entwachsen, droht Jugendlichen Gefahr durch eine Hepatitis B Erkrankung. Bei Hepatitis B handelt es sich um eine Infektionskrankheit mit hohem Ansteckungsrisiko. Was viele Eltern und Jugendliche nicht wissen: Bis zu einem Alter von 18 Jahren tragen Krankenkassen die Kosten der Hepatitis B Impfung. Als häufigster Übertragungsweg gelten sexuelle Kontakte. „Daher bemühen wir uns, Jugendliche vor ihren ersten sexuellen Erfahrungen über die Gefahren der Erkrankung aufzuklären und von einer Impfung zu überzeugen“, erläutert Bade. Unterstützung erhält der Mediziner von der Biologielehrerin Dr. Edda Honnens und dem Schulleiter des Wilhelmsgymnasiums, Dr. Jürgen Ziegler. In einem Pilotprojekt beteiligen sich alle neunten und zehnten Klassen des Gymnasiums an dem Hepatitis B Impfwettbewerb. Bei diesem wetteifern insgesamt neun Klassen um die meisten Neuimpfungen im Zeitraum von November bis Mai 2007. Als Siegprämie winken der Klassenkasse 500 Euro, die zweit- und drittplazierten Klassen erhalten 400 beziehungsweise 300 Euro. „Wir erwarten, dass sich nach diesem Pilotprojekt weitere Schulen zu ähnlichen Impfprojekten entschließen“, gibt sich Bade zuversichtlich.
Bei der Hepatitis B handelt es sich um eine Leberentzündung, die das Hepatitis B Virus auslöst. Im Erwachsenenalter gehen zehn Prozent der Erkrankungen in eine chronische Infektion über. Neugeborene erleiden sogar zu 90 Prozent einen chronischen Verlauf. Als Folge können Leberzirrhose und Leberkarzinome auftreten. So müssen chronisch Kranke zeitlebens Medikamente einnehmen, um die Erkrankung in Schach zu halten. Wegen der guten Verträglichkeit des Impfstoffs empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch Instituts daher seit 1995 eine generelle Schutzimpfung gegen Hapatitis B im Säuglings- und Kindesalter. Mit einer Impfquote von 86 Prozent bei Kindern der ersten Klasse zeigen sich erste Erfolge. Anders bei Jugendlichen auf weiterführenden Schulen: „Bei ihnen bestehen noch Lücken im Impfschutz“, warnt Bade. Seit Jahren engagiert sich der Gastroenterologe aus Kassel für mehr Aufmerksamkeit gegenüber Hepatitis B und für einen stärkeren Impfschutz. Als Spezialist für Magen-, Darm- und Lebererkrankungen kennt Bade den Leidensweg von Patienten mit chronischer Hepatitis aus seiner täglichen Praxis. Dabei verhindert eine einfache Impfung die lebenslange Erkrankung.
Dr. med. Ralf Bade
Arzt für Innere Medizin – Gastroenterologe
Leipziger Straße 193
34123 Kassel
Telefon: 0561 / 5854 770











