(openPR) Mit „Closed Online Communities“ hat die TMG München gemeinsam mit dem Automobilhersteller Webasto ein neues Tool entwickelt, das erstmals die gesteuerte Einbindung von „Lead-Usern“ über das Internet ermöglicht. Getestet wird das Konzept derzeit beim Sensorenhersteller Balluff.
München, 01. Dezember 2006: Es klingt so einfach: Die Endkonsumenten in den Innovationsprozess einbinden und somit die Anzahl der Produkte reduzieren, die sich als „Verkaufsflops“ herausstellen. Bisher haben es allerdings nur wenige Unternehmen geschafft, diesen logischen Zusammenhang auch in die Tat umzusetzen. Dies liegt vor allem an der enorm hohen Komplexität eines solchen Projekts. Wie sollen Millionen von globalen Lead Usern und deren Vorschläge transparent abgebildet werden? Wie können die Ideen ausgewertet und priorisiert werden? Mit den „Closed Online Communities“ wird dies nun möglich: Das Management kann die Anregungen von Externen sammeln und übersichtlich darstellen. Und zwar ohne dass der Wettbewerb auf diese hochsensiblen und brandaktuellen Daten zugreifen kann. So haben die Entscheider eine hervorragende Basis für die Entwicklung neuer Produkte.
Erstmalig wurde das sogennannte „Lead User Konzept beim Automobilhersteller Webasto im Frühjahr dieses Jahres, in Kooperation mit der TMG München, über das Internet umgesetzt. Ziel war es, den chinesischen Markt besser kennen zu lernen, mit passgenauen Produkten zu versorgen und so Wettbewerbsvorteile auszuschöpfen. Die „Closed Online Communities“ gehen dabei noch einen Schritt weiter: Während die Lead User bisher freien Zugang zur webbasierten Plattform haben, wird der Zugang nun limitiert: Vertreter aus der Wissenschaft, Entwickler, aber auch engagierte Endverbraucher werden eingeladen und erhalten die Zugangsdaten. Der Vorteil: Die Ideen sind vor dem Wettbewerb geschützt. Außerdem ist die Klientel genau bekannt und kann so zielgruppengerecht angesprochen werden.
„Webasto ist seit Jahren führend in der Einbindung von Lead Usern in den Innovationsprozess. Die Expansion nach China stellte uns vor völlig neue Herausforderungen: Bisher wurden die Endkonsumenten zu Workshops eingeladen, dies war hier nicht mehr möglich. Die Technologie der TMG München erlaubt uns, das Konzept digital umzusetzen, so dass Entfernungen keine Rolle mehr spielen. Eine Steuerung der Plattform ist dabei von hoher Priorität. Ansonsten besteht die Gefahr, dass neue Erkenntnisse dem Wettbewerb in die Hände fallen und die Konkurrenz eine Idee schneller umsetzt. Außerdem kennt man die User nicht und hat dadurch große Streuverluste bei der Ansprache“, erläutert Alexander Lang, Leiter Strategisches Marketing bei Webasto.
Basis der neuartigen Technologie ist die Knowledge Factory der TMG München. Die vom MIT testierte Basisinnovation unterstützt die Zusammenarbeit in komplexen, verteilten Systemen und bietet umfassende Funktionalitäten, um die vorgestellten Innovationen zu beurteilen, zu analysieren und zur Marktreife zu entwickeln.
Eingesetzt wird das Tool derzeit bei Balluff, einem weltweit führenden Hersteller von Sensortechnik. Das Stuttgarter Unternehmen arbeitet seit einiger Zeit mit der TMG München zusammen und hat sich für ein zusätzliches Feature entschieden: In „Closed Online Communities“ sollen die eigenen Mitarbeiter gemeinsam an neuen Produkt- und Geschäftsideen arbeiten. Über alle Hierarchie- und Ländergrenzen hinweg. So können Synergieeffekte genutzt und Umsatzpotenziale durch den qualifizierten Wissenstransfer schnell realisiert werden. „Die „Closed Online Communities“ ermöglichen uns erstmals eine einheitliche Sicht von Vertrieb, Marketing und Produktmanagement auf die globale Kunden- und Marktstruktur. Durch die Lösung der TMG München können unsere weltweit tätigen Mitarbeiter ihr Wissen austauschen. So profitieren die Abteilungen gegenseitig voneinander. Mit dem Ergebnis, dass wir unsere globale Geschäftsentwicklung weiter vorantreiben und dies nicht „top-down“, sondern „bottom-up“, beschreibt Thomas Richter, Leiter Global Business Development, den Mehrwert der TMG-Lösung. „Die Closed Online Communities sind ein weiteres Differenzierungsmerkmal der internetbasierten Knowledge Factory im Vergleich zu SAP oder CRM-Systemen. Das Feature lässt sich vergleichsweise einfach in bestehende IT-Infrastrukturen einbinden und bietet den Anwendern größtmöglichen Nutzen. Das Management kann zu jeder Zeit und von jedem Ort auf die gewünschten Informationen zugreifen“, erläutert Dr. Paul Gromball, Geschäftsführer der TMG München, die Vorteile des Tools. Die Planung und Konzeption der Closed Online Communities bei Balluff ist abgeschlossen. Das Tool wird voraussichtlich Anfang Dezember live gehen.
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