(openPR) Stundenlange Recherchen für eine einzige Information – ein häufiges Problem bei der Suche nach osteuropäischen Wirtschafts-, Markt- und Brancheninformationen, wie eine Anfang des Jahres von der Informationsagentur Mittel- und Osteuropa durchgeführte Studie zur Nutzung des Internets als Informationsquelle ergeben hat. Ziel der Studie war, die Nutzungsstrukturen und -bedürfnisse der deutschen Unternehmen bei der Recherche nach Wirtschaftsinformationen im Internet aufzuzeigen, die für die Planung und Führung von Geschäftskontakten mit Osteuropa nötig sind.
In Kooperation mit dem Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn führte die Informationsagentur Mittel- und Osteuropa GmbH (imoe>) eine anonyme Online-Befragung mit 603 Unternehmen durch. Untersucht wurden das Suchverhalten, der Informationsbedarf und die Zufriedenheit der Unternehmen sowie Kosten-Nutzen-Verhältnis der Internetrecherche.
Zweifelsohne ist die Nutzung des Internets als Informationsquelle für Außenwirtschaftsinformationen zu Mittel- und Osteuropa aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Die beachtliche Rücklaufquote und die vielen Rückmeldungen und Nachfragen der befragten Unternehmen zeigen einerseits den hohen Stellenwert des Internets als Informationsbasis, andererseits weisen sie jedoch auf die erheblichen Unzulänglichkeiten und Schwächen dieser Informationsquelle hin. Das Internet ermöglicht die unterschiedlichsten Nutzungsformen und -gewohnheiten – das Ergebnisspektrum dieser Studie ist dementsprechend breit gefächert. So mannigfaltig die Nutzungsprofile und die einzelnen Bewertungen der befragten Untenehmen ausfallen, kristallisiert sich doch eine Gemeinsamkeit heraus: In Qualität und Zugänglichkeit entspricht das Internet nicht ausreichend den Bedürfnissen der Unternehmen. Fast alle sind mit ihren Rechercheergebnissen unzufrieden. Insbesondere wird die schlechte Auffindbarkeit der Quellen wie auch der damit verbundene hohe Zeit- und Kostenaufwand bemängelt.
Hauptergebnisse der Umfrage: 18 Mal im Monat recherchieren die befragten Unternehmen durchschnittlich im Internet nach Informationen zu Mittel- und Osteuropa und benötigen dafür im Schnitt 30 Minuten. Über 50 Prozent können auch nach längerer Recherchezeit nicht alle gesuchten Informationen finden, 27 Prozent erst nach langer Recherche. Die Firmen kritisieren vor allem die Auffindbarkeit von Investitionsbedingungen, rechtlichen Informationen sowie betriebswirtschaftlichen Informationen zu Kooperationspartnern und Marktforschungsergebnissen. Das Kosten-Nutzenverhältnis bei Internetrecherchen wird von über der Hälfte der befragten Unternehmen als mittelmäßig oder schlecht empfunden.
Die 22-seitige Kurzversion der Studie kann unter www.imoe.de/presseinformationen.html heruntergeladen werden.








