(openPR) Wie spannend ist die PRHL Saison 2020?
Diese Frage ist mit einem Blick auf die Tabelle der PRO Division sehr leicht zu beantworten:
Vor dem letzten Spieltag kann immer noch jeder Meister werden.
Den ersten und den vierten Platz trennt genau 1 Punkt. Wir haben die Regelbücher einmal aufgeschlagen und geschaut, welche Konstellationen welche Auswirkungen auf die Tabelle haben. Aber zunächst einmal die Situation vor dem letzten Spieltag am Freitag bzw. Samstag: Kaufungen grüßt mit 8 Punkten von der Tabellenspitze, dicht gefolgt von Baunatal, die zwar ebenfalls 8 Punkte haben, allerdings durch den direkten Vergleich das Nachsehen haben. Ähnlich sieht es auf den folgenden Plätzen aus. Uedesheim mit 7 Zählern vor Mannheim, die ebenfalls 7 Punkte haben, allerdings greift auch hier der direkte Vergleich, den die Neusser mit 2 Siegen gegen den direkten Konkurrenten für sich entscheiden kann.
Aber was hat das jetzt alles mit dem Endergebnis zu tun und wieso wäre Uedesheim bei einem Punktegleichstand von allen vier Teams Meister?
Hierfür muss man tief in den Regularien der Liga kramen. Bei Punktegleichstand gilt normalerweise der direkte Vergleich, da wir in unserem Szenario allerdings vier Teams haben, die alle gegeneinander gewonnen haben, muss man eine Ebene weiter gehen. Hier zählt dann die effektive Anzahl von Siegen vor dem Torverhältnis. An dieser Stelle wäre dann, vorausgesetzt Uedesheim gewinnt nach Penaltyschießen oder Verlängerung gegen Kaufungen und Mannheim gewinnt ebenso gegen Baunatal, die Situation so, dass Uedesheim mit einem regulären Sieg und drei OT Wins an Platz 1 und damit Meister wäre. Auf Platz 2 folgt Mannheim, da die Quadrats, genau wie die Hornets drei Siege haben. Hier würde wieder der direkte Vergleich zählen, den die Quadratestädter mit zwei Siegen für sich entscheiden würden. Der Undankbare vierte Platz würde dann für die Pinguine aus Baunatal reserviert sein.
Wie sehen die anderen Szenarien aus?
Grundsätzlich kann noch jedes Team Meister werden, wobei Kaufungen die besten Chancen hat. Sollten Kaufungen und Baunatal jeweils drei Punkte holen, würde Kaufungen den direkten Vergleich gegen Baunatal gewinnen. Ähnlich sieht es bei OT-Siegen durch beide Teams aus. Sollte nur eines der beiden Teams das eigene Spiel für sich entscheiden können ist die Entscheidung natürlich auch klar. Spannender wird es bei Siegen der Neusser oder Mannheimer. Gewinnt Uedesheim glatt mit drei Punkten gegen die Hornets dürften die Pinguine nur maximal einen Punkt gegen Mannheim holen, ansonsten würde der direkte Vergleich zwischen den Renegades und den Pinguinen zugunsten der Pinguine ausfallen. Gewinnt Mannheim allerdings in OT oder regulär wäre Uedesheim am Ende der Glückliche Sieger.
Am Ende Tabellenschlusslicht Mannheim der Meister?
Auch dieses Szenario ist möglich und nicht unrealistisch. Bleiben sowohl Mannheim als auch Kaufungen zuhause Sieger würde Mannheim den direkten Vergleich gegen Kaufungen gewinnen und dürfte den Pokal in die Höhe recken. Voraussetzung ist allerdings, dass Kaufungen nur nach Overtime oder Penaltyschießen gewinnt.
Fasst man das ganze jetzt zusammen ergeben sich folgende Szenarien:
Kaufungen holt 3 Punkte -> Kaufungen Meister
Baunatal holt 3 Punkte und Kaufungen höchstens 2-> Baunatal Meister
Kaufungen holt 2 Punkte und Mannheim 3 Punkte ->Mannheim Meister
Mannheim holt 3 Punkte und Kaufungen und Uedesheim 2 bzw. 1 Punkte -> Mannheim Meister
Uedesheim holt 3 Punkte und Mannheim 2 Punkte -> Uedesheim Meister
Uedesheim holt 2 Punkte und Mannheim 2 Punkte -> Uedesheim Meister
Das Fazit ist also:
Ein spannenderes Saisonfinale hätten wir uns nicht erträumen können. Jeder hat bewiesen, dass er jeden schlagen kann und die Spannung ist fast nicht mehr auszuhalten. Jedes Team möchte am Ende die Premierensaison gewinnen und einen klaren Favoriten gibt es nicht.
Es wird sich also erst Freitag bzw. Samstagabend zeigen, wer die Nase vorn hat im Rennen um den Titel. Die PRHL ist also die spannendste Inlinehockeyliga in Deutschland und eine der spannendsten Sportligen.


















