(openPR) Rund 16 Stunden Programm zum Thema agile Personalarbeit, 22 Vorträge, mehr als 20 interaktive Sessions und 40 Impulsgebende: Das Beratungskollektiv HR Pioneers hat seine Agile HR Conference aufgrund von COVID-19 am 30. September/1. Oktober 2020 erstmals digital durchgeführt - und gezeigt, dass sich ein lebendiges, von Austausch geprägtes Konferenz-Format nahezu 1:1 in die Online-Welt übertragen lässt. Mit begeistertem Anklang.
Um mit ihrer Agile HR Conference trotz des Online-Formats für die Teilnehmenden möglichst nah am bewährten Event zu bleiben, haben die HR Pioneers auf hybrid gesetzt: Einige wenige Sessions ausgenommen, fand das Programm wie die Jahre zuvor in den Kölner Balloni-Hallen statt, die Besucher schalteten sich online hinzu. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, und die Konferenz in der jetzigen Form zu planen war ein riesiger Kraftakt. Doch die Gesundheit aller Beteiligten stand für uns im Mittelpunkt", so André Häusling, Gründer und Geschäftsführer der HR Pioneers. Zugleich wollte man einen möglichst hohen Nutzen für die Teilnehmenden erzielen. "Wenn ich mir das Feedback der Teilnehmenden und Impulsgebenden anschaue, haben wir dieses Ziel erreicht", freut sich Häusling. Etliche betonten den regen Austausch auf der Konferenz - sei es bei den Vorträgen, bei denen die Chat-Funktion stark genutzt wurde, bei sich anschließenden Fragerunden mit den Speakerinnen und Speakern oder in den Fokusrunden, in denen sich Kleingruppen zu bestimmten Themen austauschen
konnten. Netzwerken war zudem mittels Video-Calls und durch das "Networking-Roulette" möglich, wo Teilnehmende andere Teilnehmende treffen konnten.
Impulse für die Netzwerkorganisation und Gemeinwohl-Ökonomie
Auch inhaltlich stand das Thema Netzwerken mit im Vordergrund. HR ist unter anderem gefordert, die informellen Netzwerke im Unternehmen sichtbar zu machen, um Agilität und Selbstorganisation der Mitarbeitenden managen zu können, betonte André Häusling in seinem Vortrag. Doch die Struktur im Unternehmen ist nur die eine Sache. Auf dem Weg zu einer Netzwerkorganisation ist vor allem die Kultur im Unternehmen der Treiber. Diese Erfahrung gab Lars Bohlmann von der Hettich Management Service GmbH weiter. Impulsvorträge wie seiner, die zeigen, dass (bislang noch) außergewöhnliche
Unternehmensmodelle sich als zukunftsfähig erweisen und durchaus funktionieren, sorgten für ungewöhnlich viel positive Resonanz im Chat. So insbesondere auch die Ausführungen von Stefan Maier von der Prior1 GmbH. Er hat in seinem Unternehmen Wirtschaft, Unternehmertum und Nachhaltigkeit zur Gemeinwohl-Ökonomie zusammengeführt. Statt hoher Gewinne stehen die Menschenwürde und Werte wie Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung im Vordergrund.
Achtsamkeit als Schlüssel für Agilität
Neben dem inhaltlichen Input luden die HR Pioneers immer wieder zu Aktivierungsübungen sowie zum Innezuhalten ein. "Gerade bei einer Online-Veranstaltung ist es wichtig, Anspannungen zwischendurch abzuschütteln", sagt Daniela Wendling, Agile Transformation Managerin der HR Pioneers, die mit durch die Konferenz geführt hat. Vor allem aber zeige sich auch immer mehr, wie wichtig das Thema Achtsamkeit für die Agilität sei. Die Begründung lieferte Dr. Martina Dopfer, Gründerin von mynd:way und Vorreiterin in der Verknüpfung von Digitaler Innovation, Entrepreneurship und Achtsamkeit: "Achtsamkeit schafft Beweglichkeit im Kopf und steigert erwiesenermaßen auch eine Offenheit für Neues", stellte sie in ihrem Impulsvortrag klar und spannte damit den Bogen zum Motto der Veranstaltung "#DeinMomentum". Und: Die aktuelle Situation mit Corona betreffend, ist Achtsamkeit einmal mehr gefragt. Das machte der Arbeitspsychologe Dr. Frank Berzbach im Talk - einem neuen Format auf der Konferenz - deutlich. Seine Botschaft: "Wir müssen Revue passieren lassen, was mit uns passiert, und daraus für die Zukunft lernen."










