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Frankfurt UAS besetzt als eine der ersten Hochschulen die Stiftungsprofessur für Radverkehr

28.09.202012:51 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Frankfurt UAS besetzt als eine der ersten Hochschulen die Stiftungsprofessur für Radverkehr
Prof. Dr. Dennis Knese ist der neue Radprof(i) der Frankfurt UAS. © Frankfurt UAS/Friederike Mannig
Prof. Dr. Dennis Knese ist der neue Radprof(i) der Frankfurt UAS. © Frankfurt UAS/Friederike Mannig

(openPR) Prof. Dr. Dennis Knese startet im Wintersemester/ Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert Professur mit 400.000 Euro jährlich

Als eine der ersten von insgesamt sieben deutschen Hochschulen besetzt die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) die Stiftungsprofessur Radverkehr. Prof. Dr.-Ing. Dennis Knese nahm den Ruf an und wird zum 1. Januar 2021 starten, sodass er noch im Wintersemester 2020/2021 die Lehre aufnehmen kann. Der 35-jährige Frankfurter ist Experte im Bereich nachhaltige Mobilität und war zuletzt in der Politikberatung bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig. Gefördert wird die Professur mit 400.000 Euro jährlich vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Deutschland bekommt neue Radverkehrsexperten. Ab dem Wintersemester geht es los: Unter der Leitung von Dennis Knese erlernen und erforschen die Studierenden in Frankfurt Radverkehrs-Konzepte. Ihr Know-how können die Absolventen dann in der Praxis einsetzen, um zum Beispiel gute Radwege zu planen oder Innovationen für die Radlogistik auf den Weg zu bringen.“

Knese sieht in dem dynamischen Feld der nachhaltigen Mobilität eine hohe Relevanz für die Gesellschaft: „Ich freue mich sehr darauf, weiterhin auf diesem Gebiet lehren und forschen zu können und einen eigenen Schwerpunkt Radverkehr zu entwickeln.“ Der hochdynamische und innovative Standort Frankfurt/Rhein-Main sei hierfür ideal und die Region verfüge über starke Partner in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Die Frankfurt UAS biete dafür mit dem Research Lab for Urban Transport (ReLUT) bereits eine breite Expertise und gute Strukturen. Neben dem Radverkehr wird er auch Mikromobilität, alternative Antriebe und Kraftstoffe, Digitalisierung im Verkehr sowie weitere Zukunftsthemen der Mobilität vorantreiben. In der Lehre möchte er noch mehr Studierende für einen beruflichen Werdegang im Bereich nachhaltige Mobilität begeistern. Dies soll durch Praxisnähe, Interaktion, innovative Lehrmethoden und die Einbindung in Forschungsprojekte gelingen. „Ich werde Lehre, praxisnahe Forschung und Anwendung stark miteinander verknüpfen. Dabei ist die Interdisziplinarität fachbereichs- und hochschulübergreifend von großer Bedeutung. Ingenieurs-, wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Perspektiven zu vereinen, ist für eine nachhaltige Verkehrs- und Stadtentwicklung entscheidend.“

„Mit Dennis Knese konnten wir einen ausgewiesenen Experten für unsere neue Stiftungsprofessur gewinnen, der das Thema Radverkehr und die nachhaltige Mobilität entscheidend voranbringen und unsere bereits vorhandene Expertise im hochschuleigenen Research Lab for Urban Transport gewinnbringend ergänzen wird“, freut sich Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Professor für Logistik und Produktionsmanagement und Dekan des Fachbereichs Wirtschaft und Recht der Frankfurt UAS, auf die Zusammenarbeit. Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer, Professorin für Verkehrsplanung an der Frankfurt UAS, ergänzt: „Wir freuen uns, den Kollegen, der bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an unserem Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik tätig war, für unsere Hochschule zurückgewonnen zu haben.“

Durch die Stiftungsprofessur kann die Lehre im Bereich des Radverkehrs an der Frankfurt UAS stark ausgebaut werden. Das gilt beispielsweise für die grundständige Lehre in den Bachelor- und Master-Studiengängen, darunter der neue Master-Studiengang „Nachhaltige Mobilität“, der einen Abschluss mit dem Schwerpunkt Radverkehr ermöglicht. Zudem wird die Professur in das Modul „Interdisziplinäres Studium Generale“ integriert, sodass alle Bachelor-Studierenden der Frankfurt UAS davon profitieren. Außerdem soll das Weiterbildungsportfolio durch Module zum Radverkehr erweitert werden. Die Professur ergänzt damit optimal die Gesamtstrategie der Frankfurt UAS und des Landes Hessen. In Sachen Forschung soll Knese auf EU-, Bundes- und Länderebene mit dem bereits existierenden interdisziplinären Forschungsnetzwerk der Frankfurt UAS zusammenarbeiten. Die Stiftungsprofessur wird dabei in das ReLUT eingebunden, welches an den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik sowie Wirtschaft und Recht angesiedelt ist, und sie fungiert als Kontakt für alle Belange des Radverkehrs. Der Schwerpunkt der Tätigkeit soll im Rhein-Main-Gebiet liegen, aber bis ins europäische und weitere Ausland reichen. Knese wird als Querschnitts-Professor in den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik sowie Wirtschaft und Recht angesiedelt. In diesem interdisziplinären Feld zwischen Mobilität und Logistik gibt es für die koordinierte Forschung neben dem ReLUT auch die Fachgruppe Neue Mobilität. Im forschungsstarken Bereich der Mobilität und Logistik hat die Frankfurt UAS zudem ein Promotionszentrum unter ihrer Federführung gegründet, um das eigenständige Promotionsrecht voranzutreiben. Die Anschlussfinanzierung der Frankfurter Stiftungsprofessur ist auch gesichert: Die beiden Fachbereiche stellen zu je 50 Prozent die Mittel für die unbefristete Finanzierung der Professur.

Radverkehr hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Um diesen positiven Trend zu unterstützen und bestehende Herausforderungen zu bewältigen, hat das Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Stiftungsprofessuren mit dem Schwerpunkt Radverkehr an insgesamt sieben Hochschulen vergeben. Hierdurch werden Forschung und Lehre zu unterschiedlichen Bereichen des Themas Radverkehr gestärkt. Um der Vielfalt und Breite der mit dem Radverkehr verbundenen Herausforderungen gerecht werden zu können, wurden die BMVI-Stiftungsprofessuren mit unterschiedlichen Schwerpunkten vergeben. An der Frankfurt UAS sind dies Verkehrsplanung und Logistik. Die sich hieraus ergebenden Potenziale lassen sich durch einen engen Austausch zwischen den Hochschulen bestmöglich ausschöpfen und das Bewusstsein für unterschiedliche Perspektiven auf das interdisziplinäre Feld Radverkehr kann so geschärft werden.

Zur Person Dennis Knese:
Seit 2016 ist Knese als Berater für nachhaltige Mobilität bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Eschborn tätig. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der Frankfurt UAS war er von 2010 bis 2016 an zahlreichen Forschungsprojekten in den Bereichen Elektromobilität, Stadt- und Verkehrsplanung beteiligt. Bis vor kurzem unterstützte er die Hochschule als Lehrbeauftragter. Die Promotion in den Ingenieurwissenschaften erfolgte 2018 an der Universität Kassel am Institut für Verkehrsplanung und Verkehrssysteme des Fachbereichs Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen. Das Thema der Dissertation lautete „Integration der Elektromobilität in die Stadtplanung und Straßenraumgestaltung – Lösungsansätze für Strategien, Konzepte und Maßnahmen“. Nach dem Bachelor of Arts im Fach Geografie an der Universität Bremen mit der Bachelor-Thesis „Probleme der ÖPNV-Angebotsplanung im ländlichen Raum angesichts zu erwartender Nachfrageänderungen“ folgte das Master-Studium an der damaligen Fachhochschule Wiesbaden im Studiengang „Umweltmanagement und Infrastrukturplanung in Ballungsräumen“. Die Master-Thesis befasste sich mit „Auswirkungen des zunehmenden Anteils von Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb auf Stadtplanung, Verkehrsinfrastruktur und Umwelt“. Internationale Erfahrung sammelte Knese durch zahlreiche Auslandseinsätze bei der GIZ, als Forschungsmitarbeiter der Vancouver Economic Development Commission in Kanada sowie durch ein Auslandssemester im Master-Studiengang „Transport Planning“ an der Cardiff University in Wales.

Über die Stiftungsprofessur Radverkehr:
Erstmals fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) an sieben Hochschulen Professuren für den Radverkehr. Ziel ist es, die Interessen von Radfahrerinnen und Radfahrern in einem nachhaltigen Mobilitätsmix angemessen zu berücksichtigen – von der Infrastrukturplanung über Mobilitätsmanagement bis zur fahrradfreundlichen Gesetzgebung. Die Hochschulen werden mit einem jährlichen Höchstbetrag bis zu 400.000 Euro je Professur gefördert. Außer der Frankfurt University of Applied Sciences erhielten auch eine Förderung die Bergische Universität Wuppertal, die Hochschule RheinMain in Wiesbaden, die Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel, die Technische Hochschule Wildau, die Universität Kassel sowie die Hochschule Karlsruhe.

Zum Research Lab for Urban Transport (ReLUT):
Im Research Lab for Urban Transport (ReLUT) der Frankfurt University of Applied Sciences forscht ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaft und Praxis zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Verkehrs im städtischen Raum. Beispielsweise werden hier Forschungsprojekte zur letzten Meile des Wirtschaftsverkehrs, zum Personenverkehr sowie große Datenanalysen durchgeführt.

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Research Lab for Urban Transport (ReLUT), Prof. Dr. Petra K. Schäfer, Telefon: +49 69 1533-2797, E-Mail: E-Mail; Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke Telefon: +49 69 153-3870, E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen zum ReLUT unter www.frankfurt-university.de/relut und zur Fachgruppe Neue Mobilität unter www.frankfurt-university.de/verkehr. Mehr zu den Stiftungsprofessuren Radverkehr unter https://zukunft-radverkehr.bmvi.de.

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