(openPR) „Das Leben nach draußen verlagern - Grüne Installation“
Eröffnung durch Schirmfrau Katharina Fegebank
Eine Installation anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des PIA Netzwerk e.V. Planerinnen Ingenieurinnen Architektinnen, während der Klimawoche 2020 als Beitrag zur Initiative „Auf die Plätze!“
Als Gleichstellungssenatorin und Schirmfrau des PIA 20³-Jubiläums eröffnet Katharina Fegebank das aktuelle Projekt des Netzwerkes: eine grüne Installation, die Lichtinszenierungen, weibliche Grüns-kulpturen, Moossitzplätze und Fassadengrün in der historischen Kulisse der Katharinenkirche umfasst.
„Ausschlaggebend für unser Engagement war unser 20-jähriges Jubiläum in diesem Jahr, sowie das Angebot der Initiative ‚Auf die Plätze!‘ sich kirchlicher Außenflächen anzunehmen und eine Kooperation mit der Hauptkirche St. Katharinen im Rahmen der Klimawoche einzugehen“, so Bettina Duwentäster, Vorstand PIA Netzwerk e.V.
Vorausgegangen war das Projekt der drei Hauptkirchen St. Petri, St. Jacobi und St. Katharinen, die Potentiale kirchlicher Orte zu nutzen, „um die Stadt als Ort für Begegnung, menschliches Miteinan-der und Identifikationsraum zu stärken und neu zu beleben. Kirchengebäude können Bauten mit offenen Räumen sein, wo sich Menschen treffen und unterhalten können, ohne kommerziellen Druck“, erläutert Frank Engelbrecht, Pastor St. Katharinen.
Sinnbildlich stehen die grünen Installationen für mögliche Lösungsansätze zukünftiger Plätze in der Stadt. Dazu regen wir an, diese Plätze zu finden und sich bewusst zu machen, kreative Planungsideen zu entwickeln und die Stadt, das Umfeld der Katharinenkirche, zu einem lebendigen und attraktiven Ort zu gestalten.
„Wir gewinnen öffentlichen Raum, in dem wir dessen Potentiale erkennen und gemeinsam unsere Zukunft gestalten“, führt Isa Kemper (Vorstand PIA) aus. Sie präsentiert die grüne Installation, die sich in die historische Kulisse der Katharinenkirche mit ihrem kopfsteingepflasterten Kirchhof und schattenspendenden Platanen einfügt. Sie umfasst Lichtinszenierungen, Moos-Sitzplätze und Fassadengrün umfasst, die durch Sponsoren unterstützt wurde:
Zwei weibliche Figuren unterhalten sich, tauschen sich aus. Planen und entwerfen mit weiblicher Sichtweise auf unsere Stadt. „Wir meinen, dass nur eine Gesellschaft mit männlichen und weiblichen Aspekten in einem ausgewogenen Verhältnis nachhaltig und stark sein kann und respektvoll mit den Menschen umgeht. Die gebaute Umgebung wirkt in ihren Farbtönen, mit Licht und Schatten, mit Form und Oberflächen auf die Menschen und ihre Verhaltensweisen ein und bewegt unsere Gesellschaft und unser Miteinander“ (Heidi Fletcher, Hochbauarchitektin).
Wir wollen mit unserer Installation die Sichtbarkeit von Frauen und die weiblichen Ansätze in der Baubranche stärken und arbeiten ehrenamtlich für diesen Zweck.
Von Seiten der Kirche „verbindet die Installation gleich mehrere Themen, für die wir als Kirche und Gemeinde stehen wollen: Die Möglichkeit zur Gemeinschaft und der Begegnung – auch auf Abstand -, die Verbundenheit mit Gottes Schöpfung durch das weiche schöne Moos und die Sichtbarkeit von Frauen in Kirche und Gesellschaft. Die zwei PIA-Frauen und unsere Namenspatronin, die heilige Katharina, verkörpern die Energie, die von Frauen ausgeht“ führt Ulrike Murmann aus, Pröpstin im Kirchenkreis Hamburg-Ost und Hauptpastorin St. Kathrinen. „Kunst und Design können dabei häufig mehr ausdrücken als viele Worte. Sie faszinieren und inspirieren, sie lenken die Aufmerksamkeit auf diesen besonderen schönen Eingang unserer Kirche direkt gegenüber der Hamburger Speicherstadt. Denn auch unsere Kirche trägt Grün in diesen Tagen.“
Andererseits bilden die beiden Figuren einen Schall- und Sichtschutz, bei dem die Gestaltung im Vordergrund steht. Erst auf den zweiten Blick wird ihre Funktion sichtbar. Moos überzieht die Grünskulpturen wie ein grünes Kleid. Moos: Ein natürlicher Katalysator für die Umwelt, luftreinigend, lärmabsorbierend und klimatisierend. Das hier zweckentfremdet verwendet wurde und eigentlich als neues ‚anregendes‘ Material für Dachbegrünungen entwickelt wurde.
Grüne Moos-Banner rahmen das Südportal der Kirche und „geben einen Hinweis auf die neuen Möglichkeiten, sowohl im Innenraum als auch im Außenraum Verwendung zu finden und innen und außen miteinander zu verbinden“ (Anja Ahlers, Innenarchitektin).
Damit nehmen wir hoch aktuell das Programm „An die Wände – Fertig – Grün!“ der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Umwelt und Energie auf, das für dieses Jahr aufgelegt wurde.
In Grün getauchte Sitzmöbel aus Holz, bringen mehr Grün und natürliche Materialien in die Stadt und wirken farblich, in der Material-Ausstrahlung und in ihrer Vielfalt gegen die harte Ansicht der gebauten Stadt. Grün inspirierte Bänke laden zum Verweilen ein.
Die Art des Stadtlebens wird von Faktoren, wie z.B. einem geschützten und angenehmen Aufenthalt bestimmt, wozu eine geeignete und optisch ansprechende Möblierung beiträgt.
„Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen die Installation wahrnehmen – und vom Grün des Platzes angeregt werden. Grün ist die Farbe der Hoffnung und dieser Ort ein gemeinsamer Beitrag für eine hoffnungsvolle Zukunft. Nehmen Sie gerne Platz!“ Mit diesen Worten lädt Ulrike Murmann ein, die Sitzgelegenheiten auszuprobieren.
Wenn wir gute Bedingungen und Ruhepausen an attraktiven Orten für Fußgänger einplanen, kommen die Bewohner und Besucher dieser Stadt in den Genuss eines abwechslungsreichen Stadtlebens. „Wir nehmen das vorhandene Grün als beruhigenden und entspannenden Aspekt auf, entwickeln es weiter und geben dem Gemeinwohl grüne Impulse für zukünftige Wohlfühlflächen und lebendige Stadträume, die sich entlang der Grünverbindung am Katharinenweg reihen; der Verbindung zwischen Innenstadt – Speicherstadt und HafenCity“ (Christine Vogt, Landschaftsarchitektin).
Die Lichtinstallationen werfen ein Licht auf den Verbindungsweg und lassen das Blätterdach der mächtigen Bäume erstrahlen. „Auch am Tag werden dunkle Ecken angenehm durch das indirekte Licht erhellt und laden zum Verweilen ein, und sei es, um einen Augenblick Atmen zu holen“ (Andrea Meisinger, Lichtplanerin).
Für die Klimawoche wurde der Fokus ganz bewusst auf das „grüne Licht“ gelegt, da Grün die Farbe der natürlichen Landschaft, der Hoffnung und Geborgenheit symbolisiert. Grün wirkt harmonisierend. Im kühlen Grünschatten der Bäume werden wir gelassener und erholen uns weitreichender, als im blauschwarzen Gebäudeschatten.
Die Baumbeleuchtung wird in der Nacht ausgeschaltet, um in der Nachtphase die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Nur der Kirchturm erstrahlt in grünem Licht und stellt so den allabendlichen Höhepunkt dar.
Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig öffentliche Räume und Grünflächen in der Stadt sind. Um das Leben auch nach draußen verlagern zu können, müssen wir an der Qualität dieser Räume arbeiten!
Mit freundlichen Grüßen
Christine Vogt und Anja Ahlers,
Team PIA Präsenz-PR und Team PIA 20³ Jubiläum
Alle Infos: www.pia-net.de
Vorstand PIA Netzwerk e.V.: Bettina Duwentäster (Raumgestalterin, Dipl. Farbdesignerin),
Isa Kemper (Innenarchitektin)
Team PIA 20³ Jubiläum: Anja Ahlers (Innenarchitektin), Andrea Blötz (Hochbauarchitektin), Heidi Fletcher (Hochbauarchitektin), Ina Möller (Hochbauarchitektin), Andrea Meisinger (Lichtplanerin), Barbara Nestler (Designerin), Christine Vogt (Landschaftsarchitektin)
PIA Netzwerk e.V.:
Geschäftsstelle PIA Netzwerk e.V. Planerinnen, Ingenieurinnen, Architektinnen
Furtweg 15, 22523 Hamburg, Telefon 040 - 696 33 699, E-Mail:













