(openPR) Ob Putzmittel, Hundefutter oder Plastikboxen: Firmen, die ihre Waren direkt an den Kunden verkaufen, haben ihre Geschäftserwartungen in Coronazeiten drastisch heruntergeschraubt. Eine Branche zeigt sich jedoch als besonders robust.
Nullwachstum wäre noch ein «respektables Ergebnis» gewesen. Grund sind die strengen Verkaufsbeschränkungen in Corona-Zeiten - die klassische Produktvorführung mit einem Verkäufer und Freunden daheim war von März bis Juni de facto nicht möglich. Seither kommen Verkäufer unter Einhaltung von Hygienevorschriften wieder zum Kunden - wenn auch nur zögerlich.
Eine Branche im Direktvertrieb widersetzt sich jedoch dem starken Abwärtstrend. Sollten sich die Prognosen diverser Energieunternehmen bestätigen, käme die seit Jahren auf Wachstumspfad befindliche Branche „Energievertrieb“ mit mehr als nur einem blauen Auge davon. Noch im Mai hatten Verbände mit Vertriebs-Umsatzeinbußen im zweistelligen Prozentbereich für 2020 im Vergleich zu 2019 gerechnet. Inzwischen haben diverse Energieunternehmen ihre bisherigen Prognosen jedoch nachgebessert - Ein Grund ist der höhere Verbrauch weil sich viele Kunden zu Hause aufgehalten oder das zuhause als Home-Office genutzt haben.
In der Energie-Vertriebs-Branche arbeiteten in Deutschland rund 5.000 Menschen als Vertriebspartner. Ganz klar im Vorteil ist aber nur eine ganz spezielle Gruppe, nämlich eine überschaubare Gruppe derjenigen Vertriebspartner, die direkt ohne Zwischenhandel an Versorgungsunternehmen angeschlossen sind. Die Gründe sind darin zu finden, dass Vertriebspartner mit „Direktanschlu? oft an dem Verbrauch je Kilowattstunde Strom und oder Gas beteiligt sind, oder eine feste wiederkehrende Bestandsbetreuungsprovision erhalten. Da der Verbrauch bei Haushaltskunden in Pandemiezeiten leicht zugenommen hat und Kundenabgänge traditionell nur wenig zu Buche schlagen, konnte die Gruppe der direkt an Versorgungsunternehmen angeschlossene Vertriebspartner besonders profitieren.
- “Es gab faktisch keine rückläufigen Provisionszahlungen zu verzeichnen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Man kann sagen, dass unsere Direktvermarkter entgegen erster Befürchtungen seit April diesen Jahres steigende Einnahmen zu verzeichnen hatten“ führt ein Vertriebsleiter von ECN AG aus. -
Zu den bekanntesten Energieunternehmen die Direktvermarkter beschäftigen, zählen neben Energieunternehmen wie zum Beispiel E.ON, Vattenfall, EnBW, Stadtwerke Düsseldorf, mainova, EWE auch die ECN AG aus dem ostfriesischen Wiesmoor, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich auf einen eigenen Vertrieb setzt.













