(openPR) REGIONALE VERSORGER PROFITIEREN VON KUNDENTREUE UND WECHSELMÜDIGKEIT
[BlickpunktEnergie 17.02.2020] Der lokale Faktor gewinnt im Energievertrieb immer mehr an Bedeutung. Das geht aus der Studie hervor, die die Marktforscher von Lead and Sale und die Marktforscher von Creative Analytic 3000 erstellt haben. Demnach stimmten von mehr als 1.000 befragten Letztverbrauchern 39 Prozent der Aussage zu, dass sie grundsätzlich bei ihrem lokalen Versorger bleiben wollen. In den vorhergegangenen Erhebungen lagen diese Werte noch deutlich darunter: Im Jahr 2017 stimmten 27 Prozent der Aussage zu und im Jahr 2014 lediglich 25 Prozent. Diese Entwicklung steht im Kontext zu einer insgesamt sinkenden Wechselbereitschaft bei Letztverbrauchern. Die Hälfte der Befragten Personen gab an, in den nächsten zwei Jahren "auf keinen Fall" den Strom- oder Gasanbieter wechseln zu wollen. 2017 hatten diese Aussage noch 37 Prozent der Befragten zugestimmt. Lediglich elf Prozent stimmten der Aussage zu, regelmäßig den Stromversorger zu wechseln, bei Gas waren es mit neun Prozent noch weniger.
Energiediscounter verlieren an Akzeptanz
Trotz der anhaltenden positiven Markttendenz für Lokale Versorger ist die Konkurrenzsituation jedoch nach wie vor groß. Bei der Frage, welche Unternehmen als Strom- oder Gasversorger alternativ in Frage kommen, schnitten Energiekonzerne wie Innogy, Vattenfall, Eon oder EnBW mit jeweils 45 Prozent Zustimmung am besten ab. Ein Wechsel zu einem Energiediscounter hat der Studie zufolge erheblich an Akzeptanz verloren. Nur noch 29 Prozent der Befragten sehen darin eine Alternative, zuvor waren es noch 37 Prozent.
Wenig Überraschungen gab es indes bei den Wechselgründen:
Relevanteste Wechselursache ist eine angekündigte Preiserhöhung, die 59 Prozent der Befragten als Grund anführten. Auch die zweithäufigste Nennung zielt auf monetäre Beweggründe ab: 55 Prozent der Befragten gaben an, dass man “woanders“ sparen könne. Unzufriedenheit mit dem Service ist für 21 Prozent der Befragten ein Wechselgrund, ein Umzug für 19 Prozent. Fehlende Zusatzdienstleistungen wie Kundenportale, Apps oder Smart Meter bieten lediglich mit sieben Prozent Anlass für einen Anbieterwechsel.
Regionale Versorger nutzen viele Vertriebskanäle
Die Studie erhebt auch, welche Vertriebskanäle Regionale Energieanbieter nutzen. Demnach gehören Kundenzentrum (100 %), Promotion (94 %), Direktmarketing via Mailing (91 %) und die eigene Website (89 %) zum Standardrepertoire. Vergleichsportale nutzen 62 Prozent der regionalen Anbieter, darunter z.B. Internetvermarktung wie etwa über Google inzwischen 68 Prozent. Im Schnitt nannten regionale Versorger unterschiedliche Vertriebskanäle. Am unteren Ende steht der Direktvertrieb, den nur 49 Prozent der befragten Versorger nutzen. Die Befragten Versorger nannten als Grund für die Zurückhaltung diesen Vertriebskanal zu nutzen die hohe Kundenfluktuation. Einige regionale Anbieter wie zum Beispiel die ECN AG aus Wiesmoor (NordseePower, moinEnergie, Strom|Gaswerk) wirken diesem Phänomen entgegen, indem diese dem Direktvertrieb wiederkehrende Provisionen bezahlen. "Seitdem wir direkt angeschlossenen Direktvertrieben Folgeprovisionen bezahlen, spielt das Thema Kundenfluktuation kaum noch eine nennenswerte Rolle und unser Direktvertrieb gewinnt deutlich an Akzeptanz“ sagt ECN Vertriebsleiter M. Stolle.













