(openPR) Die Stadtwerke Emden sind für Startups ein gutes Beispiel, wie mittelständische Unternehmen erfolgreich Digitalisierung umsetzen. Das erklärten die Veranstalter des ersten online Unternehmer-Talks von Gruenderszene.de, auf dem Geschäftsführer Manfred Ackermann die Digitalisierungs-Roadmap der 50.000 Einwohner großen Stadt in Ostfriesland vorgestellt hat. Die Stadtwerke Emden haben sich bereits vor drei Jahren auf den Weg zur smart city gemacht. Ghazaleh Koohestanian, Geschäftsführerin der Berliner Beratungsgesellschaft re2you.com und Gesprächspartnerin bei der Online-Diskussion, sagte: „Als andere Unternehmen erst anfingen, über Digitalisierung zu sprechen, war Emden bereits weit“.
Ackermann, Initiator der Smart City-Strategie, machte keinen Hehl daraus, am Anfang für seinen ganzheitlichen Ansatz belächelt worden zu sein. Emden sollte unabhängig bleiben und seine Daten vor Ort behalten und nutzen. „Dass wir neben Metropolen heute unter den Top 20 Städten in Sachen Digitalisierungs-Fortschritt sind, bestätigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind“.
Der Erfolg sei allerdings kein Selbstläufer gewesen. „Ein 200 Mitarbeiter großes Unternehmen kann nur effizient sein, wenn es bereit ist, seine DNA zu erneuern“. Ein Kulturwandel wurde eingeläutet, mit dem Ziel, alle Beschäftigten bei den Veränderungen mitzunehmen. Eine Folge dabei war, dass Hierarchien abflachten und Führungskräfte zusätzliche Verantwortung übernahmen, so Ackermann.
Grundlage für die erfolgreiche Digitalisierung der Stadt sei der Ausbau des Glasfasernetzes. In Emden wird nicht gekleckert, jeder Haushalt, der einen Anschluss beantragt, bekommt diesen. Und zwar kostenlos und unabhängig ob im Zentrum oder am Rande der Seehafen-Stadt. Inzwischen hat die Stadt auch flächendeckend ein LoRaWAN-Netz gespannt. Das ermöglicht ein energieeffizientes Senden von Daten über lange Strecken. Dies wurde speziell für das Internet of Things (IoT) entwickelt. Mit LoRaWAN ist es möglich, mehrere hundert Sensoren innerhalb eines Netzwerkes zu verwalten und Sensordaten zu verarbeiten.
Das ganzheitliche Konzept hat auch Siemens beeindruckt. Der Weltkonzern ist vor zwei Jahren als Partner eingestiegen.
Vor den Startup-Unternehmern sagte Ackermann, dass ein ständiger Austausch zwischen erfahrenen Unternehmen und jungen Unternehmern wichtig sei. „Wenn wir voneinander lernen, bringt uns das alle weiter“, so Ackermann.







