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Botschaftsfluchten 1989 als Katalysator

18.08.202010:38 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Vor 30 Jahren veränderte die deutsche Wiedervereinigung die Welt. Historiker sind sich einig: die Flüchtlingsströme und Botschaftsbesetzungen von 1989 trugen erheblich zum Ende des Kalten Krieges bei. Was nur wenige wissen: über die Deutsche Botschaft in Warschau gelangten 6.000 DDR-Bürger teilweise noch weit vor dem Mauerfall in die Freiheit. Zeitgleich zu den ersten Zügen aus Prag am 1. Oktober fuhr auch ein Zug aus Warschau mit 809 Botschaftsflüchtlingen über die DDR in die Freiheit.


„In Polen hatten im Juni nach jahrzehntelangem und teils blutigem Kampf die ersten teilweise freien Wahlen in einem Land des Warschauer Pakts stattgefunden. Dadurch war dort eine andere Atmosphäre, es herrschte schon länger politisches Tauwetter. Trotz Verhaftungsgefahr an der Grenze, der Ungewissheit über die Zukunft und einer katastrophalen Wirtschaftslage: die Polen halfen“, so Cornelia Klammt. Sie gehörte mit zu den Ersten, die Hilfe in der Deutschen Botschaft suchten. „Privatpersonen brachten Lebensmittel und Tee oder ließen Familien erst einmal ausruhen. Das Polnische Rote Kreuz, die Gewerkschaft Solidarnosc und die Katholische Kirche halfen bei der Unterbringung der schnell ansteigenden Flüchtlingszahlen- Sie stellten Ferienunterkünfte und ein Priesterseminar zur Verfügung und halfen mit Verpflegung.
„Durch unsere Botschaftsbesetzungen brachten wir die neugewählte demokratische Regierung unter Tadeusz Mazowiecki in zusätzliche Schwierigkeiten. In Polen sowie der angrenzenden Sowjetunion war die Lage instabil. Es gab Verträge mit der DDR, die das Zurückweisen und eine Inhaftierung bedeutet hätten. Aber Polen verstand die Situation und half. Schon Mitte September sicherte Ministerpräsident Mazowiecki in einem Telefonat zu, niemanden an die Staatssicherheit auszuliefern. Den polnischen Grenzbeamten wurde angeordnet, besonders laut zu sein und dadurch geflüchtete DDR-Bürger zu warnen und nicht verhaften zu müssen. Trotzdem wurden an der Grenze meist durch die DDR-Grenztruppen zahlreiche Menschen inhaftiert, die einfach nur frei leben wollten und dafür alles Bisherige aufgegeben hatten.
In ihrem Buch „Über Warschau in den Westen“ beleuchtet Cornelia Klammt die historischen Hintergründe, bevor Zeitzeugen wie der ehemalige Botschafter der Bundesrepublik in Warschau, die Generalsekretärin des Polnischen Roten Kreuzes, Botschaftsmitarbeiter und Zufluchtsuchende zu Wort kommen. Die Geschichten hinter der eigentlichen Geschichte sind das emotional bewegende das Salz in der Suppe, das Geschichte lebendig miterleben lässt.
„Damals schien es ein Abschied für immer zu sein. Es war klar, dass man später nie wieder zu Besuch oder zu Beerdigungen einreisen durfte und selbst auf der Transitstrecke nach Westberlin verhaftet werden konnte. Umso schöner, dass die Massenflucht Veränderungen und mit der Wiedervereinigung auch Demokratie förderte“, so die Autorin. „Die heutigen Möglichkeiten sollten aktiv genutzt werden. Damals wurden Menschen erschossen, nur weil sie in ein anderes Land wollten. Heute sollten die Möglichkeiten zur Horizonterweiterung in Europa aktiver genutzt werden; Stipendien, Austausch und günstige Anbieter gibt es genügend.“ Sie empfiehlt übrigens einen Besuch in Warschau, einer der „modernsten, herzlichsten und weltoffendsten Hauptstädte in Europa“.

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