(openPR) Mülheim im November 2006. Richtige Zahnpflege beugt Zahnerkrankungen und gefürchte-tem Zahnverlust vor – eine Regel für Groß und Klein. Dennoch kennen viele Menschen oft nicht alle wichtigen Regeln der Vorsorge. „Zahnpflege ist mehr als tägliches Zähneputzen und regelmäßiger Arztbesuch“, erklärt Dr. med. dent. Michael Weber, Leiter der Zahnklinik Rhein-Ruhr: „Sowohl gesunde Ernährung als auch korrekte Wahl bei Putzutensilien und gründliche Pflege von Zahnersatz spielen eine wichtige Rolle.“
Zahnpflege: je früher, desto besser
Nur etwa jeder zweite ABC-Schütze geht ohne Karies in die Schule. Häufigste Ursachen: unzureichende Pflege, ungesunde Ernährung sowie frühzeitiges und langes Nuckeln an Flaschen im Säuglingsalter. Zusätzlich bekommen Kleinkinder heute ihre Zähne zwei Monate früher als noch vor 50 Jahren. Oft fehlt dann eine ausreichende Mineralisierung des Zahnschmelzes. Säurehaltige und gesüßte Getränke in Nuckelflaschen greifen die noch nicht ausgereifte Zahnsubstanz dann besonders schnell an. Als natürliche Zahnpflege bei Kindern fungiert körpereigener Speichel, der Fluorid enthält und den Schmelz stärkt. Nuckeln die Kleinen über längere Zeit, verdünnt sich der Speichel. Eltern sollten daher ihren Schützlingen maximal sechsmal pro Tag für zehn Minuten die Nuckelflasche geben. Zusätzlich beginnen Sprösslinge mit täglichem Zähneputzen am besten, sobald erste Milchzähne erscheinen. „Viele Eltern schenken der Pflege von ersten Zähnen ihrer Kinder nicht genügend Beachtung, da sie wissen, dass ab dem sechsten Lebensjahr der Zahn-wechsel stattfindet“, sagt Dr. Weber. Was viele nicht beachten: Gesunde Milchzähne fördern die Ausbildung des Kieferknochens, Karies geht auf neue Zähne über und ein frühzeitiger Verlust der ersten Zähne fördert ein schiefes Wachstum der zweiten. Eltern sollten ihre Nesthäkchen also rechtzeitig zur täglichen Pflege animieren. Fluoridtabletten verhelfen außerdem zu widerstandsfähigen Kinderzähnen. Eltern können sie in Absprache mit einem Arzt verabreichen.
Richtige Pflege bei erwachsenen Zähnen
Erwachsene begnügen sich häufig mit täglicher Zahnpflege und einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung im Jahr. Doch auch hier legt gesunde Ernährung den Grundstein für ein strahlendes Lächeln bis ins hohe Alter. Einige schädliche Bakterien im Mundraum ernähren sich hauptsächlich von süßen, kohlenhydratreichen Bestandteilen der Nahrung und setzen bei der Verdauung Milchsäure frei, die den Zahnschmelz angreift. Zusätzlich bilden sie binnen eines Tages Plaque, die Zahnfleischrückgang – auch Parodontitis genannt – verursacht. Calcium- und phosphorreiche Lebensmittel, wie Milch- und Vollkornprodukte, stärken wiederum die natürliche Zahnsubstanz. Weitere Regel: richtige Putzutensilien wählen. Neben einer fluoridhaltigen Zahnpasta bilden einwandfreie Zahnbürsten das A und O für eine gesunde Mundhygiene. Prinzipiell eignen sich kleinere Bürstenköpfe, da sie besser an Backenzähne und Zahninnenflächen gelangen. Aus hygienischen Gründen empfehlen Zahnmediziner, Bürsten alle drei Monate zu wechseln und Zahnseide für enge Zwischenräume zu verwenden. Entscheidend für perfekte Pflege ist die Putztechnik: also besser nicht schrubben, sondern bürsten, etwa drei Minuten lang. Besonders unter Zahnersatz siedeln sich Bakterien an. Um dies zu vermeiden, gelten für Kronen, Brücken und Co. besondere Pflegemaßnahmen. Dr. Weber: „Ich empfehle nach jeder Mahlzeit Zähne und Zahnersatz sorgfältig zu putzen; zusätzlich Zahnseide oder Interdentalraumbürsten für Zwischenräume verwenden.“ Wichtig: Reinigungstabletten für Prothesen ersetzen keine Bürstenreinigung, hier gibt es im Handel besondere Prothesen-bürsten. Implantate wiederum pflegen Patienten wie eigene Zähne, also am besten nach jeder Mahlzeit. Bei der Wahl der Zahncreme sollten sie auf Schmirgelkörper und Interdental-raumbürsten mit Metall verzichten, da sie Implantatmaterialien beschädigen. Bakterien setzen sich besonders am Übergang zwischen Implantat und Zahnfleisch fest, diesen Bereich ebenfalls gründlich reinigen. Zuverlässig gepflegt und regelmäßig kontrolliert, halten Implantate ein Leben lang.
Regeln für gesunde Zähne in jedem Alter
Aller Anfang ist schwer: Milchzähne vom ersten Tag an morgens und abends putzen. Unter Anleitung eines Arztes durch Fluoridtabletten den Zahnschmelz stärken. beim Putzen Regeln einhalten: zweimal täglich, besser nach jeder Mahlzeit, mindestens drei Minuten lang. Erst eine halbe Stunde nach Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln Zähne reinigen. immer Zahncremes mit Fluorid verwenden, Bürsten alle drei Monate wechseln, Zahnseide für Zahnzwischenräume verwenden. Bei Zahnersatz spezielle Maßnahmen ergreifen. süße, säurehaltige Lebensmittel wie Schokolade und Weizenmehlprodukte meiden, lieber Lebensmittel wie Gemüse, Milch- und Vollkornprodukte – auf Nikotin verzichten. Zahnarztbesuch mindestens einmal im Jahr: kostenlose Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, Geld in eine jährliche professionelle Zahnreinigung investieren.
Weitere Informationen unter www.zahnklinik-rhein-ruhr.de






