(openPR) Jahrzehntelang wuchs die Anwartschaft mit teils großer Dynamik. Das galt insbesondere auch für München: Hier gibt es bereits seit Jahren mehr als 20.000 zugelassene Anwältinnen und Anwälte. Die Rechtsanwaltskammer in der bayerischen Landeshauptstadt ist damit die größte im ganzen Bundesgebiet. Doch inzwischen scheint dem Berufsstand zahlenmäßig die Luft auszugehen. Die Zahl der Anwaltszulassungen stagniert und bei den niedergelassenen Anwälten hat bereits ein negativer Trend eingesetzt, der sich wohl fortsetzen wird.
Untersuchung des Soldan Instituts
Die Einschätzung stammt aus einer aktuellen Studie des Soldan Instituts, die im aktuellen Anwaltsblatt zusammengefasst ist. Danach liegt der prozentuale Rückgang der niedergelassenen Anwältinnen und Anwälte in München im Zeitraum 2017 bis 2020 bei 5 Prozent und entspricht damit recht genau der bundesweiten Entwicklung.
Da die Gründe des Rückgangs keine vorübergehenden Phänomene seien, rechnet der Autor der Studie für die Zukunft mit weiter sinkenden Zahlen.
Die Ursachen des Trends
Zu diesen Gründen zählt insbesondere das Erreichen des Ruhestandsalters zahlenmäßig starke Jahrgänge in der Anwaltschaft. Der Nachwuchs kann dies nicht kompensieren, da die Absolventenzahlen trotz steigender Studierendenzahlen weiter stagnieren. Als weitere Erklärung wird in der Studie ein sich verschärfender Wettbewerb der juristischen Berufe für Absolventen genannt.
München verzeichnet derzeit übrigens im Vergleich zu anderen Großstädten einen recht deutlichen Aderlass bei den Rechtsberatern. Es ist jedoch zu erwarten, dass die Metropole im Süden Deutschlands weiter für Kanzleien ein attraktiver Standort bleibt. Das sollte insbesondere für den Bereich des Wirtschaftsrechts gelten, aber auch bei der Beratung vermögender Privatpersonen (sogenannte Private Clients).
Informationen zum 2019 eröffneten Standort der Kanzlei ROSE & PARTNER in München finden Sie hier: https://www.rosepartner.de/rechtsanwalt-muenchen-kanzlei.html













