(openPR) Viele Industrieunternehmen werden ihre Belegschaften weiter schrumpfen – und einen Kurs fortsetzen, den sie im vergangegen Jahr bereits eingeschlagen haben. Die Autokonzerne und ihre Zulieferer kürzen Personal, ebenso Banken, Einzelhandel, Hotellerie, Fluggesellschaften. Wie stehen jedoch die Chancen für Familienbetriebe und den führenden Mittelstand?
Es sind die mittelständischen Betriebe, die in erster Linie für Beschäftigung in Deutschland sorgen. Ob fünf oder 500 Mitarbeiter, rund 30 Milliarden stehen hier in Lohn und Brot. Allerorts herrscht der Fachkräfte-Engpass, seit Beginn der 2000er Jahre schwinden durch Nachfolgermangel nicht nur Betriebe sondern auch Innovation. Die Folge: Verlust in der internationalen Wahrnehmung und vor allem der Wettbewerbsfähigkeit auch gegenüber anderen europäischen Ländern wie Luxemburg oder Island.
Nicht nur Schwarzmalerei: Gerade die kurzen Entscheidungswege im inhabergeführten Familienunternehmen, dem Mittelständler und dem kleinen Betrieb ermöglichten den Schub nach vorn: Sprunghafte Digitalisierung, Homeoffice bei gleichzeitiger sozialer Vernetzung. Ebenso in Verwaltung und Behörde, im Gesundheitssektor und im Bildungsbereich regierte Lösungsdenken vor Bürokratie. Das bringt Deutschland wieder mehr Technologieakzeptanz und Nachfrage nicht nur nach digitalen Produkten und Services.
Führung entscheidend! Mitarbeiter und Führungskräfte akzentuieren gleichermassen, wie wichtig es ist, sich gerade in Krise und Wandel auf eine klare und zuverlässige Kommunikation, Leitlinie Infrastruktur verlassen zu können.
"Wirklich führen hat doch niemand gelernt, doch jetzt geht es um mehr als gesunden Menschenverstand. Jetzt sind nachhaltig gute Entscheidungen und deren klare Kommunikation gefragt. Mit Entschlossenheit" so Johanna Dahm, Unternehmensberaterin in Bonn. Sie sieht gerade in den Massenentlassungen der Konzerne und deren unklarer Rentenpolitik neue Chancen für KMU: "viele Beschäftige suchen Verlässlichkeit, um ihre Kompetenzen und ihre Berufung frei entfalten zu können. Da wird es für den Mittelstand leicht sein, jetzt gute Angebote zu machen", sagt Dahm.
Nicht zum ersten Mal: bereits während der Finanzkrise zog es viele Mitarbeiter aus den Konzernen. "Wenn sie nicht gekündigt wurden, kamen die Top Talente der Kündigung zuvor, wechselten zu agileren Unternehmen oder gründeten gleich selbst", berichtet Dahm. "Die Karten werden in Krisen neu gemischt"












