(openPR) Es zeugt von einer gewissen Ignoranz dem Kunden gegenüber, wenn man diesem zum Geburtstag via Facebook eine Grußbotschaft übermittelt oder mit Hilfe eines E-Mails „alles Gute zum neuen Lebensjahr“ wünscht. Dasselbe gilt für die unzähligen seelenlosen tanzenden Nikoläuse zu Weihnachten, die regelmäßig in den Spam-Ordnern landen und nicht das bewirken, was sie eigentlich müssten: Kundennähe vermitteln und Wertschätzung zeigen.
Antje Müller-Kruft beschäftigt sich seit Jahren mit den vielen Fragen rund um Stil und Etikette. Selbst wenn sich der Großteil ihrer Workshops und Seminare um das Business-Outfit und die Benimmregeln dreht, wird die Expertin nicht müde, den Bogen weiter zu spannen: „Wer eine handgeschriebene Karte an einen Kunden oder Geschäftspartner schickt, wird positiv überrascht sein von dessen Reaktion. Und er dokumentiert damit, dass er diesen Partner schätzt, auf eine weitere Zusammenarbeit baut“. Die Haare rauft sich die gebürtige Rheinländerin, wenn es auf Weihnachten zugeht und der Nikolaus sein Unwesen im Netz treibt. „Lassen Sie es dann lieber ganz bleiben“, mahnt Müller-Kruft ihre Kunden. Die Kommunikation im Netz wird ihrer Meinung nach immer mehr standardisiert, vereinfacht und unpersönlicher. „Wer seine Mails mit einem lg enden lässt und meint, mit einem Smiley könne man Aufmerksamkeit erzeugen, ist auf dem Holzweg, sagt die Trainerin, die auch das kleine Einmaleins am Telefon lehrt und in ihre Workshops einbaut. Sie zieht einen guten alten Brief jedem E-Mail oder jeder Online-Nachricht vor, weil sie um die Wirkung weiß. „Ein Brief, der alle Stilelemente enthält, die wir kennen, wird seine Wirkung nicht verfehlen“, ist Müller-Kruft sicher. Und wenn es die Information über die so genannten sozialen Kanäle sein muss, dann gilt insbesondere bei einem Erstkontakt: Es gibt keine zweite Chance für einen ersten guten Eindruck. „Wer in seiner Kundenansprache einen akademischen Titel unterdrückt oder als verstaubt ansieht, muss sich nicht wundern, wenn er von seinem Gegenüber nicht ernst genommen wird“.
Eichenau, 18. Juni 2020












