(openPR) Forschungsprojekt „Frauen, Männer und Erfolg“ Mainz, 05.06.2020
Online-Befragung zur Ermittlung und Förderung der Berufsziele junger Frauen und Männer
Wie sehen die Lebens- und Berufspläne sowie Wünsche, Erwartungen und Vorstellungen von weiblichen und männlichen Nachwuchskräften aus? Und wie definieren sie beruflichen Erfolg? Wie gehen Frauen mit den verwirrenden gesellschaftlichen Erwartungen um? Wie geht es Männern in Zeiten der Frauenförderung? Diesen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) von Frau Prof. Dr. Paulina Jedrzejczyk in Unterstützung von CfL-Consulting.
Um die Geschlechterthematik und Diversity Management aus Sicht der Generation Y zu untersuchen, führt die HdBA mit Unterstützung von CfL-Consulting eine Online-Befragung mit insgesamt 250 Frauen und Männern im Alter zwischen 25 und 35 Jahren in Deutschland durch.
Dabei sollen folgende Forschungsfragen beantwortet werden: Was sind weibliche und männliche Lebens- und Berufspläne? Wo sehen Frauen und Männer aktuelle mögliche berufliche Herausforderungen? Welche Wünsche, Bedürfnisse und Ängste haben diese? Wer sind ihre Vorbilder und was zeichnet diese aus?
In einer zweiten Phase des Projekts, werden in Interviews mit rund 60 Experten*innen Lösungen und Verhaltensdesigns zur Optimierung von Entscheidungsprozessen und Gestaltung einer förderlichen Arbeitsumgebung (z.B. Unternehmenskultur, Personalmanagement-Lösungen) erarbeitet. Diese sollen Frauen beim Erreichen ihrer beruflichen Ziele unterstützen, und dabei auch die Perspektive von Männern berücksichtigen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts und die daraus resultierenden Maßnahmen werden voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen.
Frauenförderung im Berufsleben hat an Bedeutung gewonnen. Sichtbar wird dies z.B. durch das Brückenteilzeitgesetz und Initiativen wie Frauen-Mentoring in Unternehmen oder den Girl´s Day. Trotzdem sind Frauen in Führungspositionen immer noch seltener vertreten als Männer: Einer Auswertung von Arbeitsmarktdaten des Statistischen Bundesamts nach, lag der Frauenanteil unter den Führungskräften in Deutschland im Jahr 2017 bei 29,2 %. Vor 20 Jahren betrug er 26,6 % - für diese lange Zeitspanne ist das erstaunlich wenig Bewegung. Bezeichnend ist auch, dass sich diese „Frauenquote“ dann meist in den „typisch weiblichen“ Bereichen Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheits- und Sozialwesen wiederfindet (Quelle: Bilanz Chancengleichheit 2006). Diese Thematik betrifft ebenfalls Männer, die zunehmend mit unklaren Erwartungen seitens der Gesellschaft konfrontiert werden und gegenüber der verstärkten Frauenförderung ambivalente Gefühle entwickeln. Beides kann zu Verunsicherung und Ängsten führen.
Diese Problematik wird aktuell in der Coronakrise zusätzlich verstärkt, denn Frauen – aber auch Männer - fallen vermehrt in traditionelle Rollenbilder zurück: Während der Mann morgens zur Arbeit geht, bleiben Frauen zu Hause und stemmen Homeschooling, Kinderbetreuung und Haushalt. Dadurch drohen wichtige Fortschritte auf dem Weg einer Gleichberechtigung beider Geschlechter in allen denkbaren Facetten verloren zu gehen (Quellen: Zeit Online – Familien in der Coronakrise, 12.05.20; heute Xpress – Frauen in Coronazeiten, 18.05.20).
Die Befragung, die sich an Männer und Frauen zwischen 25 und 35 Jahre wendet, dauert ca. 20 Minuten.
Link zum Fragebogen für Frauen:
https://www.soscisurvey.de/frauenmaenner2020/?q=qnr3_women
Link zum Fragebogen für Männer:
https://www.soscisurvey.de/frauenmaenner2020/?q=qnr2_men01
















