(openPR) Neuer Nadelhalter für eine Vertebroplastie minimiert hohe Strahlung des behandelnden Arztes
Berlin. Somatex Medical Technologies aus Teltow bei Berlin beauftragte IONDESIGN aus Berlin mit der Gestaltung eines Nadelhalters zur Durchführung der Vertebroplastie. Der neue Nadelhalter bewirkt, dass die Strahlenbelastung des behandelnden Arztes während der Behandlung um ein Vielfaches reduziert wird. Auf der Medica Düsseldorf wurde vom 15. bis 18. November 2006 das Instrument zum ersten Mal vorgestellt. Am Stand der Firma Somatex in Halle 16 / D55 konnten sich die Besucher von den Vorteilen und der Handhabung überzeugen (www.medica.de).
Hintergrund/ Vertebroplastie: Die Vertebroplastie bezeichnet ein minimal invasives Verfahren, das beschädigte Wirbelkörper wieder so stabilisiert, dass Patienten, die aufgrund von Osteoporose- oder Tumor-Schäden bzw. nach Sportunfällen unter ständigen Wirbelschmerzen leiden, in kürzester Zeit schmerzfrei werden. Dem Patienten wird dabei unter örtlicher Betäubung ein stabilisierender Zement direkt in den schmerzenden Wirbel gespritzt. Diese Behandlung erfordert höchste Genauigkeit. Daher findet das Verfahren unter ständiger radiologischer Kontrolle statt. Der neue Nadelhalter von IONDESIGN ermöglicht nun den Eingriff am Wirbelkörper dadurch, dass die Hände des behandelnden Arztes außerhalb des Strahlenkanals und damit außerhalb direkter radiologischer Strahlung stehen. Aufgrund der sicheren Entfernung reduziert sich die Strahlenbelastung des Arztes nachhaltig.
Bei ungenauer Handhabung kann das Einführen der Zementnadel in die Wirbel eine Schädigung des zentralen Nervensystems hervorrufen. Zur größtmöglichen Überwa-chung des Eingriffs findet das Verfahren unter ständiger Röntgenbestrahlung statt. Das bedeutete bislang, dass die Hände des behandelnden Arztes während des Vorgangs radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren. Neben der Strahlenvermeidung durch den Nadelhalter besteht eine weitere Funktion darin, dass sich der Mandrin, der manchmal durch das Verbiegen der Nadel sehr fest sitzen kann, bei einer Drehung um 180° vergleichsweise einfach aus der Kanüle gezogen werden kann, um diese für den Knochenzement freizumachen (www.somatex.de).
Hintergrund/ IONDESIGN: IONDESIGN wurde 1993 von den Industrie-Designern Anja Götz und Christoph Fleckenstein in Berlin gegründet. Die Entwürfe und Entwicklungen des Designbüros haben einen übergeordneten und ganzheitlichen Ansatz und stellen den Nutzen, die Wünsche und die Anforderungen des Endverbrauchers in den Mittelpunkt. Nicht allein der Entwurf eines einzelnen Produktes, sondern ganzheitliche Systemlösungen prägen den Stil ihrer Arbeit. Das Ziel ist die Entwicklung sinnvoller Produkte, deren formale Gestaltung nach ergonomischen, technischen, ökonomischen und ästhetischen Gesichtpunkten erfolgt. Das Team von IONDESIGN arbeitet fachübergreifend und interdisziplinär in den Bereichen Product Design, Packaging Design, Interior Design, Exhibition Design, Public Design, Architektur und Medical Design. Zahlreiche internationale Auszeichnungen seit 1995 haben die Arbeit von IONDESIGN gewürdigt (www.iondesign.de).
Hintergrund/ Wirbelkörperfrakturen: „Allein in Deutschland gibt es jedes Jahr 250.000 Wirbelkörperfrakturen", so Prof. Dr. Hierholzer. Eine der bekanntesten Folgen solcher Wirbeleinbrüche sei der Witwenbuckel. „Wir sind gewohnt, dass unsere Großeltern mit zunehmendem Alter immer kleiner werden." Ein Phänomen, das seine Ursache im sogenannten Sintern der Wirbelkörper habe. Mit der in Frankreich entwickelten Vertebroplastie steht ein Verfahren zur Verfügung, das solche Symptome und vor allem auch die damit verbundenen Schmerzen erfolgreich bekämpfen kann. Selbst für den behandelnden Arzt sei es immer noch erstaunlich, so der Mediziner Hierholzer, wie Patienten bereits wenige Stunden nach der Anwendung schmerzfrei aufstehen und sich wieder gerade aufrichten könnten.
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Die kreativen Köpfe von IONDESIGN Berlin, Anja Götz und Christoph Fleckenstein, arbeiten seit 1993 an nutzerfreundlichen Designlösungen in den Bereichen Product Design, Packaging Design, Interior Design, Exhibition Design, Public Design, und Architektur. Ihre besondere Stärke ist das konzeptionelle Entwerfen, die Suche nach einer Lösungsidee von höchster Klarheit. Design ist für sie dabei nicht Selbstzweck sondern die Anpassung der Gestaltung an den Nutzen für den Kunden bzw. den Endverbraucher.













