openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Roboter hilft Pflegenden

18.05.202013:06 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Roboter hilft Pflegenden
Noch ohne Gestalt packt ROSWITHA mit an: Assistenzroboter unterstützt in der Pflege und wie er späte
Noch ohne Gestalt packt ROSWITHA mit an: Assistenzroboter unterstützt in der Pflege und wie er späte

(openPR) Commerzbank-Stiftung fördert Entwicklung eines Pflege-Assistenzroboters an der Frankfurt UAS

Die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) hat eine hochschuleigene, autonome Roboterplattform, den Assistenzroboter „ROSWITHA“ (RObot System WITH Autonomy) entwickelt. Ausgehend vom Stand des technischen Innenlebens widmet sich ein interdisziplinäres Wissenschaftsteam des Forschungszentrums FUTURE AGING in den kommenden drei Jahren der äußeren Gestaltung des Roboters, dem sogenannten Embodiment. Möglich wird dies durch die Förderung der Commerzbank-Stiftung, die erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften unterstützt.



„Dank der Förderung der Commerzbank-Stiftung werden wir nun in der Entwicklung von ROSWITHA, unserem hochschuleigenen Assistenzroboter, entscheidend vorankommen und auf die durch den demografischen Wandel stetig wachsenden Herausforderungen in der Pflege mit einer von der Zielgruppe akzeptierten Lösung antworten können“, freut sich Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. Kirsten Böddeker, Vorständin der Commerzbank-Stiftung ergänzt: „Mit unserer Förderung wollen wir eine wissenschaftlich basierte Produktinnovation ermöglichen und damit einen Beitrag zum Bildungsstandort Frankfurt und so auch zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft leisten“.

Viele Menschen wollen im Alter oder bei körperlichen Beeinträchtigungen so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben, doch es fehlen schon jetzt Pflegekräfte. Im Jahr 2017 wurden von den 3,4 Mio. pflegebedürftigen Menschen in Deutschland 2,6 Mio. zu Hause betreut (Statistisches Bundesamt, Stand 04/19). Ein im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstelltes aktuelles Gutachten spricht schon heute von ca. 120.000 fehlenden Pflegekräften.[1] Assistenzroboter können in Zukunft pflegerische Leistungen ergänzen. „Es geht um Ergänzung und nicht um Ersatz des Pflegepersonals“, betont Projektleiterin Prof. Dr. Barbara Klein, Sprecherin des Forschungszentrums FUTURE AGING der Frankfurt UAS. „Mit ROSWITHA können pflegebedürftige Menschen mehr Aufgaben selbst übernehmen und damit Angehörige und Pflegepersonal entlasten.“

Der hochschuleigene Assistenzroboter ROSWITHA kann sich autonom in der Wohnung bewegen und auf Aufforderung mit seinem Greifarm Gegenstände bringen. Weitere mögliche Anwendungsfelder können in Zukunft zum Beispiel die Überwachung von Vitalparametern (Blutdruck, Blutzucker etc.) und die Kommunikation mit Ärztinnen und Ärzten oder Angehörigen über Telepräsenzschaltung sowie die Freizeitgestaltung bspw. mit Programmen zum Gehirntraining sein.

„ROSWITHA kann sich durch umfassende Sensorik und künstliche Intelligenz autonom bewegen und mittels zweier Arme kameragesteuert Objekte wie Flaschen und Trinkbecher greifen. Allerdings sieht er noch sehr ,technisch‘ aus. Um in Alters- und Pflegeheimen eingesetzt zu werden, ist daher eine Verbesserung des Designs erforderlich“, erklärt der Entwickler von ROSWITHA, Prof. Dr. Peter Nauth, Professor für Technische Informatik und Robotik an der Frankfurt UAS. Ziel des Projektes ist, die Frage zu beantworten, wie das Produktdesign, die äußere Gestalt aussehen muss, um eine möglichst hohe Akzeptanz und Nutzungsbereitschaft bei den Menschen zu erzielen, sodass sie in ihrem Alltag bereit wären, einen solchen Roboter zu nutzen.

Während der dreijährigen Produktentwicklung werden Sozialwissenschaftler/-innen, Produktdesigner/-innen, und Informatiker/-innen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven an einer Lösung arbeiten und dabei von den kurzen Wegen und dem Vorzug profitieren, dass alle diese Disziplinen an der Frankfurt UAS vertreten sind. Zur Beantwortung der praxisbezogenen Forschungsfrage werden im Projektverlauf zusammen mit den zukünftigen Anwender/-innen unterschiedliche Verkörperungen von ROSWITHA konstruiert und mittels virtueller Realität umgesetzt. In zwei Evaluationsphasen werden Verkörperungen zusammen mit den zukünftigen Nutzer/-innen ausgewählt, mit 3D-Druck realisiert und an dem Robotersystem ROSWITHA angebracht. In einer dritten Evaluationsphase werden diese physischen Gestalten von Probandinnen und Probanden getestet, so dass eine Produktentscheidung getroffen werden kann und klar ist, wie ROSWITHA aussehen soll.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt zeichnet sich dadurch aus, das Wissenschaftler/-innen aus den Laboren „Autonome Systeme und Intelligente Sensorik“ (Leitung: Prof. Dr. Peter Nauth) und „Virtual Reality und Prototyping“ (Leitung: Prof. Dr. Héctor Solis) mit Sozialwissenschaftler/-innen in dem von Klein geleiteten Forschungszentrum FUTURE AGING an der Frankfurt UAS gemeinsam daran forschen und entwickeln. Rund 20 Professorinnen und Professoren aus allen vier Fachbereichen der Frankfurt UAS haben an diesem Forschungszentrum die Möglichkeit, Erfahrungen und Expertise aus diesen einzubringen, um nutzungsfreundliche und soziotechnische Forschungs- und Entwicklungsthemen für das Wohnen und Arbeiten in einer älter werdenden Gesellschaft zu bearbeiten.

Ebenso wichtig für das von der Commerzbank-Stiftung geförderte Forschungsprojekt ist das neue Innovation-Lab 5.0, das zum Forschungszentrum FUTURE AGING gehört. Es ist eine Plattform für die Entwicklung technikgestützter Dienstleistungen im Gesundheitswesen wie der Robotik, Sensorik sowie der Virtual und Augmented Reality. Auf rund 100 m² wird für eine alternde Gesellschaft geforscht und zusammen mit zukünftigen Nutzer/-innen, Studierenden und der Industrie Lösungen diskutiert und weiterentwickelt. Zur Unterstützung des Projektziels greift das Projektteam neben den sozial- und pflegewissenschaftlichen Kompetenzen auf die an der Frankfurt UAS vorhandene Erfahrung und Fachkompetenz auf dem Gebiet des Industriedesigns und Ingenieurwesens zurück. „Die Themen Design- und Produktentwicklung, werden unter den Kernaspekten emotionale Ästhetik, Ergonomie, insbesondere Benutzerfreundlichkeit und Funktionssicherheit zusammengeführt“, erklärt Prof. Dr. Héctor Solis, Professor für Produktenwicklung und Industrie-Design. Seine Mitarbeiterin Dipl. Des. Jessica Sehrt, Projektingenieurin am Designlabor für Virtual Reality und Prototyping, ergänzt: „Wir setzen VR in unserem interdisziplinären Produktentwicklungsprozess ein, um zeitoptimierend direkt mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern die Gestalt von ROSWITHA zu evaluieren. Das Ergebnis ist die Basis für den ersten Prototypen“. „Dabei müssen die Bedürfnisse der Menschen immer im Mittelpunkt und das gesamte sozio-technische System berücksichtigt werden“, betont Marina Weiland M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum FUTURE AGING.

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Stabsstelle Hochschulförderung, Leiterin, Astrid Kramer, Telefon: +49 69 1533-2131, E-Mail: E-Mail; Commerzbank-Stiftung, Pressesprecherin, Sarah Scaduto, Telefon: +49 69 069 136-29006, E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen unter www.frankfurt-university.de/FUTUREAGING und www.frankfurt-university.de/barrierefreieswohnen


[1] Rothgang, H. et al. (2020) Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Verfahrens zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs
in Pflegeeinrichtungen nach qualitativen und quantitativen Maßstäben gemäß § 113c SGB XI (PeBeM)

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1087746
 574

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Roboter hilft Pflegenden“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Frankfurt University of Applied Sciences

Zweiter Frankfurter Zukunftskongress: Die Zukunft dreifach denken: nachhaltig, digital und transformativ
Zweiter Frankfurter Zukunftskongress: Die Zukunft dreifach denken: nachhaltig, digital und transformativ
Zweiter Frankfurter Zukunftskongress findet am 11. Oktober 2022 an der Frankfurt UAS statt  Keynotes von Maja Göpel und Volker Mosbrugger geben wertvolle Denkanstöße für unser Handeln   Klimawandel, Digitalisierung und New Work sind die aktuellen Herausforderungen für ein nachhaltiges und werteorientiertes Miteinander. Wie die kulturelle Transformation dieser Zukunftsthemen mit einem gemeinsam ausgearbeiteten Ansatz gelingen kann, stellt der zweite Frankfurter Zukunftskongress heraus. Er findet am 11. Oktober 2022 an der Frankfurt Universi…
Mit dem autonomen Kleinbus von Dorf zu Dorf
Mit dem autonomen Kleinbus von Dorf zu Dorf
Frankfurt UAS und Hochschule Hannover entwickeln Konzept zum kombinierten Transport von Personen und Gütern im ländlichen Raum Im Hinblick auf bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Verkehrskonzepte spielen die Themen Mobilität und Logistik im ländlichen Raum eine zentrale Rolle. Autonome Shuttles könnten hier neue Chancen bieten, um diese Gebiete für mehr Menschen als Wohnraum attraktiver zu gestalten – gleichzeitig muss jedoch die Wirtschaftlichkeit dessen gewährleistet werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Kombinom“ wird eine Potenzi…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Motto des Internationalen Tags der Pflegenden 2020: 'Nursing the World to Health'Bild: Motto des Internationalen Tags der Pflegenden 2020: 'Nursing the World to Health'
Motto des Internationalen Tags der Pflegenden 2020: 'Nursing the World to Health'
Das Motto des nächsten Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai 2020 wird lauten: Nursing the World to Health. Damit fokussiert der International Council of Nurses (ICN) die große Bedeutung der professionellen Pflege für alle Menschen dieser Welt. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), deutsches Mitglied im ICN, wird wie jedes Jahr …
Bild: Bundesgesundheitsminister besucht ROBINABild: Bundesgesundheitsminister besucht ROBINA
Bundesgesundheitsminister besucht ROBINA
… ein Demonstrator, der in anschließenden Arbeiten nach der Projektlaufzeit zur Marktreife weiterentwickelt werden soll. Mit dem Roboterarm sollen die Ressourcen der Pflegenden gezielt unterstützt, pflegende Angehörige und Pflegefachkräfte entlastet werden, bei gleichzeitiger Stärkung der Selbstbestimmung der Betroffenen. Zwar soll der Arm auch dabei …
Bild: Zum #TagderPflege am 12. Mai 2019Bild: Zum #TagderPflege am 12. Mai 2019
Zum #TagderPflege am 12. Mai 2019
Pflege hirnverletzter Unfallopfer: ZNS Akademie leistet dringend benötigte Entlastung von Angehörigen 76 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt. Die täglichen Belastungen der pflegenden Angehörigen sind hoch, denn oft muss die Versorgung des Familienmitgliedes rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, an 365 Tagen im Jahr …
Soziale Arbeit goes Hightech: FH Frankfurt öffnet ersten International Lecture Room in Hessen
Soziale Arbeit goes Hightech: FH Frankfurt öffnet ersten International Lecture Room in Hessen
… unterstützen. Der Roboter ist mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgestattet. GIRAFF kann ferngesteuert gelenkt werden und ermöglicht den abwesenden Pflegenden die Kommunikation mit den Pflegebedürftigen. „Aktuell profitieren die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit in verschiedenen Lehrforschungsprojekten von GIRAFF“, betont Klein. …
Pflegende Angehörige brauchen Momente der Freude – regelmäßig
Pflegende Angehörige brauchen Momente der Freude – regelmäßig
… Angehörigen-Initiative (AAI) bereits seit 12 Jahren fünf Mal jährlich an der Ostsee und in der Lüneburger Heide durchführt: Die Betreuten Urlaube ermöglichen den pflegenden Angehörigen – bei gleichzeitiger Nähe zum Erkrankten – Erholung und Teilhabe am sozialen Leben. Zur wirksamen Entlastung der pflegenden Angehörigen leisten Betreuer-Teams aus Berliner …
3B PFLEGETEAM UNTERSTÜTZT „WOCHE DER PFLEGENDEN ANGEHÖRIGEN“
3B PFLEGETEAM UNTERSTÜTZT „WOCHE DER PFLEGENDEN ANGEHÖRIGEN“
Das 3B Pflegeteam der 3B Life Care GmbH unterstützt die vom 24. bis 28. September in Berlin zum ersten Mal stattfindende Woche der pflegenden Angehörigen. Diese Woche dient der Wertschätzung und Anerkennung von pflegenden Angehörigen, Freunden und Nachbarn. Eine Initiativgruppe senatsgeförderter Projekte hat - gemeinsam mit weiteren engagierten Akteuren …
Pflegekammer: Pflegeverbände in Bayern distanzieren sich von Informationskampagne des Gesundheitsministeriums
Pflegekammer: Pflegeverbände in Bayern distanzieren sich von Informationskampagne des Gesundheitsministeriums
… 25. September 2015 – Das Gesundheitsministerium in Bayern bewirbt derzeit in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens sein eigenes Modell zur Interessensvertretung der Pflegenden unter dem Motto „Gemeinsam.Direkt.Stark“. Der DBfK und alle Mitgliedsverbände der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge) als Vertreter der …
Bild: Hausverbot für PflegeroboterBild: Hausverbot für Pflegeroboter
Hausverbot für Pflegeroboter
… nicht der Industrie und den Forschungsinstituten überlassen. Wir müssen in einen konstruktiven Dialog eintreten mit allen Beteiligten. Mit den uns Anvertrauten, deren Angehörigen, den Pflegenden in der Altenarbeit, Vertretern der Industrie, der Politik und allen Akteuren im Gesundheitswesen.“ Angedacht ist dazu auch eine Werbekampagne mit dem Bild einer …
Nutzerorientierte Entwicklung bei altersgerechten Assistenzsystemen
Nutzerorientierte Entwicklung bei altersgerechten Assistenzsystemen
… Rettungsdienst oder die Angehörigen weiter. „Insbesondere für die Betreuung von Demenzpatienten, von denen es in Zukunft immer mehr geben wird, eröffnet dies völlig neue Chancen. Die Pflegenden können einen Teil der Überwachungs- und Betreuungsaufgaben mithilfe der Technik automatisieren und haben so wieder mehr Zeit für die persönliche Seite der Pflege“, so Dr. …
Bild: DBfK-Aktion #PflegeNachCorona – die Neubewertung der PflegeBild: DBfK-Aktion #PflegeNachCorona – die Neubewertung der Pflege
DBfK-Aktion #PflegeNachCorona – die Neubewertung der Pflege
… der Covid-19-Pandemie offenbar einig. Der anfängliche Applaus im Bundestag und auf den Balkonen verklingt jedoch, der angekündigte Pandemie-Bonus wird längst nicht alle professionell Pflegenden erreichen. Von vielen Politikern in Bund und Ländern ist in diesen Wochen der Krise eine Neubewertung des Stellenwerts der Pflegeberufe und die Neujustierung …
Sie lesen gerade: Roboter hilft Pflegenden