(openPR) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn/CDU besuchte im Rahmen der conhIT 2018 den Ausstellungsstand von ROBINA im Startup-Café der Messe. Das Projekt ROBINA wird auf dem Haupstadtkongress vom 6.6. bis 8.6.2018 seine soziotechnische Innovation präsentieren. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekt entwickelt roboterunterstützte Dienste für eine individuelle und ressourcenorientierte Intensiv- und Palliativpflege bei Menschen mit ALS. Start war im April 2017.
Berlin, 30.05.2018. Auf der conhIT – Connecting Healthcare IT diskutierten vom 17. bis 19.04. 2018 Hersteller und Anwender aus dem Gesundheitsbereich sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft ein breites Spektrum an Themen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen und damit einhergehenden Kernfragen z.B. zu IT-Sicherheit und Telematik-Infrastruktur. Ein zentraler Schwerpunkt der Messe war „IT in der Pflege“, unter dem sich das Forschungs- und Entwicklungsprojekt ROBINA präsentierte. Das Projekt unterstützt die Patientenautonomie und Entlastung von Assistenz- und Behandlungspflege bei ALS durch den Einsatz eines Robotik-unterstützten Arms, der neben dem Pflegebett angebracht werden soll. Das hochbrisante Thema der Digitalisierung im Gesundheitswesen spielt auch aus politischer Sicht eine zentrale Rolle. In einem ersten Eröffnungsrundgang besuchte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einige Aussteller auf der Messe, so auch den Präsentationsstand von ROBINA.
Dabei wurden die Projekt-Motivationen „Zielstellung“ und „Umsetzungskonzept“ anhand des aktuellen Modells des Roboter-unterstützten Arms durch die Projektpartner erläutert.
Laufzeit, Fördersumme des vom BMBF geförderten Projekts, sowie die Steuerung und körpernahe Funktionen des Roboterarms waren weitere Fragestellungen, die sich Minister Spahn ausführlich von Cornelia Eicher, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Geriatrie an der Charité Berlin, und weiteren Projektmitarbeitern erläutern ließ.
Entwickelt wird zunächst ein Demonstrator, der in anschließenden Arbeiten nach der Projektlaufzeit zur Marktreife weiterentwickelt werden soll. Mit dem Roboterarm sollen die Ressourcen der Pflegenden gezielt unterstützt, pflegende Angehörige und Pflegefachkräfte entlastet werden, bei gleichzeitiger Stärkung der Selbstbestimmung der Betroffenen.
Zwar soll der Arm auch dabei helfen, einfache Tätigkeiten zu begleiten, wie beispielsweise ein Wasserglas anzureichen. Die wirklich große Neuerung in dem Projekt ist jedoch, dass der Arm kraftsensitiv Kontakt mit dem Nutzer aufnehmen soll. Das heißt, dass der Arm immer weiß, wie stark er einen Menschen berührt und somit Tätigkeiten wie beispielsweise Kratzen oder Massieren selbstständig ausführen kann, ohne dass der Nutzer die genaue Laufbahn des Arms selbst eingeben muss. Darüber hinaus wird auf die verschiedenen Stadien der Krankheit und die damit einhergehenden körperlichen Einschränkungen in Hinsicht auf die Steuerung des Arms Rücksicht genommen und ein sich an die Fähigkeiten des Menschen anpassendes Eingabekonzept entwickelt.
Besonders in komplexen Pflegesituationen können so in Zukunft zunehmend Pflegebedürftige und Pflegenden von diesem innovativen Ansatz profitieren. Eine wissenschaftliche Begleitforschung während der gesamten Projektlaufzeit wird von der Forschungsgruppe Geriatrie an der Charité – Universitätsmedizin gewährleistet. Damit sollen vor allem der Bedarf an robotergestützten Assistenzsystemen und der Patientennutzen nachgewiesen werden. Minister Spahn wünschte dem Projekt viel Erfolg und betonte die Notwendigkeit solcher Initiativen zur Verbesserung der Pflege in Deutschland. Projektergebnisse werden im März 2020 vorliegen.









