(openPR) (LAHR) Der Onlinehandel gilt vielen als Umweltsünder schlechthin. Lange Lieferwege, Verpackungsmüll. Die Liste scheint lang. Die Lage scheint auf den ersten Blick völlig klar zu sein. Doch ist das wirklich so? Viele Indikatoren zeichnen ein durchaus differenzierteres Bild. Ein Bild das zeigt, dass sich viele einfache Thesen so nicht mehr halten lassen. Der Trend, dass Produktkartons zu Versandkartons werden ist hier möglicherweise ein Game-Changer.
Zuerst wären selbstverständlich die vermeintlich langen Lieferwege zu nennen. Diese sind sich bis zum Ladengeschäft und zum lokalen Paketverteiler allerdings im wesentlichen gleich. Auch im Einzelhandel legt das Produkt die gleichen Wege zurück. Die letzten 5 Meilen von oder zum Waren-Depot bzw. zur Haustür des Kunden sind in der Bilanz der Lieferkette der entscheidende Punkt.
Während der Paketdienst auf ca. 10km rund 50 Einzelhandels-Güter ausliefert und sich die gefahrene Lieferstrecke damit dividiert, addiert sich tatsächlich die gefahrene Strecke beim Abholen im Einzelhandel!
Hypothetisches Rechenexperiment
Beispiel: Bei angenommenen 10 Kilometern zum lokalen Verteillager eines Paketdienstes, plus 10 Kilometern Rückweg kommt bei ca. 50 Paketen eine effizient zurückgelegte Fahrleistung von lediglich 400 Metern pro Paket zusammen. Die 20 km, die der Transporter bis zur Haustür und zurück fährt, dividiert sich also durch die 50 Päckchen.
Auf der anderen Seite addiert sich die Strecke der gefahrenen Kilometer mit der Anzahl der Warenkartons, die im Laden gekauft werden.
Beispiel: Für unsere 50 Warenkartons fährt jeder Kunde zum Laden im Schnitt vielleicht 5 Kilometer. Der eine fährt mehr, der andere weniger. Plus der 5 Kilometer Rückweg. Es addieren oder multiplizieren sich somit die letzten „5 Meilen“ für unsere theoretisch 50 Kartons auf eine zurückgelegte Wegstrecke von 10x50km. Also 500 Kilometer!
400 Meter vs. 10 Kilometer
Auf den letzten Meilen zur Haustür stehen hypothetisch 20km Lieferweg einem Lieferweg von 500 Kilometern zum Ladengeschäft gegenüber. Oder pro Warenstück: 400 Meter, einer Strecke von durchschnittlich vielleicht 10 Kilometern. Dies ist natürlich nur ein simples Rechenexperiment. Es verdeutlichen aber, dass der sogenannte Distanzhandel nicht zwingend schlechter abschneidet, als der lokale Einzelhandel. Zumindest was die absoluten Lieferwege angeht.
Und der viele Verpackungsmüll?
Hier sind die tatsächlich Lösungen der Umweltproblematik zu suchen! Und hier hilft das pure Eigeninteresse des Onlinehändlers. Verpacken ist teuer und Verpackungen sind auch sehr teuer! Kein Onlinhändler verpackt etwas zusätzlich, wenn er es vermeiden kann. Allein die Umverpackungen summieren sich bei kleinen Onlinehändlern schnell auf einige 10.000 Euro im Jahr. Bei größeren Händlern gehen sie in die hunderttausende. Ganz zu schweigen von den Lohnkosten der raren Arbeitskräfte im Lagerbetrieb.
So ist beispielsweise bei vielen kleinen Online-Eigenmarken wie YERD oder PROWAKE neuerdings immer mehr der Trend zu beobachten, dass Waren ohne Umverpackungen ausgeliefert werden. Der Warenkarton ist gleichzeitig der Versandkarton!
So werden Schlauchtrommeln der Marke YERD, wie der Onlinehändler bestätigt, seit einigen Jahren ausschließlich im Originalkarton verschickt. Der einzige zusätzliche entstehende Müll ist ein Adressaufkleber und Paketschnüre.
Dies ist für viele Waren im Online-Handel problemlos möglich! Wenn die Verpackung von vorneherein als Versandverpackung konzipiert wird. Egal ob diese im Einzelhandel oder Onlinehandel zum Kunden geht. Wesentliches Merkmal ist hierbei weniger die Fallsicherheit bzw. Auspolsterung der Kartons. Hier unterscheidet sich Versandware in nichts von Einzelhandelsware. Es ist vielmehr die Tatsache, dass Kartons so schlicht wie möglich gehalten werden um im Fall des Falles ausgetauscht werden können. Bei einer Retourquote von ca 5% (in vielen Bereichen des Onlinehandels), muss lediglich die entsprechende Menge Original-Kartons ausgetauscht werden. Denn auch eine Hochglanz-Kartonage, die beim Versand nicht beschädigt wird, ist noch nicht erfunden.
Grundsätzlich gilt hier: Auf Umverpackungen zu verzichten und die Ware direkt im Originalkarton zu verschicken spart dem Onlinehändler riesige Summen, wie die Versender von YERD Garten-Artikeln betonen. Und der Umwelt spart dies viel Verpackungsmüll.
Fazit
Wenn (wo auch immer es geht) auf Umverpackungen im Onlinehandel von vorneherein verzichtet wird, wo Retouren durch Kundenzufriedenheit und Service so weit wie möglich gesenkt werden und Verpackungen so gestaltet sind, dass die Produkte in etwa 5% der Fälle ein zweites mal verschickt werden können, dann schneidet der Onlinehandel gegenüber anderen Handelsformen gar nicht so schlecht ab. Unwesentlich schlechter bei den Verpackungen. Was die Wegstecken angeht, wie obiges Rechenbeispiel zeigt, schon gar nicht.
Weitere Informationen: https://yerd.de/News












