(openPR) Lohnfertigung bei KADIA in Homburg/Saar läuft auf Hochtouren
Die Hontechnologie der KADIA Produktion GmbH + Co ist ein wichtiges Element in der Herstellung von Beatmungsgeräten für die Intensivmedizin. Die Lohnfertigung des Nürtinger Unternehmens am Standort Homburg/Saar arbeitet inzwischen im Dreischichtbetrieb, um die Herstellung der dringend benötigten Geräte zu unterstützen.
Beatmungsgeräte sind sehr komplexe Apparaturen. Von ihnen wird, wie von allen Produkten in der Medizintechnik, eine absolute Zuverlässigkeit verlangt. Auch wenn viele Komponenten und Einzelteile heute in Fernost produziert werden, verlassen sich die Hersteller der Hightech-Geräte doch häufig auf das Maschinen- und Bearbeitungs-Know-how deutscher Mittelstandsunternehmen. So kommt es auch, dass die Lohnfertigung der KADIA Produktion GmbH + Co schon seit geraumer Zeit in die Herstellung von Schlüsselkomponenten eingebunden ist. Die Honspezialisten bearbeiten Kugelführungen, die sich in den so genannten Voice-Coil-Aktuatoren der Beatmungsgeräte finden. Das sind elektromechanische Antriebe, welche für eine korrekte Zuführung der Beatmungsluft sorgen. Für den Patienten eine lebenswichtige Funktion. In einem Beatmungsgerät sind mehrere dieser Aktuatoren verbaut.
Die Kugelführungen bestehen im Kern aus Bohrungen mit höchster Genauigkeit, der Durchmesser beträgt gerade einmal 5 mm. Es geht um Toleranzen von weniger als einem tausendstel Millimeter. In den Führungen laufen Kugeln wie in einem Kugellager, jedoch ist die Bewegung linear. Die Lebensdauer ist für 100 Mio. Bewegungszyklen ausgelegt. Ohne Honbearbeitung wären die hohen Anforderungen nicht zu realisieren, denn nur durch Honen erhalten Bohrungen eine perfekt runde und zylindrische Geometrie, außerdem eine definierte Oberfläche, was für die Wälz- oder Gleiteigenschaften von zentraler Bedeutung ist. Genau solche Bohrungen sind auch das Metier von KADIA. Die Unternehmen entwickelt und fertigt nicht nur die Maschinen, um die Bohrungen bearbeiten zu können, sondern auch die entsprechende Werkzeug- und Anwendungstechnik. Das Portfolio deckt alle Metallbranchen ab.
„Bei den Bohrungen für die Beatmungsgeräte bewegen wir uns im Grenzbereich des technisch machbaren“, erklärt Henning Klein, Geschäftsführer bei KADIA in Nürtingen. „Um die hohen Genauigkeiten zu erreichen, nutzen wir unsere modernsten Honmaschinen und eigens dafür entwickelte Honwerkzeuge.“ Der aktuelle Gerätenot-stand in den Kliniken sorgt im Moment dafür, dass die Maschinen bei KADIA im Homburg kaum noch still stehen. „Wir haben unsere Lohnfertigung sukzessive ausgebaut. Inzwischen arbeiten wir in drei Schichten“, setzt Henning Klein hinzu. Die Stückleistung beträgt aktuell bereits 2.000 Kugelführungen pro Tag. Sollte die Nachfrage fort-während steigen, sei ein weiterer Ausbau der Kapazitäten keine Frage.

















