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Steuergeräte kalibrieren und Datendurchsatz in Netzwerken verbessern

23.04.202008:37 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Zwei Studierende am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben den Friedrich-Dessauer-Preis 2020 des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) Rhein-Main erhalten. Franziska Becker, Absolventin des Master-Studiengangs Mechatronik und Robotik, wurde für ihre Abschlussarbeit über die Methodenentwicklung zur effizienten Programmierung und Kalibrierung von Steuergeräten in Autos ausgezeichnet. Khanh Doan Quoc, Absolvent des englischsprachigen Master-Studiengangs Information Technology, erhielt seinen Preis für die Konstruktion eines kabellosen, vermaschten cluster-basierten Netzwerkes zur Verbesserung des Datendurchsatzes in einem Katastrophennetzwerk.



Der gemeinnützige, technisch-wissenschaftliche VDE e. V. verleiht den mit insgesamt 1.500 Euro dotierten Preis einmal pro Jahr für die besten Abschlussarbeiten an mehreren Hochschulen in Hessen in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Damit sollen hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet anerkannt, der Nachwuchs motiviert und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieurinnen und Ingenieuren und deren Arbeit gesetzt werden. Der VDE Bezirksverein Rhein-Main ist Teil des VDE.

Becker erhielt den mit 1.000 Euro prämierten Preis für ihre Master-Abschlussarbeit, bei der sie Methoden entwickelte, mit denen sie Steuergeräte optimierte. Diese elektronischen Geräte werden im modernen Autobau immer wichtiger, weil Fahrzeuge zunehmend automatisiert sind. Becker benutzte bei ihrer Arbeit Steuergeräte mit simulierten Parametern in einer Gesamtfahrzeugsimulation. Die dabei gewonnene Kalibrierung der Reichweitenvorhersage für ein E-Fahrzeug verglich sie per Computersimulation mit Messdaten und optimierte sie. Im Ergebnis konnte Becker zeigen, dass die im Rahmen ihrer Abschlussarbeit identifizierten und optimierten Parameter zu einer deutlichen Verbesserung der Reichweitenvorhersagen führen. „Die Steuergeräteentwicklung ist ein zentraler, wenn nicht sogar der zentrale Bestandteil der modernen Automobiltechnik“, erläutert Prof. Dr. Karsten Schmidt, Betreuer von Becker bei ihrer Abschlussarbeit und Professor für Mechatronik und Microcontrollertechnik am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften. „Franziska Becker hat hier Pionierarbeit geleistet, sodass ihre Arbeit wegen der hohen Aktualität sogar mit einem Sperrvermerk durch die Robert Bosch GmbH versehen wurde.“ Becker ergänzt: „Die Anfertigung der Master-Arbeit im Bereich der Steuergeräteprogrammierung bei der Firma Bosch war eine großartige Gelegenheit, ganz vorne bei der Entwicklung der E-Mobilität mitzuarbeiten. Darauf bin ich stolz und auch sehr dankbar. Ich danke insbesondere meinen Unterstützern Karsten Schmidt von der Frankfurt University of Applied Sciences und Amir Sardari von Bosch Power Train.“

Die Master-Arbeit „Design of a Multi-Radio Layer 1 Cluster-based Wireless Mesh Network to improve the Network Throughput in disaster network“ (Entwicklung eines Multi-Radio Layer 1 cluster-basierten Wireless Mesh Network (WMN) zur Verbesserung des Datendurchsatzes für ein Katastrophennetzwerk) von Khanh Doan Quoc wurde mit einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet. Während seiner Arbeit konzipierte er ein WMN für ein Netzwerk, das in einem Katastrophengebiet nach Ausfall der vorhandenen Infrastruktur ad-hoc aufgebaut werden und die Kommunikation sicherstellen soll. Zum Testen wurde als Kommunikationsdienst Telefonie auf Basis Voice over IP implementiert. Doan Quoc wurde bei seiner Master-Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Trick von der Forschungsgruppe für Telekommunikationsnetze am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften betreut, der ihn auch für den Preis vorgeschlagen hat. „Khanh Doan Quoc hat mit seiner Master-Arbeit insbesondere einen wichtigen Beitrag zum detaillierten Verständnis des Verhaltens eines WMN in der Praxis geliefert“, kommentiert Trick. Khanh Doan Quoc fügt hinzu: „Als ich das erste Mal von Ulrich Tricks Gesamtprojekt hörte, war ich beeindruckt und wollte gerne daran mitarbeiten. Ich fühle mich geehrt und bin stolz, einen kleinen Teil davon in meiner Master-Arbeit durchgeführt zu haben – und außerdem dazu beigetragen zu haben, das Katastrophennetzwerk zum Laufen zu bringen.“

Der Namensgeber des Preises, der Biophysiker Friedrich Dessauer (1881-1963), befasste sich den größten Teil seines Lebens mit der Erforschung radioaktiver Strahlen mit besonderem Fokus auf der Anwendbarkeit in der Medizintechnik. Um finanzielle Mittel für die Fortsetzung seines Studiums zu erwerben, gründete er in Aschaffenburg, später auch in Frankfurt, ein „Elektrotechnisches Laboratorium“, das sich unter anderem der Erforschung der Röntgenstrahlen sowie dem Bau von Röntgenapparaten widmete. Dessauer bereiste das Land, nicht nur für den Verkauf seiner Apparate, sondern auch mit dem Ziel, das Wissen über deren zweckmäßige Anwendung zu verbreiten. Seine Pionierarbeit auf dem medizintechnischen Gebiet erlangte internationale Anerkennung.

Der VDE und der VDE Rhein-Main e.V.:
Preise und Ehrungen sind ein wichtiger Bestandteil der Innovations- und Nachwuchsförderung des VDE, des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., einem der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas mit rund 36.000 Mitgliedern. Der VDE-Rhein-Main ist mit rund 2.300 Mitgliedern einer der größten VDE-Bezirksvereine. Dazu zählen Ingenieurinnen und Ingenieure, Techniker/-innen und Studierende sowie Unternehmen aus der Elektro- und Informationstechnik und verwandten Branchen. Weitere Informationen unter: https://www.vde-rhein-main.de.

Weitere Informationen zum Master-Studiengang Mechatronik und Robotik unter https://www.frankfurt-university.de/?id=1809, mehr zum Master-Studiengang Information Technology unter https://www.frankfurt-university.de/?id=1729.

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