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Religiöse Ausübung in der Zeit der Pandemie

01.04.202009:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Religiöse Ausübung in der Zeit der Pandemie
Berliner Forum der Religionen
Berliner Forum der Religionen

(openPR) Auswertung einer Umfrage

Viele Religionsgemeinschaften behelfen sich derzeit mit digitalen Diensten wie Videoübertragungen, um trotz Kontaktsperre Gemeinschaft zu pflegen. Der räumlichen Selbsteinschränkung können einige auch etwas Gutes abgewinnen: Sie ermöglicht, durch individuelle Gebete und Meditation den eigenen Glauben zu vertiefen.



Das Berliner Forum der Religionen, die berlinweite Plattform für religionsübergreifende Zusammenarbeit, befragte dazu im Zeitraum 19.–26. März 2020 Kirchen und Religionsgemeinschaften in Berlin. Leitfrage war, wie sich die Religionspraxis mit den durch die Pandemie verursachten Beschränkungen verändert habe. Über 30 Gemeinden von Bahá’í, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden, Muslimen, Paganen und Sikhs beteiligten sich an der Umfrage.

In den meisten der rund 250 Kirchen, Religionen und spirituellen Gruppen Berlins baut die Praxis der Gläubigen in großem Maße auf ein Gemeinschaftserlebnis auf, etwa bei Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempeln. Die Absage von Präsenzveranstaltungen habe nun, so die Auswertung, zu einer verstärkten Nutzung digitaler Medien geführt.

In einigen Gemeinschaften werden digitale Dienste wie Video- und Audioübertragungen schon seit längerem genutzt und nun weiter ausgebaut, andere Gemeinschaften stehen erstmals vor der Herausforderung, eine digitale Infrastruktur und das notwendige Know-How aufzubauen.

Die Nutzung digitaler Medien zur Kommunikation unter den Gläubigen ist erheblich angestiegen. Videoübertragungen und -konferenzen gelangen ebenso zum Einsatz wie Telefonkonferenzen, Messengergruppen, Mailinglisten, Newsletter und Podcasts. Über diverse Medien werden teils täglich Lehrreden, Ansprachen oder ermutigende Worte gesendet. Häufig kommen diese Dienste auch für Verabredungen zu zeitgleichen Gebeten und Meditationen zum Einsatz. Nicht nur EKBO und Erzbistum sind im digitalen Raum tätig, sondern auch kleinere Gemeinschaften. Eine Auswahl: Gottesdienst per Videostream und Telefon der Neuapostolischen Kirche (https://www.nak-bbrb.de/aktuelles/meldung/upd-gottesdienst-per-videostream-und-telefon/), Abendsegen per Mail / WhatsApp & Sonntags-Andacht live der baptistischen Friedenskirche (https://www.die-friedenskirche.de/), Freitagsansprachen der Ahmadiyya Muslim Jamaat (https://ahmadiyya.de/mediathek/freitagsansprachen/) oder Dar-Assalam mit „Bei dir zu Gast“ (https://www.facebook.com/NBSev1). Online-Vorträge liefert ISKCON (https://www.facebook.com/tempelberlin), das evangelische Projekt Spirit & Soul (https://spiritandsoul.org/) bietet Meditation mit Gegenüber.

Einige, vor allem christliche und muslimische Gemeinden, schalten derzeit mehr als zuvor Hilfsangebote über das Internet, von Einkaufsdiensten bis zur Seelsorge. Seelsorgerliche Gespräche werden fast nur noch per Telefon oder E-Mail geführt.

Die derzeitige Situation der räumlichen Selbsteinschränkungen wird von den Religionsgemeinschaften aber auch als Möglichkeit zur Vertiefung des eigenen Glaubens begriffen. Den Gläubigen kommt bei ihrer religiösen Praxis mehr Eigenverantwortung zu. Die abgeschiedene Zeit in den eigenen vier Wänden helfe, so die Umfrageergebnisse, sich mit Fragen nach dem Sinn des Lebens zu beschäftigen und Klarheit im Denken zu bekommen. Der Blick wird dabei auch auf die Zukunft gerichtet. Wie wird diese neue Art der Beziehung unser Leben nach der Kontaktsperre beeinflussen? Wie werden wir als Gemeinde und als Stadtgesellschaft danach das Miteinander verändert haben?

Die Ergebnisse der Umfrage sind erhältlich unter https://www.berliner-forum-religionen.de/wp-content/uploads/2020/03/auswertung_religioese_ausuebung.pdf.

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