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Immer mehr gefährliche Hunde: Neue Ausbildung soll Tierpfleger schützen

05.03.202008:47 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Immer mehr gefährliche Hunde: Neue Ausbildung soll Tierpfleger schützen
Aggressive Hunde sind in Tierheimen nur unter Schwierigkeiten zu versorgen
Aggressive Hunde sind in Tierheimen nur unter Schwierigkeiten zu versorgen

(openPR) Garzau/Reichelsheim, 04.03.2020. In deutschen Tierheimen sitzen immer mehr auffällige Hunde. Ihre Versorgung ist anspruchsvoll, die Vermittlung schwierig. Die herkömmliche Ausbildung zum Tierpfleger bereitet auf sie kaum vor. Erstmals will nun eine neue Ausbildung Tierpfleger im Umgang mit Hunden besonders qualifizieren, um ein sicheres Arbeitsumfeld und eine erfolgreiche Vermittlung zu ermöglichen.



Hunde gehören zu den häufigsten Tieren in Tierheimen. Schon die Pflege unauffälliger Hunde ist aufwendiger als die der anderen tierischen Bewohner, weil sie Freilauf, Kontakt und Erziehung benötigen. Sind Hunde problematisch, kann ihre Versorgung zum Hochrisikojob werden. Füttern, Zwinger säubern, Training - bei hochaggressiven oder sehr ängstlichen Hunden geraten Tierpfleger an ihre Grenzen und bringen sich mitunter sogar notgedrungen in Gefahr für Leib und Leben.

„Alle unsere Pfleger sind bestmöglich ausgebildet. Sie lieben Tiere und leisten viel mehr als Dienst nach Vorschrift. Aber diese besonderen Hunde werden immer mehr. Und sie bringen uns an unsere Grenzen“, sagt z.B. Ute Heberer, Leiterin des Tierschutzvereins „Tiere in Not Odenwald e.V. (TiNO)“. Wer in einem Tierheim Hunde betreue, müsse über eine umfassende Sachkunde verfügen, um diese Tiere zu verstehen, sie richtig einzuschätzen, angemessen zu handhaben und zu vermitteln. Zwar gebe es einige Fortbildungen. Eine umfassende Ausbildung für schwierige Hunde fehle aber bislang.

Diese Lücke füllt nun erstmals die „Ausbildung zum Hundewirt“: Die 18-monatige Ausbildung vermittelt nicht nur das nötige Wissen über Verhalten und Training auffälliger Hunde, sondern auch, wie sie sicher versorgt und an die passenden Menschen vermittelt werden können.

Entwickelt wurde die Ausbildung von „KynoLogisch - Wissen um den Hund“ in enger Kooperation mit TiNO e.V. Dr. Nora Brede, Geschäftsführerin von KynoLogisch: „Wir bilden bisher Hundetrainer aus. Wir kennen aber die besonderen Herausforderungen von Tierpflegern, nicht nur durch die lange Zusammenarbeit mit TiNO. Im Team haben wir zum Teil selbst Hunde aus dem Tierschutz aufgenommen, die in Tierheimen zwar mit viel Liebe und Einsatz versorgt wurden, aber für die Pfleger auch eine Gefahr darstellten, die im normalen Alltag kaum tierschutzgerecht zu handhaben ist. Deshalb freuen wir uns besonders, jetzt so eine Ausbildung anbieten zu können.“

Die Ausbildung umfasst 58 Webinar-Stunden, 120 Stunden in zehn Seminaren und sieben mehrtägige Workshops im Umfang von 228 Stunden. Um die Qualität des Unterrichts zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl pro Lehrgang auf 20 begrenzt. Es gibt Möglichkeiten der Förderung für Menschen, die im Tierschutz arbeiten.

Alle Informationen zur Ausbildung: https://kynologisch.net/ausbildungsinhalte-huwi

Zum Hintergrund: Laut Süddeutscher Zeitung kommen in Deutschland jährlich rund 80.000 Hunde und 130.000 Katzen ins Tierheim. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Darunter sind immer mehr problematische Hunde, wie gerade erst das Tierheim-Bündnis „Schattenhunde“ warnte. Auf sie vorbereitet werden Tierpfleger aber kaum: Die Ausbildung zum Tierpfleger muss für viele verschiedene Tiere in den unterschiedlichsten Versorgungskontexten fit machen. Für die besonderen Kompetenzen, die es für schwierige Hunde braucht, bleibt dabei kaum Raum. Gleichzeitig fehlen vielen Tierheimen die Ressourcen, um externe Experten für die Arbeit mit den schwierigen Hunden hinzuzuziehen.

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