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Brillengläser made in Viersen

Bild: Brillengläser made in Viersen

(openPR) Florian Gisch, Geschäftsführer des Brillenglasherstellers Wetzlich Optik-Präzision, über Vor- und Nachteile der Produktionsstätte in Deutschland

Viersen, 28. Februar 2020. Viele deutsche Unternehmen verlagern ihre Produktionsstätten ins Ausland. Der Brillenglashersteller Wetzlich Optik-Präzision jedoch entschied sich im Jahr 2014 bewusst gegen diesen Trend und entwickelt und produziert seine Brillengläser seitdem wieder konsequent in Viersen am Niederrhein. Florian Gisch, Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens, bekennt sich im Interview zum Standort Deutschland und zu Brillengläsern „Made in Germany“.



Warum produziert Wetzlich in Deutschland?
Wir glauben an den Mehrwert „Made in Germany“, der im Ausland überraschenderweise oftmals einen höheren Stellenwert besitzt als bei uns. Die optische Industrie hat in Deutschland eine lange Historie und gilt als Traditionsbranche. Neben diesem eher emotionalen Aspekt gibt es jedoch auch viele sachliche Gründe, die für eine Produktion in Deutschland sprechen. Zu Beginn der Jahrtausendwende erlagen wir, wie viele andere Unternehmen auch, der Versuchung der Globalisierung. Allerdings führte die anteilige Auslagerung der Produktion nach Asien zu schwankenden Qualitätsstandards, einem riesigen Abstimmungsaufwand und dem Verlust von Produktionskompetenz. Dies führte zu vielen Abhängigkeiten und – was noch viel schwerwiegender war – einer völligen Vereinheitlichung der angebotenen Produkte im Markt. Denn wer glaubt, als einziger auf die Idee gekommen zu sein, im Ausland zu produzieren, irrt sich. Das Ergebnis stellt für den Kunden aus unserer Sicht keinen Mehrwert dar. Daher haben wir im Jahr 2014 den Entschluss gefasst, die gesamte Produktion bis auf wenige Ausnahmen wieder nach Viersen zurückzuholen. Das war eine äußerst sportliche Aufgabe, die wir allerdings nie bereut haben.

Welche Risiken sehen Sie bei einer Produktion im Ausland?
Auf den ersten Blick bietet die kostengünstigere Produktion im Ausland viele Vorteile – solange es nicht den eigenen Arbeitsplatz betrifft. Denn eine Sache ist Fakt: Arbeitskräfte sind woanders günstiger. Allerdings bringen uns billig produzierte Produkte nichts, wenn dadurch im eigenen Land keine Kaufkraft mehr vorhanden ist. Wir stellen uns deswegen der Standortherausforderung und glauben daran, dass die vielen Möglichkeiten der Automatisierung, die die Nähe zu den Maschinenherstellern bietet, mittelfristig den Kostennachteil zur Fernost-Produktion ausgleichen werden. Ein wesentlicher Aspekt ist für uns auch, alle Schritte von der Produktentwicklung bis zum fertigen Glas unter einem Dach vereinen zu können. Das erspart Reisen, Überwachungsinstanzen und sorgt zudem für einen schnellen und unkomplizierten Austausch zwischen den Abteilungen. So können wir neue Technologien schneller an den Markt bringen und die optimale Qualität der Produkte garantieren.

Welche Rolle spielt für Sie das Thema Umweltschutz?
Nahezu sämtliche Maschinen für die weltweite Brillenglas-Produktion werden in Deutschland gebaut und dann ans andere Ende der Welt transportiert. Anschließend kommen die Brillengläser in täglichen Lieferungen per Luftfracht wieder zurück – diesen hohen CO2-Ausstoß sparen wir ein. Vielen Menschen ist zudem gar nicht bewusst, dass für die Herstellung von Brillengläsern sehr viel Wasser benötigt wird. Es gibt sicherlich nicht viele Länder auf der Welt, in denen die Aufbereitung und Einleitung von Wasser so sorgfältig überwacht wird wie in Deutschland, so dass wir auch hier ein Maximum an Umweltfreundlichkeit garantieren können.

Gibt es auch Schwierigkeiten bei „Made in Germany“?
Bei allen Vorteilen hat der Standort Deutschland natürlich auch seine Tücken. Ein wesentlicher Nachteil sind in einer energieintensiven Branche die Energiepreise. An unserem Standort am Niederrhein ist der Strompreis beispielsweise doppelt so hoch wie in den gerade einmal zehn Kilometer entfernten Niederlanden. Das verzerrt den Wettbewerb und müsste aus unserer Sicht zumindest europaweit einheitlicher geregelt werden. Eine weitere Schwierigkeit ist die Rekrutierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Weil die Anzahl der in Deutschland fertigenden Betriebe in der Optikbranche ständig sinkt, ist es schon ein absoluter Glücksgriff, Fachkräfte mit Vorkenntnissen in diesem Bereich zu finden.

Wenn wir den Blick nach vorne richten: Wo steht die Produktion von Wetzlich in der Zukunft?
Wir werden auch in Zukunft weiter in Deutschland produzieren. Für uns als Traditionsunternehmen ist es ein höchst emotionaler Aspekt, aber auch unser Anspruch an Qualität, die Herstellung vor Ort zu haben. Wir stehen auch weiterhin zum Thema „Arbeitsplatzsicherung“. Es bringt letztendlich niemandem etwas, wenn in unseren Regalen haufenweise günstig produzierte Waren stehen, die sich aber niemand mehr leisten kann. Ich denke, wir sollten diese Entwicklung nicht unterschätzen. Eine günstige Produktion ist eben nur die eine Seite der Medaille.

Zusätzliches Pressematerial von Wetzlich Optik-Präzision finden Interessierte unter www.wetzlich.de/presse/.

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