(openPR) Demenz ist die größte globale Gesundheits-Herausforderung. Sie ist schon heute die teuerste Krankheit weltweit, sie wird von den meisten Menschen mehr noch als Krebs gefürchtet, und sie gilt allgemein als "undruggable" – als nicht mit Arzneimitteln behandelbar. Daher haben auch die meisten Pharmaunternehmen ihre Demenz Forschung komplett eingestellt – obwohl es sich um einen Milliarden-Euro-Markt handeln würde.
Aber es besteht Hoffnung: Es gibt zahlreiche Beispiele, bei denen breit angelegte Interventionen die Krankheitsfälle verringert haben, bevor der Krankheitsprozess verstanden wurde, z.B. Händewaschen beim Kindbettfieber, sauberes Wasser bei der Cholera, oder die Vertreibung von Ratten bei der Bekämpfung des Pest.
Interessanterweise haben Aktivitäten, die auf eine Verbesserung der Situation abzielten, diese anfänglich oft sogar noch verschlimmert: Geburten in Krankenhäusern, in denen die Ärzte die Hauptübertragungsquelle waren, das Ausspülen von fäkalverunreinigtem Wasser aus den Gassen in die Flüsse (aus denen es als Trinkwasser entnommen wurde) oder die Flucht vor der Pest und damit ihre weitere Verbreitung.
Wie in den frühen Tagen von Pest und Cholera verstehen wir bei der Demenz (noch) nicht wie es zu der Erkrankung kommt. Es gibt keine medikamentöse Behandlung, und die Betroffenen sind oftmals stigmatisiert. Aber wir wissen aus diesen historischen Beispielen auch, dass breite Interventionsprogramme funktionieren - wenn sie konsequent und systematisch umgesetzt werden.
Tatsächlich wurde ein Rückgang der Demenz in Ländern berichtet, die systematische Programme zur frühzeitigen Erkennung und Prävention von Demenz eingeführt haben, z.B.:
USA: Der „Annual Wellness Visit“ (AWV) beinhaltet eine kognitive Bewertung und wird von Medicare (der öffentlichen Krankenversicherung der USA) bezahlt.
Großbrittanien: Der „NHS Health Check“ deckt auch die Demenz Früherkennung ab.
Kanada: Die „regelmäßigen präventiven Gesundheitsbesuche“ beinhalten eine kognitive Beurteilung zur Demenz Früherkennung.












