(openPR) München/Baden-Baden, 25.02.2020. Neurofeedback ist eine EEG-basierte Therapiemethode zur Verbesserung neuronaler und behavioraler Parameter bei verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen. Die kortikal abgeleitete EEG-Aktivität wird in Echtzeit durch eine Software ausgewertet. Ausgewählte Parameter werden in Bildschirmanimationen zurückgemeldet. So kann Neurofeedback genutzt werden, um gezielt Parameter zu trainieren, die beispielsweise für Konzentration zuständig sind. Vom 26. – 28. März 2020 können Sie Neurofeedback im Rahmen der 64. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) in Baden-Baden kennenlernen. Es wird auch ein Poster mit neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Neurofeedback vorgestellt.
Neurofeedback – nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeit auf Basis des EEG
Neurofeedback basiert auf der Messung der Gehirnströme mittels EEG-Ableitungen (ElektroEnzephaloGramm). Die EEG-Signale werden über Elektroden gemessen, durch eine spezielle Software in Echtzeit ausgewertet und für den Patienten auf einem Bildschirm sichtbar gemacht. Jedoch nicht in einer klassischen Amplitudenansicht, sondern in Form einer altersgerechten Animation. Diese Animation geben Veränderungen in den ausgewählten Parametern wieder, beispielsweise kann sich die Geschwindigkeit, Helligkeit oder Schärfe der Grafik verändern. Auch das Einbinden auditiver und/oder taktiler Feedbackmodalitäten ist möglich. Eine Neurofeedback-Sitzung dauert ca. 45 Minuten und wird von einem geschulten Arzt oder Therapeuten durchgeführt. Das Anlegen der Elektroden, wie die gesamte Behandlung, ist schmerzfrei. Die Wirksamkeit bei verschiedenen Anwendungsgebieten ist durch zahlreiche Studien belegt.
Neurofeedback als ein Therapiebaustein
Neurofeedback verbessert die Selbstregulierungsfähigkeit des Gehirns durch Training seiner eigenen Ressourcen. In der Folge verbessern sich die Symptome von Regulationsstörungen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsstörungen, Panikattacken, aber auch Schlafstörungen und viele Arten von Kopfschmerzen. Bei Hirnschädigungen werden die gesunden bzw. verbleibenden Teile durch Neurofeedback zu besserer Funktion und Regulation trainiert, sodass diese Aufgaben der geschädigten Bereiche schneller übernehmen können.
Neurofeedback auf der Jahrestagung der DGKN vom 26.-28. März 2029 in Baden-Baden
Mehr über Neurofeedback erfahren Sie in der am Stand Nr. E.04 der BEE Medic GmbH EEG Info auf der 64. Wissenschaftlichen Jahrestagung der DGKN in Baden-Baden. Vor Ort stehen Ihnen Neurofeedback Experten für Fragen zur Verfügung und Sie können die neuesten Neurofeedback Systeme und Software kennenlernen, die speziell für den Therapiealltag entwickelt wurden. Zudem wird ein Poster zu Neurofeedback ausgestellt. Es behandelt die Auswirkungen des Infra-Low-Frequency (ILF) Neurofeedback auf das Aktivitätsmuster der Gehirnaktivität.
Außerdem wird ein wissenschaftliches Poster zu Neurofeedback präsentiert. Das Poster mit dem Titel „Effect of Infra-Low frequency neurofeedback on Infra-Slow EEG Fluctuations“ gibt Erkenntnisse einer aktuellen Studie (Grin-Yatsenko et al, 2019) wieder, die basierend auf Amplitudenzunahme Ereigniskorrelierter Potentiale (ERPS) Veränderungen der funktionellen Zustände des Gehirns durch Neurofeedback registrieren konnte. Es wird vermutet, dass Neurofeedback möglicherweise über die Normalisierung des metabolischen Gleichgewichts im Hirngewebe und zunehmende Effizienz von Kompensationsmechanismen in den Stressregulationssystemen diese Zustandsveränderungen bewirken könnte.
Das Poster wird am 26.03.2020 von 13:45 – 14:45 Uhr innerhalb der Postersession „Altern/Demenz/Biodata/Big Data“ im Foyer im UG vorgestellt. Das Poster wird in englischer Sprache präsentiert.


