(openPR) Im Juni 1955 wurde in Rudolstadt das 1. „Fest des deutschen Volkstanzes“ gefeiert. Die ganze Stadt war damals eine einzige Tanzbühne. Etwa 160 Volkstanzgruppen aus Ost- und Westdeutschland begegneten sich hier zum ersten Mal nach Kriegsende, um gemeinsam zu tanzen, zu feiern und jenseits ideologischer Gräben miteinander zu reden. Dies war ohne Frage die Wurzel der hiesigen Tanzfesttradition, die bis zum heutigen Rudolstadt-Festival führt.
Auf diesem Wege sucht das Festival-Team Zeitzeugen, die als Teilnehmer, Organisatoren, Gastgeber oder Besucher dieses Fest miterlebt haben und bereit sind ihre Eindrücke und Erinnerungen mit uns zu teilen. Wir wollen diese Erinnerungen bewahren, archivieren und bei genügend Material allen Festivalbesuchern im diesjährigen Programmheft vorstellen.
Bitte melden Sie sich unter:
Stadt Rudolstadt, Rudolstadt-Festival, Markt 7, 07407 Rudolstadt
oder 03672-486401 oder ![]()
Die Geschichte des Festivals reicht bis 1955 zurück. Damals fand in Rudolstadt das "1. Fest des deutschen Volkstanzes" statt. Es wurde zu einem DDR-Tanz- und Folklorefest, zu dem zahlreiche Gruppen aus Osteuropa anreisten. Nach der Wende wagte die Stadt dann mit einem ganz anderen, zeitgemäßen Konzept den Neustart. Dass sich diese Idee zu einem Weltmusik-Festival von internationalem Renommee entwickeln würde, konnte das Team damals nicht ahnen. Denn 1991 kamen – so jedenfalls wird es gern kolportiert – mehr Musikschaffende als -hörende.
Heute pilgern täglich 25.000 Konzertfans zu Deutschlands größtem Festival für Roots, Folk und Weltmusik. Nicht zuletzt deshalb, weil das Festival-Team neben bekannte Namen und Szenestars bewusst auch widerspenstige oder völlig ungewohnte Töne stellt. Das Programm ist eine Einladung, Neues zu entdecken und sich überraschen zu lassen.
Diesem Gedanken folgt auch der jährlich wechselnde Länderschwerpunkt. Wer mag, kann dabei das Konzerterlebnis in Tanz- oder Gesangsworkshops vertiefen, in Künstler-Gesprächen oder beim Symposium. Angesichts von rund 300 Veranstaltungen finden alle ihr Glück. Übrigens auch als Familie, denn die Jüngsten vergnügen sich beim phantasievollen Kinderfest. Partywütige machen bei der Afterhour die Nacht durch, andere lassen bei den Gartenkonzerten im Schillerhaus einfach die Seele baumeln. Wie schrieb noch gleich "Die Zeit?": "Rudolstadt (ist) ein Fest fürs Leben."











