(openPR) Anlässlich des 75-jährigen Kriegsendes in Schweinfurt öffnet das Deutsche Bunkermuseum in der Ernst-Sachs-Straße am 25. und 26. April seine schweren Tore. „Diese Veranstaltung ist die einzige Möglichkeit im Jahr, dass Einzelpersonen den Bunker besichtigen können“, erklärt Kurator Nils Brennecke. Nach seinen Worten sind ansonsten ganzjährig lediglich geführte Touren für Gruppen ab zehn Personen durch das Museum möglich.
An dem Wochenende soll an das Kriegsende in Schweinfurt am 11. April 1945 erinnert werden. An diesem Tag marschierten die Amerikaner in die Stadt ein und beendeten somit hier den Zweiten Weltkrieg. „Ein denkwürdiges Datum für Schweinfurt; immerhin war die Stadt zu diesem Zeitpunkt fast zur Hälfte zerstört“, weiß Nils Brennecke.
Das Programm ist wie in jedem Jahr sehr attraktiv: Am Samstag hält um 14 Uhr der bekannte Pfarrer i.R. Dieter Schorn einen Vortrag zum Thema „Der organisierte Luftschutz im Zweiten Weltkrieg“.
Der spannende Vortrag von Nils Brennecke zum Bunker von 1941 und zum Überleben im Bunker findet um 13 und um 17 Uhr statt.
Am Sonntag referiert Petra Leiber vom BRK Kreisverband Schweinfurt um 14 Uhr über den verheerenden „Luftangriff auf Schweinfurt am 14. Oktober 1943“. An diesem Tag flogen 300 B17 Bomber in Richtung Schweinfurt, um ihre todbringende Fracht über der Kugellagerstadt abzuwerfen. Dieser Tag ging allerdings als verlustreichster Einsatz der US Air Force in die Geschichte ein („schwarzer Donnerstag“), da deutsche Abwehrjäger und die Luftabwehr rund um Schweinfurt 60 Bomber abschoss. Weitere 142 Bomber waren so sehr beschädigt, dass sie nicht mehr für einen weiteren Einsatz zu gebrauchen waren. 600 Besatzungsmitglieder waren am Ende tot oder in Gefangenschaft genommen.
Um 16 Uhr hält Friedel Tellert seinen Vortrag zum „Kalten Krieg“. Tellert war seinerzeit stellvertretender Kreiskolonnenführer beim Bayerischen Roten Kreuz in Schweinfurt und in diesem Amt für die santätsdienstliche Koordination im Ernstfall in der Stadt verantwortlich. Auch hält am Sonntag Nils Brennecke wieder den Vortrag über den Bunker und das Bunker-Leben um 13 und um 17 Uhr.
An beiden Tagen bereichert die spektakuläre Ausstellung zum Luftschutz im Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg eine B17 Bomber-Besatzung. Die Darsteller (Reenactors) zeigen anhand von echten Einsatzplänen und -karten sowie einem originalgetreuen Cockpit-Nachbau der „Flying Fortress“, wie sich die US-Luftwaffe auf ihre schweren Bomben-Angriffe auf Schweinfurt vorbereitet hat.
An beiden Tagen öffnet das Deutsche Bunkermuseum, das hierzulande die größte Ausstellung ihrer Art präsentiert, um 10 Uhr.
„Unsere Besucher erhalten am Eingang einen Stempel. Damit können sie beispielsweise am Nachmittag zu einem anderen Vortrag wiederkommen - oder wenn die Ausstellung am Vormittag noch nicht komplett erkundet werden konnte“, erklärt Nils Brennecke. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Sebastian Remelé. Weitere Infos auf der Facebook-Seite des Museums sowie auf www.deutsches-bunkermuseum.de











