(openPR) Wie bleiben kreative Freiräume in der Stadt erhalten? Wie kann Raum für Kultur
entstehen? Wie kann das Stadtbild neu strukturiert und kulturelles Leben weiterhin
stattfinden? Welche Leitlinien können dabei helfen? Diese und weitere Fragen stehen im
Fokus eines 2-tägigen Workshops vom 20. bis 21. Februar 2020 mit Vertreter*innen aus
der Club- und Kulturszene Berlins, des Berliner Bezirks und Senats, Kreativwirtschaft ler-
*innen und Urbanist*innen. Die erarbeiteten Lösungsvorschläge und Aktionskonzepte
werden im Rahmen einer Pressekonferenz am Samstag, dem 22. Februar 2020
um 12.00 Uhr im Radialsystem
Kubus, 2. OG, Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin präsentiert. Impulsgeber ist das neue
Bebauungs- und Nutzungskonzept des RAW-Geländes im Berliner Stadtteil
Friedrichshain-Kreuzberg. Anwendbar soll das entwickelte Modell dann für verschiedene
urbane Zentren sein, auch auf internationaler Ebene.
Veränderung ist kein neues Thema in Berlin, aber eines, das immer wieder an Aktualität
gewinnt. Zuletzt haben das KitKat und das Sage ihre Schließung bekanntgegeben – die
Griessmühle muss ebenfalls den bisherigen Standort verlassen. Auch Clärchens
Ballhaus in Mitte ist nach einem Investorenwechsel mittlerweile vorübergehend
geschlossen. Zwar handelt es sich dabei zunächst nur um eine temporäre Schließung,
dennoch ist es eine Zäsur im 100-jährigen Bestehen dieser Berliner Kulturinstitution.
Gleichzeitig wurden mit der Entwicklung des neuen Kater Holzig und des House of
Music neue Einrichtungen für die Zukunft geschaffen. Berlin gilt als viel beachteter
Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft und ist damit Ziel für rund drei Millionen Touristen pro Jahr, laut einer Studie der Clubcommission von 2018. Allein das spricht
dafür, dass im Rahmen einer ganzheitlichen Stadtentwicklung auch eine Club- und
Kulturlandscha mitgedacht werden muss, um kreative Räume nachhaltig zu stärken, zu
erhalten und zu entwickeln.
Der Planungsprozess ist in vollem Gange. Anders als bei anderen Immobilienprojekten
sollen hier Expertise und Bedürfnisse der verschiedenen Interessensgruppen einfließen
und eine fortschrittliche, integrative Entwicklung des Ortes ermöglichen. Im Fokus steht
ein disziplinübergreifender Dialog, der den Vertreter*innen der Stadt, des Bezirks, der
Kreativ- und Kulturszene und der Wirtscha gleichermaßen Raum gibt und die
unterschiedlichen Perspektiven als gemeinsame Chance versteht.
Der Workshop bildet den Grundstein eines Austauschs, welcher sich der Zukun durch
kritische Fragen, bestehende Konzepte und innovative Ideen nähert. Im ersten Teil
vermitteln Impulsvorträge der anwesenden Teilnehmenden Input zu den jeweiligen
Perspektiven. Im zweiten Teil werden vier Arbeitsgruppen in einem Barcamp-Format
Lösungsvorschläge, Leitlinien und Aktionskonzepte erarbeiten. Die Ergebnisse werden
gebündelt im Rahmen der Pressekonferenz in Anwesenheit der Eigentümer präsentiert.
Das Workshop-Konzept wurde von Tim Renner in Zusammenarbeit mit SNPC entwickelt
und wird auch von ihm moderiert. Die visuelle Umsetzung erfolgte über die Berliner
Agentur für Popkultur OZMOZE.
Teilnehmer*innen des Workshops u. a.:
Torsten Brandt (Astra), Holm Friebe (Volkswirth, Autor), Till Harter (Creative
Development Tiflis, Tulum, Bar 1000 und Jackie O.), Barbara Holzer (Studio Holzer
Kobler), Andreas Krüger (Belius), Lauritz Kurth (Kurth Immobilien), Lutz Leichsenring
(Creative Footprint, Clubcommision Berlin), Katja Lucker (Musicboard Berlin), Tobi Müller
(Journalist), Leif Nüske (Mojo Club, Hamburg), Iana Oswald (Cassiopeia), Helge
Rehders (Senatsverwaltung für Kultur und Europa), Stefan Richter (Forum Stadtspree),
Ute Schneider (KCAP), Pamela Schobeß (Gretchen, Clubcommision Berlin), Claus
Sendlinger (SLOW Hospitality, Marina Marina)











