(openPR) Am Oberrheingraben herrscht derzeit Goldgräberstimmung. Energieversorger und Bohrfirmen hoffen auf das große Geschäft mit Erdwärme aus immensen Tiefen. Als einzige Firma aus Norddeutschland will Stoltenberg Energie aus Schönberg den Konzernen ein Stück vom großen Kuchen wegnehmen — und sucht noch Geldgeber.
Wenn sich die Lage 3000 Meter tief unter Neuenburg im Breisgau nur annähernd so darstellt, wie Hermann Stoltenberg es vermutet, dann hat der 69-Jährige das Zeug zum Visionär. Stoltenberg ist Inhaber eines alt eingesessenen Landhandels (seit 1893) in Schönberg/Ostsee. In der früheren Mühle mit Mineralölhandel werden seit zwei Jahren nur noch Geschäfte mit Erdwärme geplant und umgesetzt. Senior-Chef Stoltenberg beschäftigt sich bereits seit zehn Jahren mit dieser Geothermie — also schon zu einer Zeit, als Wärme– oder Stromgewinnung aus der Tiefe der Erde nur in Expertenzirkeln diskutiert wurde. Der Schönberger hat seine kleine Firma zum spezialisierten Ingenieurbüro weiterentwickelt. Hauptumsatzbringer sind heute oberflächennahe Erdwärmeheizsysteme bis 100 Meter, also Wärmepumpen für Ein– und Mehrfamilienhäuser, Firmen oder Landwirte sowie Technik für Blockheizkraftwerke (BHKW). „Aufgrund der stark gestiegenen Öl– und Gaspreise erlebt diese Art der ökologischen und günstigen Beheizung einen Boom, der sich auch in Norddeutschland langsam rumspricht“, sagt Robert Doelling, Stoltenbergs Mann fürs Marketing.
Zweieinhalb Jahre ist es her, dass Stoltenberg sich in Neuenburg südlich von Freiburg ein 20 Quadratkilometer großes Claim für Tiefenbohrungen sicherte. Ex-Ministerpräsident Ernst Teufel persönlich habe seinerzeit gewettert, ob die Baden-Württemberger sich von den Wikingern zu Hause etwas vormachen lassen wollten, erzählt Stoltenberg. Ein Bohrer von rund 40 Zentimetern Durchmesser soll 3000 Meter tief auf bis zu 150 Grad heißes Wasser stoßen: „Dann ziehen wir die Energie aus der Wärme raus“, sagt Robert Doelling. Neuenburg hat rund 11000 Einwohner: Bei ganz guten Werten könnten wir drei Viertel davon mit Wärme und Strom versorgen.“
Jetzt arbeitet Stoltenberg an der Finanzierung: „Wir brauchen 20 Millionen Euro“, sagt der Senior-Chef. Risikokapital. Eine ganze Reihe spannender und am Ende wirtschaftlich entscheidender Fragen ist auch nach penibler Vorprojektierung kaum zu beantworten. Wieviel Wasser findet man? Wie heiß ist es — und wie salzhaltig? „Das ist Wasser wie im Toten Meer“, mutmaßt Doelling. Mögliche Finanziers und Förderbanken verhielten sich bislang wie die Pinguine, finden die Energieexperten: „Alle sitzen auf der Scholle und warten, bis der erste springt.“
Wann das Projekt starten könnte? Da sei man abhängig von den Kapazitäten von Bohrfirmen, die derzeit zum Beispiel in Kasachstan nach Öl bohrten. Alles muss genau vorbereitet sein: Allein die Erde, die bei der 3000-Meter-Bohrung anfällt, muss von 200 Lastwagen abgefahren werden. Realistisch sei demnach wohl ein Start 2007, sagen die Ingenieure: „Wir könnten morgen loslegen.“
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