(openPR) Mit jedem Cent, den Gas und Heizöl sich verteuern, wird Gert Weber ein kleines bisschen glücklicher. Denn der 61-jährige Beamte holt die Heizwärme für sein Einfamilienhaus in Schlesen (Kreis Plön) aus den Tiefen der Erde. Je höher die Energiepreise klettern, desto eher hat sich Webers Geothermie-Heizung rentiert: „Ursprünglich waren wir von zwölf Jahren ausgegangen, doch bei den heutigen Ölpreisen haben wir die Investitionskosten schon in sieben bis acht Jahren wieder raus.“ Obwohl 99 Prozent des Erdkörpers heißer sind als 1000 Grad und unser Globus täglich viermal mehr Energie in den Weltraum abstrahlt als wir Menschen verbrauchen, spielt Erdwärme bei der Gewinnung von Heizenergie in Deutschland nur eine geringe Rolle. Doch angesichts steigender Brennstoffkosten und drohender Klimakatastrophe wächst der Wunsch der Verbraucher, sich aus der Abhängigkeit von Gas und Öl zu befreien. „Die Nachfrage nach Erdwärme-Heizungen ist rasant gestiegen“, sagt Iver Schulte, Planungsingenieur beim Schönberger Geothermie-Spezialisten Stoltenberg Energie GmbH. Dass aber dennoch viele Bauherren und Modernisierer vor dem Kauf einer Erdwärme-Anlage zurückschrecken, hat nach Angaben Schultes zwei Gründe: „Zum einen verunsichern die anfangs relativ hohen Kosten, zum anderen können viele gar nicht glauben, wie schnell die Investition sich auszahlt.“
Gert Weber schreckte nicht zurück. 20 Jahre lang hatte er sein Haus mit Strom geheizt. Doch als die Energiekosten völlig aus dem Ruder zu laufen drohten, flatterte ihm ein Prospekt der Firma Stoltenberg ins Haus. Weber informierte sich, und im Winter vor zwei Jahren war es dann soweit. Im Garten wurden binnen weniger Tage zwei jeweils 90 Meter tiefe Löcher gebohrt. In jedes kamen zwei U-förmige Plastikschläuche. Durch diese Erdwärmesonden fließt eine Wärmeträgerflüssigkeit – meist eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel, die die Wärme aus dem Erdreich aufnimmt und zur Wärmepumpe im Haus transportiert. Obwohl die Temperatur in 90 Meter Tiefe gerade einmal 15 Grad beträgt, entsteht hier bis zu 60 Grad heißes Heizwasser. Möglich macht diesen Temperaturanstieg die Umkehrung des Kühlschrankprinzips: So wie ein Kühlschrank mittels Kompression und Verdunstung den Lebensmitteln Wärme entzieht, entzieht die Wärmepumpe der zirkulierenden Flüssigkeit Energie, um damit das Wasser im Heizungskreislauf zu erhitzen.
Der Haken: Eine Erdwärmeheizung für ein Haus mittlerer Größe kostet zwischen 15.000 Euro und 20.000 Euro, wobei jedoch die KfW-Förderbank zinsgünstige Kredite bereitstellt. Den Löwenanteil der Kosten machen die Bohrungen plus Erdwärmesonden aus, hinzu kommen das Pumpenaggregat, ein Warmwasserspeicher und die Regelungselektronik. Den hohen Investitionskosten stehen drastisch verringerte Betriebskosten gegenüber – schließlich ist Erdwärme rund um die Uhr kostenlos verfügbar, lediglich der Strom zum Betrieb der Pumpe muss bezahlt werden. Im Fall der Familie Weber hat sich die jährliche Heizkostenrechnung so auf ein Drittel reduziert.
Doch die Rechnung geht nur dann auf, wenn die Anlage richtig dimensioniert wird. „Die Entnahmeleistung der Erdsonde, die Wärmepumpe und das Heizungssystem müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein“, sagt Winfried Dittmann von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein. Am besten geeignet sind Wärmepumpen für ein Flächenheizsystem, also Wand- oder Fußbodenheizung. Eine Schlüsselgröße ist die so genannte Leistungszahl der Wärmepumpe, also das Verhältnis aus erzeugter Wärmeenergie zur eingesetzten elektrischen Energie. Erzeugt eine Pumpe aus einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme, beträgt die Leistungszahl vier. Doch Vorsicht: Solche Werte erreichen die Pumpen nur, wenn sie nicht überfordert werden. Wird zum Beispiel eine höhere Heizungsvorlauftemperatur benötigt – etwa weil die Leistung der Heizung zu schwach bemessen wurde, oder weil das Warmwasserspeichervolumen für das Duschen aller Familienmitglieder nicht ausreicht, dann sinkt die Leistungszahl. Das heißt: die Pumpe verbraucht mehr Strom, im Extremfall so viel, dass Klima- und Ressourcenschutz dahin sind – von den steigenden Betriebskosten einmal abgesehen. In jedem Fall gilt: Wohngebäude, die nicht dem Standard moderner Niedrigenergiehäuser genügen, sind für Geothermie weniger geeignet.
Gert Weber jedenfalls ist überzeugt. „Eigentlich kann ich nicht verstehen, dass nicht schon viel mehr Menschen mit Erdwärme heizen.“ Vielleicht liegt das auch daran, dass noch immer der Glaube weit verbreitet ist, Erdwärme ließe sich nur im Süden der Republik – etwa im Oberrheingraben – wirtschaftlich nutzen. Dabei sind auch im Norden die geologischen Bedingungen günstig. Allerdings sind hier noch keine Projekte realisiert, bei denen durch mehrere tausend Meter tiefe Bohrungen heißes Wasser nach oben befördert wird. Doch auch der oberflächennahen Geothermie – mit der es schon seit der ersten Ölkrise 1973 gute Erfahrungen gibt – bescheinigen Experten großes Potenzial. „Das ist ganz klar die Zukunft“, sagt Hermann Stoltenberg, Seniorchef des norddeutschen Geothermiepioniers.
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