(openPR) "Um es gleich vorneweg klarzustellen: 98% des Inhaltes sind Realität und nur 2% sind Fiktion", hatte Micha H. Echt zu seinem 8 Jahre lang recherchierten Roman mit dem Titel "Mi-Six-Operation-Bernsteinzimmer", zu bemerken.
Als er - angesichts des in der Vergangenheit doch scheinbar schon ausgeschriebenen Textes -den doch recht zweifelnden Blick seiner Zuhörerschaft zur Kenntnis nehmen musste, schlug er kurz entschlossen sein Buch auf und trug folgenden Auszug vor:
"13.03.1943, Schloss Neu Hardenberg, Mark Brandenburg. Das plötzliche Krachen der Bombe glich dem Abfeuern einer Kanone. Eine kurze, dumpfe Explosion. Ein lautes Zischen. Dann, für den Bruchteil einer Sekunde, absolute Ruhe, gefolgt vom urgewaltigen Lärm explodierender Treibstofftanks. Die vier Triebwerke rauchten wie Vulkane, die Tragflachen der Focke-Wulf-Condor rissen auseinander wie Papier, das Leitwerk wurde zerfetzt und der Bug stürzte inmitten eines Feuerballs auf die Minsker Wälder zu. Mit einem entsetzlich pfeifenden Geräusch brach der Rumpf auseinander, sterbende Männer in brennenden Uniformen wurden herauskatapultiert.
Aber nichts davon war passiert. Der Zünder hatte nicht ausgelöst, die Bombe war nicht explodiert, das Flugzeug nicht abgestürzt und Hitler noch immer am Leben. Oberst Henning von Tresckow sah bitter in die Runde der Verschwörer.
„Meine Herren, leider hat Oberstleutnant Heinz Brandt das Geschenkpaket nicht wie geplant in der Kabine, sondern im Frachtraum deponiert. Dort unten ist der Bleistiftzünder schlichtweg eingefroren. Eine simple Kleinigkeit hat den Führer überleben lassen und nur Fabian von Schlabrendorff ist es zu verdanken, dass aus unserem Fehlversuch kein Fiasko wurde. Er konnte von Smolensk aus nach Rastenburg fliegen und die Bombe sicherstellen.“
„Wir hatten pures Glück!“ Carl-Hans Graf von Hardenberg schenkte den Männern einen zweiten Doppelkorn ein. „Dieses Mal sind wir unbemerkt geblieben, aber beim nächsten Mal …“
„Beim nächsten Mal sind wir nicht ausschließlich auf Fortuna angewiesen. Es gibt eine interessante Neuigkeit.“ Henning von Tresckow nahm sein Glas, prostete den anderen zu und kippte den Schnaps hinunter. „Meine Herren, ich konnte Admiral Wilhelm Canaris für uns gewinnen. Als Chef der deutschen Abwehr wird er sich zwar nicht aktiv beteiligen, aber er wird uns viele Freiräume verschaffen.“
Sofort war es so still, dass man die sprichwörtliche Stecknadel zu Boden fallen, hätte hören können.
Wer aber dachte, dass Micha H. Echt am Ende seiner Lesung verraten hätte, wo sich das Versteck des Bernsteinzimmers befindet, hatte sich geirrt.
Dazu befragt erklärte der Spicaautor schmunzelnd: "Wer das wissen möchte, muss meinen Roman lesen. Es steht ziemlich zum Schluss geschrieben."
https://spica-verlag.de/produkt/mi-six-operation-bernsteinzimmer/










