(openPR) Auf der 54. Auktion für Historische Wertpapiere der HWPH AG am 25. Januar 2020 in Würzburg (Barockhäuser, Neubaustr. 12) kommen 842 Historische Wertpapiere, also alte Aktien- und Anleihe-Urkunden, zum Ausruf, darunter ein Muster einer Partialobligation des Germanischen Museums (heute Germanisches Nationalmuseum, Los 628, Mindestgebot 5.000 Euro, https://connect.invaluable.com/hwph/auction-lot/Germanisches-Museum-zu-Nurnberg_1034561962/ ). Die Auktion beginnt um 11.00 Uhr, die Besichtigung der Wertpapiere ist ab 9.00 Uhr möglich. Den Katalog gibt es online unter www.hwph.de oder in gedruckter Form unter Telefon: 0 81 06 – 24 61 86, E-Mail:
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Bereits 1830 regte der bayerische König Ludwig I. die Gründung eines deutsch-historischen Museums an. Freiherr Hans von und zu Aufseß nahm den Gedanken 1846 wieder auf und gründete schließlich 1852 das Museum als Generalrepertorium, nachdem auf der Versammlung deutscher Geschichts- und Altertumsforscher in Dresden die Gründung des Germanischen Museums beschlossen wurde. Bereits 1853 wurde die Literarisch-artistische Anstalt des Germanischen Museums etabliert, ein Vorläufer des hauseigenen Verlages. Zunächst wurde der Tiergärtnerturm als Depot für die ersten Ausstellungsstücke genutzt, bevor am 20. April 1857 das Königreich Bayern und die Stadt Nürnberg das ehemalige Kartäuserkloster als Standort überließen. Der bayerische König übernahm durch eine Spende von 5.000 Gulden ein Drittel der Kosten, die an Bayern abzuführen waren, und erließ 1861 schließlich die Restschuld. Die städtischen Teile wurden kostenfrei übereignet. Im Laufe der Zeit gab es vor allem zwei wesentliche Erweiterungen. Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts kamen spezielle Museumsgebäude, Alter Eingang, Lapidarium und Galeriebau, hinzu. Weitere Zusatzbauten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vorgenommen, dabei wurde historische Substanz zu erheblichen Teilen überformt. Der erste Bundespräsident Theodor Heuss war von 1948 bis 1963 Vorsitzender des Verwaltungsrates und trat engagiert für den Wiederaufbau des Museums nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Dem eigentlichen Museum sind heute ein Archiv, das Deutsche Kunstarchiv, eine Bibliothek, eine Restaurierungsabteilung, das Institut für Kunsttechnik und Konservierung, und ein Pädagogisches Zentrum angegliedert. Das Germanische Nationalmuseum heute ist das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raums. Es beherbergt etwa 1,3 Millionen Objekte von der Frühzeit bis zur unmittelbaren Gegenwart. Rund 25.000 Objekte sind ausgestellt. Als Stiftung des öffentlichen Rechts wird das Germanische Nationalmuseum anteilig von der Bundesrepublik Deutschland, dem Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg getragen. Als Forschungseinrichtung ist es Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Über Historische Wertpapiere:
Historische Wertpapiere, auch Nonvaleurs genannt, sind alte Aktien- und Anleihezertifkate ohne Börsenwert. Bei Sammlern stehen die antiken Urkunden hoch im Kurs. Das Sammelgebiet wird auch als Scripophily (oder Scripophilie im Deutschen) bezeichnet.













