(openPR) Pünktlich zur diesjährigen Leipziger Buchmesse erscheint "Die Nacht der Ameisen"-der dritte Teil der Trilogie "Die Villa". Krankheitsbedingt hat Reinhard Wosniak, unter wenig zuträglichen Bedingungen, sehr langsam und mit dem Zeigefinger der linken Hand, geschrieben. Behandelt wird 30 Jahre nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung, die deutsche Einheit; zwar unter etwas ungewöhnlicher Sicht und mit starkem französischem Einschlag, jedoch hätte Reinhard Wosniak "...jede andere Sicht gelangweilt...".
Die Leser/innen werden mit der letzten Phase (1972-unmittelbare Gegenwart) der ursprünglich geplanten "Trilogie F" beschäftigt. Trotz der Beibehaltung der Personnage ist jeder Teil separat lesbar.
In Felonie, dem ersten Teil, wird die Geschichte Max Guttentags, dem seine erste Liebe, samt ihrem hoffnungslosen Ende, in einem französischen Kriegsgefangenenlager widerfuhr, erzählt. Es ist aber zugleich auch die Geschichte derer, die er danach liebte und die ihn liebten- zumindest eine Zeit lang- und die er alle verließ, um etwas zu suchen, von dem er nichts als eine Vorstellung hatte, eine Vorstellung, die er selbst für unteilbar hielt...
Zeitlich schließt sich die Handlung des zweiten Teils, der unter dem Titel „Die Kinder des Mondes“ erschienen ist, der Auseinandersetzung mit dem verschwiegenen, häufig verdrängten Leben der Elterngeneration an.
In diesem erleben wir die Geschichte, das Denken, Handeln und Fühlen von Menschen im Osten des geteilten Deutschlands in ihrer Zeit. Und doch ist dieser Roman Reinhard Wosniaks ganz anders. Er nimmt die Leser/innen mit auf eine Zeitreise, die vielen von ihnen in weiten Teilen geläufig sein dürfte, weil diese sie miterlebt haben. Dabei ist er keine Lektüre, die unter dem Plakat „DDR-Literatur“ zu subsumieren wäre. Er erzählt vom Aufwachsen zweier Jungen in den 1960er-Jahren in der DDR, Johan Guttentag und Felix Stahmer. Sie erhielten beide ein Prägung, die einschloss, sich zu wehren, wenn ihnen etwas gegen den Strich ging. Dann provozierten sie ihre Lehrer mit Nietzsche-Sätzen wie: "Alle verschwiegenen Wahrheiten werden giftig."


















