(openPR) Filmikone Henny Porten. Während die Cineasten in Deutschland ihr in den zwanziger Jahren zu Füßen lagen, wurde sie im Dritten Reich eiskalt ins Abseits gestellt, da sie sich weigerte, sich von ihrem jüdischen Mann scheiden zu lassen. Nach dem 2.Weltkrieg floh sie mit ihm nach Schleswig-Holstein. Neu entdeckte Briefe zeigen, wie unglücklich sie in Ratzeburg lebte und ausharrte. In diesen Jahren bekam sie in der Filmindustrie der BRD kein Bein mehr auf den Boden und rutschte in die Armut. Glückliche Momente folgten in der DDR, wo sie für kurze Zeit bei der DEFA Arbeit und Anerkennung fand, bis sie zurück nach West-Berlin ging. - Der Aufstieg und Fall einer Filmpionierin, die ein Mensch zum Anfassen blieb. Couragiert, mutig und fest verankert in der Filmgeschichte. In Zeiten von wachsenden Antisemitismus zeigte uns Henny Porten zeigte im Dritten Reich, dass man eine Haltung vertreten sollte. In ihrem Fall stürzte sie zwar in die Armut, doch damit rettete sie ihren Mann. Heute scheint Henny Porten in die Vergessenheit zu geraten, deshalb war es dem Autoren wichtig, gerade ihre Geschichte neu zu veröffentlichen, denn sie holte das Kino nicht nur aus der „Schmuddelecke“ heraus, sondern bewies, dass es sich lohnt zu kämpfen, auch wenn ihre letzten Jahre geprägt waren von bitterer Armut. Die DEFA drehte mit ihr noch zwei Filme, die durchaus gelungen sind.
Detlef Romey schrieb bereits eine umfangreiche Biografie über den österreichischen Charakterdarsteller und Komiker Oskar Sima, der ebenfalls mit Henny Porten drehte. Sima hingegen passte sich dem Naziregime an, nicht so Henny Porten, auch wenn ihre weitere Karriere damit dem Untergang geweiht war. Beide Coverbilder gestaltete der bekannte österreichische Zeichner und Maler Reinhard Trinkler.

















