(openPR) Diabetes („Zuckerkrankheit“) ist mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden. Zurzeit gibt es in Österreich 600.000 Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind. Im Jahr 2030 werden es in Österreich, vorsichtig geschätzt, mehr als 800.000 sein.
Warum steigen die Zahlen so rasant an? Grund dafür ist, dass der überwiegende Großteil aller Diabetiker Typ-2-Diabetiker sind. Hier spielt Übergewicht und Fettleibigkeit sowie Bewegungsmangel eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung, die auch sehr häufig im Alter auftritt. Als Folge sprechen die Körperzellen zunehmend schlechter auf das Hormon Insulin, das den Zucker aus dem Blut ins Zellinnere schleusen soll. Dazu kommt, dass Betroffene oftmals ein geschwächtes Immunsystem haben und somit häufiger an Infekten und Entzündungen leiden als gesunde Personen.
Daher ist es wichtig, den Blutzucker regelmäßig zu kontrollieren und zu regulieren. Denn Patienten mit einer unzureichenden Blutzuckereinstellung leiden deutlich öfter unter einer Infektion der Bronchien, Lunge, Haut, oder der Harnwege. Grund dafür ist, dass bei unzureichender Glucose-Regulierung die Immunantwort gehemmt wird und auch die oberen Hautschichten werden anfälliger für die Ansiedlung von Bakterien und Pilzen.
Die Kontrolle der Blutzuckerspiegels mittels kapillarer Blutentnahme kann als delegierte Tätigkeit von Heimhilfen wahrgenommen werden. Wir kümmern uns um die notwendigen Schritte, damit eine regelmäßige und zuverlässige Blutzuckerkontrolle gewährleistet ist. Bei der Blutentnahme macht durchaus Sinn, die Durchblutung der Finger durch Reiben oder Wärmeanwendung zu erhöhen. Es kann der erste Bluttropfen verwendet werden, in der Regel wird lediglich eine geringe Menge Blut benötigt. Das Blut wird seitlich (dort ist es weniger schmerzhaft) von der Fingerkuppe entnommen. Vor der Entnahme die Hände gründlich mit Seife waschen, sorgfältig abtrocknen. Desinfektionsmittel zur Reinigung sind jedoch nicht notwendig.
Die Zeiten und Häufigkeiten für eine Blutzuckermessung sind individuell unterschiedlich und werden mit dem behandelnden Arzt vereinbart.









