(openPR) Diplomarbeit bestätigt regionale Standort-Vorteile in Ostwürttemberg
SCHWÄBISCH GMÜND - Räumliche Nähe ist ein entscheidender Standort- Vorteil, von dem die Automotive-Branche in Ostwürttemberg profitiert. Gemeint ist damit zum einen die Nähe zu siebzehn großen OEM und Systemzulieferer im Umkreis von nur 200 Kilometern, zum anderen die Nähe zu zahlreichen anderen Automotive-Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Was bisher als Erfahrungswissen galt, hat die Diplomarbeit von Markus Hofmann, Geografie-Student und Diplomand bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO), bestätigt.
Ostwürttemberg ist eine Wirtschaftsregion mit hoher automotiver Kompetenz: Zahlreiche international bekannte Firmen, mehr als 30.000 Arbeitsplätze in über 200 Unternehmen, Platz 8 bei den bundesweiten Patentanmeldungen im Bereich Mobilität - das sind nur einige Fakten, die die hohe Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Region in Sachen Automotive belegen. Als einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen identifizierte Hofmann die räumliche Nähe zu den großen OEM und anderen Akteuren der vor- und nach gelagerten Wertschöpfungsstufen.
"Meine Befragung in der regionalen Automotive-Branche hat gezeigt, dass die Einbeziehung des Standortvorteils ´räumliche Nähe´ bei den erfolgreichen Unternehmen Teil der strategischen Positionierung ist", erklärt Hofmann. "Sie nutzen diese Nähe in besonderem Maße, um enge und tiefer gehende Kunden- Lieferanten-Netzwerke aufzubauen oder mit anderen Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammenzuarbeiten." Das Resultat seien zum einen mehr Flexibilität, Sicherheit in der Lieferkette und eine hohe Innovationsfähigkeit. Zum anderen könnten Unternehmen sich so auf Kernkompetenzen konzentrieren, Wachstumschancen besser identifizieren, ihr Angebot stärker differenzieren und auch Angebotsnischen besetzen. "Und sich so gegenüber Großunternehmen im globalen Wettbewerb positionieren und eventuelle Kostennachteile kompensieren", so der Diplomand der Uni Stuttgart.
Landrat Klaus Pavel als WiRO-Aufsichtsratsvorsitzender und Dr. Ursula Bilger, Geschäftsführerin der WiRO, freuen sich über die wissenschaftlichen Ergebnisse. Pavel: "Wir sind schon lange davon überzeugt, dass regionale Netzwerke die Basis sind für Stabilität, Wachstum und Innovation." Es sei her keine Frage, dass die WiRO auch in Zukunft den Aufbau und Intensivierung der Netzwerke und der Kunden-Lieferanten-Beziehungen in Ostwürttemberg fördern werde. Das mache die Region auch für Neuansiedlungen und für potentielle Existenzgründer attraktiv. "So können wir dazu beitragen, dass in Ostwürttemberg auch in Zukunft der wichtige Wachstumsmarkt "Automotive" eine bedeutende Rolle spielt", so Dr. Bilger.
Die Ergebnisse der Diplomarbeit flossen bereits in eine neue Broschüre "Automotive" ein. Sie ist Teil einer Broschürenserie, die innovative Branchen in Ostwürttemberg vorstellt. Außerdem wurde die Nutzung und Förderung regionaler Wertschöpfungsketten als eigenes Projekt in das Zukunftsprogramm Ostwürttemberg 2015 aufgenommen.
Broschüre und weitere Infos zum Automotive-Standort Ostwürttemberg über:
WiRO, Dr. Ursula Bilger, Universitätspark 1, 73525 Schwäbisch Gmünd, Tel. 07171-92753-0, Fax: 92753-33,









