(openPR) Anfang November ist es soweit. Da wird das Maxwerk in München 125 Jahre alt - ab dem Datum seiner Grundsteinlegung an in 1894 gerechnet.
Es war das zweite Elektrizitätswerk, das Strom für die Straßenbahn liefern sollte. Architekt Carl Hocheder zeichnete für das Aussehen des Bauwerkes verantwortlich. Es sollte sich harmonisch in die Landschaft integrieren und zu grob daherkommen.
Orientiert an der Amalienburg im Nymphenburger Schloßpark in München, gelang es Hocheder, ein bezauberndes Bauwerk für eine technische Anlage zu entwerfen.
Von ihm stammen übrigens viele weitere, heute noch existierende Gebäude wie das Müllersche Volksbad oder die Hauptfeuerwehrwache in München beispielsweise.
Ausgestattet war das an der Isar gelegene Werk mit zwei 250-PS-Turbinen, wie Alexander Rotter in seinem Buch „Wasser und Strom für München“ schreibt. Besonders auffällig dazu die Information, man habe -den damaligen Gepflogenheiten geschuldet- die Anlage so gestaltet, dass bei Hochwasser die vielen Küchenabfälle keine Beschädigungen verursachen.
Eingeplant war ein Raum für die „Eiswache“. Diese sorgte für einwandfreien Laufbetrieb während des Winters und insbesondere bei Frost.
Heute ist das Maxwerk immer noch in Betrieb, sorgt für die Erhitzung der Gemüter. Zuletzt durch die Überlegung, ob Augustiner Bräu dort einen Riesenbiergarten betreiben darf oder nicht. Die Pläne sind wieder aufgegeben, nach einer Alternative wird gesucht, nicht zuletzt weil man in angemessener Weise dem Ort und Gebäude zu neuem Glanz verhelfen will.
Wünschenswert ist dies allemal, da das Bauwerk inklusive seiner Funktion ein Stück Münchner Stadtgeschichte ist, das vom Ende einer Ära und dem Aufbruch in das moderne Zeitalter kündet.
https://www.konrad-verlag.de/geschichte/titel/730-wasser-und-strom-fuer-muenchen.html













