(openPR) Mainz. Mit Zinsprodukten lässt sich dauerhaft keine ausreichende Altersversorgung mehr aufbauen.
Mit dieser Warnung wendet sich der Finanzcoach Antonio Sommese vor allem an Selbstständige.
„Schon früher funktionierte der langfristige Vermögensaufbau nur mithilfe des Zinseszins-Effektes“,
stellt der Mainzer Fachbuchautor fest. „Doch wo es keine Zinsen mehr gibt, gibt es auch keine
Zinseszinsen“.
Immer mehr Unternehmer und Freiberufler machten sich Sorgen um ihr Auskommen im Ruhestand.
Sommese verweist auf eine unlängst veröffentlichte Studie des Forschungsinstituts YouGov, wonach
62 Prozent der befragten Selbstständigen Angst vor Altersarmut haben. Darunter sogar gut
verdienende Ärzte.
Noch lange Zeit Null- oder Negativzinsen
„Diese Sorge ist insofern nachvollziehbar, als angesichts von Null- und Negativzinsen die ‚Klassiker’ der
privaten Altersvorsorge wie Kapitallebensversicherung und private Rentenversicherung allein nicht
mehr in der Lage sind, ein auskömmliches Einkommen im Alter zu garantieren“, sagt Sommese.
Gleichzeitig warnt er vor der Hoffnung, die Zinsen könnten mittelfristig wieder steigen. Er zitiert unter
anderem den Harvard-Wirtschaftswissenschaftler Kenneth Rogoff, der kürzlich ausgeführt habe, er
glaube, „dass jede große Notenbank innerhalb der kommenden zehn Jahre Negativzinsen einführen
wird“.
Sommese empfiehlt den um ihre Alterseinkünfte besorgten Selbstständigen zweierlei. „Erstens:
Trennen Sie Risikovorsorge von Kapitalanlage. Und zweitens: Setzen Sie klar auf bewährte Sachwerte,
um nennenswerte Renditen zu erzielen.“
Wichtige Policen zum Schutz von Selbstständigen und deren Angehörigen seien eine
Berufsunfähigkeits-Versicherung, eine Risikolebensversicherung und – da Selbstständige nicht
automatisch unfallversichert sind – eine private Unfallversicherung.
Auf „klassische“ Sachwerte setzen
Erst wenn die mitunter existenzbedrohenden finanziellen Folgen dieser Risiken abgesichert sind, sollte
im zweiten Schritt gezielt in die klassischen Sachwerte Aktien, Gold und Immobilien investiert werden.
Der Kauf von Einzelaktien eigne sich zum strategischen Vermögensaufbau wegen der geringen
„Streuung“ kaum. Sommese plädiert für Aktienfonds oder ETFs, die einen kompletten Index abbilden,
wie etwa den MSCI World.
Gold wiederum sei der Stabilitätsanker im Depot für Krisenzeiten, und „Betongold“ (Immobilien in
guter Lage) empfiehlt Sommese trotz der deutlichen Preissteigerungen in den vergangenen Jahren
nach wie vor als attraktive Anlageform. So zum Beispiel Objekte in Mittel- oder Oberzentren.



