(openPR) Mainz. Wer die ersten Schritte an den Kapitalmärkten unternimmt und sich längerfristig gezielt ein Vermögen aufbauen möchte, sollte sich immer die beiden Kernfragen jeder Geldanlage stellen: Wie verläuft die Zinskurve - und wie entwickeln sich die global führenden Börsen? Das empfiehlt der Mainzer Finanzcoach und Buchautor Antonio Sommese.
Zinsprodukte kommen aus seiner Sicht erst dann wieder als Instrumente der Geldanlage in Betracht, wenn die jährliche Verzinsung mindestens 3 bis 4 Prozent ausmacht. Das sei zumindest mittelfristig aber wenig wahrscheinlich, sagt Sommese. Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit sowie Tagesgeldkonten wiesen aktuell eine Rendite im Zehntelprozent-Bereich auf. Angesichts einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent müsse der Anleger also einen deutlichen Kaufkraftverlust hinnehmen.
Wer mit seinem angelegten Kapital Geld verdienen möchte, komme an Aktien nicht vorbei. Die Aktienindices mit den Papieren von namhaften, international tätigen Unternehmen zeigten langfristig immer nach oben. Die Kehrseite der Medaille: Der Anleger müsse auch deutliche Schwankungen aushalten. Davor hätten viele Anleger Angst, weiß Antonio Sommese aus seiner langjährigen Beratungspraxis.
Er empfiehlt eine Drei-Punkte-Strategie, um die individuellen Folgen von schwankenden Börsenkursen zu minimieren. Sommese:
„Erstens: Immer nur längerfristig in Aktien oder Aktienfonds investieren, mindestens zehn Jahre. Dann kann man jede Korrektur „aussitzen“. Sollte sich in der Zwischenzeit die Börse sehr gut entwickeln, spricht aber nichts dagegen, Gewinne mitzunehmen.
Zweitens: Eine gute Streuung senkt die Risiken. Um eine ausreichende Streuung seines Depots mit dem direkten Kauf von Einzelaktien zu erreichen, muss man insgesamt schon eine hohe Summe investieren. Ansonsten empfiehlt es sich, Anteile an Aktienfonds zu erwerben.
Drittens: Investieren nach dem 12/1-Prinzip. Das heißt, der Anleger kauft monatlich (also zwölf Mal pro Jahr) für einen festen Betrag Fondsanteile. Je nachdem, wie die Aktienbörsen gerade stehen, erhält der Anleger mal mehr, mal weniger Anteile und erreicht somit über einen längeren Zeitraum einen relativ günstigen Durchschnittspreis. Falls es ihm wirtschaftlich möglich ist, sollte er einmal im Jahr (daher 12/1-Prinzip) noch zusätzlich einen größeren Betrag (bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro beispielsweise dann 1.200 Euro) investieren. Am besten in Phasen schwacher Börsen“.








