(openPR) Nachdem Olaf Scholz, Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer der SPD, in der Wochenzeitung DIE ZEIT eine "Mindestabsicherungspflicht" in Sachen Rente auch für Selbstständige forderte, erläutert die ver.di-Referentin für Selbstständige in einem mediafon-Gespräch warum die Pflichtversicherung allein nicht ausreicht, um Altersarmut zu verhindern.
Die Langfassung des Gesprächsinhalts finden Sie unter www.tinyurl.com/3dr3wx
In dem Gespräch kritisiert die Gewerkschafterin unter anderem dass sich Scholz von einer solidarische Absicherung aller Erwerbstätigen - wie sie im europäischen Ausland die Regel ist - verabschiedet und für die tatsächliche Absicherung geringverdienender Selbstständiger "wenig gewonnen ist, wenn diejenigen, die sich keine Vorsorge leisten können, dazu gesetzlich verpflichtet werden."
Mit Unverständnis reagiert Mirschel daher auch auf die Hoffnung von Scholz, mit dieser Pflicht, würden sich weniger Selbstständige zu Dumpingpreisen anbieten. Selbstständige arbeiteten schließlich nicht zu Mini-Honoraren, weil sie gerne auf Absicherung verzichten. Es seien vielmehr die Auftraggeber, die - unter Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung - die Versicherungsfreiheit vieler Selbstständiger zur Kostenreduktion nutzten. Daher müssten um die Altersarmut zu bekämpfen erst einmal Honorare gezahlt werden, die Überleben und Vorsorge gleichermaßen ermöglichten.
Gunter Haake
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